„Unstoppable“ Filmkritik


Regisseur Tony Scott hat mit seinen 66 Jahren nochmals für einen neuen Action-Kracher gesorgt. Der Macher von Actionklassikern wie “Top Gun”, “True Romance” oder “Staatsfeind Nr 1” ist in der Regel immer wieder für solide Kinounterhaltung gut. Mit Denzel Washington scheint er ganz besonders zufrieden zu sein, denn “Unstoppable” ist nach “Crimson Tide”, “Mann unter Feuer” und “Déjá Vu” bereits die vierte Zusammenarbeit der beiden.

Dieses mal stellte Tony Scott mit Chris Pine einen wahren Hollywood-Jungstar an Washingtons Seite. Ein Duo, das durchaus funktioniert, auch wenn es prinzipiell keinen bahnbrechend neuen Ansatz darstellt.

Der erfahrene Lokführer Frank bekommt den Neuling Will an seine Seite gestellt und direkt an ihrem ersten gemeinsamen Arbeitstag stehen sie vor der schweren Aufgabe eine Katastrohpe zu verhindern. Ein unbemannter Güterzug, der unter anderem hochexplisove und giftige Chemikalien transportiert, rast auf eine Großstadt zu und droht zu entgleisen. Als letzte und verzweifelte Möglichkeit nehmen Frank und Will die Verfolgung auf, um den Zug zu stoppen.

Deutscher Trailer zu “Unstoppable”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=1p387ZcleiM[/youtube]

Filmkritik zu “Unstoppable”

Ich würde ja gerne behaupten, dass die Grundidee durchaus Potenzial besitzt und das Projekt nur an der Umsetzung gescheitert ist, aber “Unstoppable” hat nun mal einen entgleisten Zug als Aufhänger – und wie spannend kann das schon sein?!

Zugegeben, die Eröffnungssequenz ist durchaus fesselnd inszeniert und macht Lust auf mehr, und auch später die aufeinander zufahrenden Güterzüge sorgen nochmals für einen Moment der Spannung. Aber im Großen und Ganzen ist “Unstoppable” doch eher 90 Minuten Bahn TV mit verwackelten Bilder und fast schon unkontrolliert umherschwenkenden Kameras.
Ein Zug, der durch die weite Prärie Amerikas fährt, ist nun mal in sich nicht spannend und da müssen dann eben hektische Kameraeinstellungen Geschwindigkeit und Panik suggerieren.

Was die Spannung angeht, ist es wohl nochmal als Glück im Unglück zu bezeichnen, dass ein paar riesen Benzintanks genau in der gefährlichsten Kurve der gesamten Bahnstrecke platziert worden sind, denn sonst würde es wohl überhaupt keinen Grund zur Panik geben.
Aber der Rest?! Etwas langatmig und gerade der Höhepunkt will auch nicht so richtig zünden. Am Ende ist alles vorbei noch bevor es so richtig angefangen hat.

Die wahre Geschichte hinter „Unstoppable“

Oh, hab ich schon erwähnt, dass „Unstoppable“ auf einer wahren Begebenheit basiert?! Ist tatsächlich so, zumindest laut Filmintro. Grund genug für mich, mal eben nachzuforschen, was genau Film und was Realität ist.
Kurze Zusammenfassung der wahren Ereignisse: im Mai 2001 war tatsächlich ein unbemannter Zug auf amerikanischen Gleisen unterwegs. Die Länge des Zugs: 22 geladene und 25 leere Güterwaggons. Der Zug legte in Ohio unbemannt eine Strecke von 66 Meilen zurück. Das unglaublichste an der Geschichte ist wohl, dass der Film Ursache exakt wiedergibt. Tatsächlich ist der Lokführer ausgestiegen, um eine Weiche zu stellen und hat die Geschwindikeit des Zuges unterschätzt, so dass er es nicht mehr geschafft hat wieder an Bord zu gelangen.
Auch wie der Zug im Film gestoppt worden ist, entspricht generell der wahren Begebenheit. Der Güterzug wurde durch eine Lokomotive, die sich von hinten angekoppelt hat, verlangsamt und zum Schluss von einem Lokführer, der sich an Bord des herrenlosen Zuges begeben hat endgültig gestoppt. Eben nur ein weniger unspektakulärer als im Film.
[Quelle: brandchannel.com]

Für mich einer der schwächeren, wenn nicht sogar der schlechteste Tony Scott Film und leider nicht mal als Popcorn-Kino zu empfehlen. Da es jedoch weitaus schlechtere Filmideen gibt und es ja wie oben erwähnt immerhin 2 spannende und auch vereinzelte witzige Momente gibt, fällt das Schlussfazit dann doch nicht ganz so vernichted aus.

3 von 10 Freeks
Darsteller:
Denzel Washington, Chris Pine, Rosario Dawson, Ethan Suplee, Kevin Dunn
Regie:
Tony Scott

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