„The Social Network“ Filmkritik (Kino)


You don’t get to 500 Million friends without making a few enemies

Der Slogan von „The Social Network“ passt wie die Faust auf’s Auge. Mark Zuckerberg hat aus dem Nichts und innerhalb kürzester Zeit eine Plattform mit internationalem Erfolg geschaffen, die das soziale Leben der heutigen Generation von Grundauf verändert hat. Das dieser Erfolg auch meist seine Kehrseite hat, sollte dabei klar sein.

Und der Film „The Social Network“ bietet Interessierten nun die Möglichkeit, genau diese Kehrseite von Zuckerbergs Leben kennen zu lernen.
Dennoch muss von vorne herein betont werden, dass es sich bei „The Social Network“ absolut nicht um einen Bio-Pic handelt. Sprich es ist nicht die biografische Verfilmung von Mark Zuckerbergs Leben. Es ist ein Hollywood-Film zur Entstehung von Facebook und dieser beruht hauptsächlich auf diversen Gesprächsnotizen und Erzählungen Dritter. Zuckerberg selbst hat an diesem Film beispielsweise überhaupt nicht mitgewirkt!




Was David Fincher jedoch auf die Leinwand gebracht hat, lässt sich durchaus sehen. Der Handlungsstrang ist toll aufgebaut mit 3 Stories, die mehr oder weniger parallel erzählt werden: zwei Rechtsstreits während des Jetzt und die Entstehung von Facebook beziehungsweise wie es zu diesen beiden Rechtsstreits kam als Anekdoten aus der Vergangenheit.

Und das überraschendste bei „The Social Network“ ist, das Mark Zuckerberg dabei nicht sehr gut weg.
Das er Talent hat, wird schnell klar. Er wird in dem Film schon fasst als Genie zelebriert, aber das zwischenmenschliche und soziale Verhalten machen ihn mit jeder Minute die verstreicht mehr zu einem Hassobjekt. Gut, Hass ist vielleicht etwas hochgegriffen, aber die Sympathien hat er auf alle Fälle nicht mehr auf seiner Seite.

Anfangs ist man als Zuschauer noch auf Zuckerbergs Seite, was, wenn man nach dem Film gehen darf, eher an Unwissend liegt, als an Zuckerberg selbst. Wenn ihn also jemand verklagt, weil er angeblich die Idee zu facebook gestohlen hat, ist das zunächst absolut ungerechtfertigt. Und wie kommt sein bester Freund dazu ihn zu verklagen?! Mistkerl!
Doch dieses Bild dreht sich im Laufe des Films. Man bekommt tiefere Einblicke in den Werdegang Zuckerbergs und Schritt für Schritt wechselt der Zuschauer die Seiten, bis er sich nicht mehr ganz so sicher ist, ob Eduardo, Zuckerbergs bester Freund, wirklich so ein Mistkerl ist und ob die Idee zu Facebook nicht doch zumindest teilweise geklaut ist.

Die Filmkritik zu „The Social Network“ fällt also durchaus positik aus. Die Darsteller sind überzeugend, die Story rund um die ersten Facebook-Gehversuche ist toll erzählt und auch die gelieferten Hintergrundinformationen sind durchaus interessant. Immer unter dem Aspekt, dass man „The Social Network“ nicht bis ins kleinste Detail glauben darf.

8 von 10 Freeks

Darsteller:
Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake
Regie:
David Fincher

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