‚Trollhunter‘ Filmkritik (DVD)


Trollhunter
Trollhunter

Ich behaupte mal, würde ich meinen Blog nicht führen, wäre “Trollhunter” eindeutig einer dieser Filme geworden, von denen ich wohl nie etwas gehört, geschweige denn gesehen hätte. Doch so erhielt ich eine Presseankündigung inklusive Trailer zu dieser schwedischen Produktion und der Trailer schien durchaus vielversprechend und machte Hoffnung auf einen spannenden Independent Film mit ungewöhnlicher Story.

Die Regierung von Norwegen verheimlicht schon seit Jahren die Existenz von Trollen, die in den Wäldern und Bergren des Landes leben. Hans arbeitet für die Regierung und soll die Trolle unter Kontrolle halten und Übergriffe auf die Menschen verhindern oder eben vertuschen. Auf der Jagd nach einer Sensationsstory, wird eine Gruppe von drei Filmstudenten auf den merkwürdigen „Wildhüter“ aufmerksam und begleitet ihn auf seinen nächtlichen Ausflügen. Natürlich mit entsprechenden Konsequenzen.

Deutscher Trailer zu “Trollhunter”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tqGWXQTJdL0[/youtube]

Filmkritik zu “Trollhunter”

Nun da ich „Trollhunter“ also gesehen habe, weicht das Endergebnis aber etwas von den zuvor aufgebauten Erwartungen ab. Von dem Dokumentarfilmfeeling aus demm Trailer ist schnell nichts mehr zu spüren. Der Versuch ist zwar durchaus vorhanden, wird der Zuschauer doch mit den üblichen „Tricks“ wie verwackelte Kamerafahrten, Reporterinterwiews und (zumindest außerhalb Norwegens) unbekannten Schauspielern versucht einzustimmen, aber es scheitert dann doch an der Umsetzung. Um die tatsächliche Impression einer Dokumentation zu erwecken fehlt irgendwie der letzte Schliff.

Diese Art von Fake-Dokus können durchaus Spaß machen und eine tolle Abwechslung zum sonstigen Einheitsbrei sein. Nehmen wir „District 9“ als doch relativ erfolgreichs Beispiel, wo es angeblich Zuschauer gab, die hinterher tatsächlich geglaubt haben in Südafrika gäbe es ein Alien-Flüchtlingslager.
Diese Technik kann also funktionieren. „Trollhunter” hat es aber nicht geschafft mich wirklich in seinen Bann zu ziehen. Es wirkt eher wie „Blair Witc Project“, der in meinen Augen auch eher lächerlich als spannend war.

Nach der anfänglichen Euphorie verflüchtigt sich das Interesse an dem Film genauso wie dessen Spannung. Die Trolle sind eher durchschnittlich animiert und mit der Zeit schürt auch die Story selbst die Unglaubwürdigkeit. Trolle so groß wie Berge sollen unbemerkt unter uns leben?! Und das schon seit vielen vielen Jahren?! Und jedes Mal wird einfach ein toter Bär prästentiert, sollte es Mal Schaden durch die Trolle gebe?! Wohl eher nicht.

Trollhunter” fällt unter die Kategorie B-Movie Independent Film. Ich würde ja fast sagen „für Liebhaber durchaus geeignet„, aber mir fällt es schwer diese Liebhaber zu definieren.
Bei wem der Trailer das Interesse geweckt hat, der soll sich nicht davon abhalten lassen, “Trollhunter” anzuschauen, aber beschwert euch hinterher nicht, euch hätte niemand vorgewarnt. Generell verpasst man jedoch nichts, sollte man diesesn Film mal aussetzen.
Der Film ist bereits in den Videotheken erhältlich. Als Kaufversion auf DVD und Blu-ray erscheint „Trollhunter“ am 01.09.2011.

3 von 10 Freeks
Darsteller:
Otto Jespersen, Robert Stoltenberg, Knut Nærum
Regie:
André Øvredal

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