„Polnische Ostern“ Filmkritik (Kino)


„Ich kam hierher und war damit überhaupt nicht einverstanden. Natürlich hatte ich Vorurteile. Die auch zum Teil ja erfüllt worden sind. Aber nun habe ich euch kennengelernt und muss sagen, dass ihr wirklich tolle Menschen seid“

Wenn ihr euch jetzt fragt, „Hä, was soll das denn jetzt, sind wir hier in nem Selbsthilfe Blog oder was?“ Nein nein, keine Sorge. Das ist ein Zitat aus dem Film, „Polnische Ostern“.

Warum ich dieses Zitat verwende? Weil es eins zu eins zu meiner Einstellung gegenüber diesem Film passt. Ich sah ihn in einer Sneak Preview und war erstmal richtig enttäuscht. Wieder ein German Independent Film, der nichts auf dem Kasten hat.
Doch seht erstmal selbst…

Deutscher Trailer zu „Polnische Ostern“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-ijvbQJcOCk[/youtube]

In „Polnische Ostern“ geht es um ein 7-jähriges Mädchen Namens Mathilda, das nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Opa in Schleswig-Holstein wohnt. Der Vater ist Pole und wohnt dort in Polen zusmamen mit seiner neuen Frau, seiner Mutter und seiner Oma. Eines Tages holt der Vater Mathilda zu sich. Der Opa von Mathilda ist darüber ganz und garnicht erfreut und will nun Beweise sammeln, die eine Sorgerechtsklage legalisieren würde. Also auf nach Polen…

Nach ca. einer Stunde war ich mir sicher, der Film floppt. Zwar ist „Polnische Ostern“ als lustiges Drama aufgezogen doch lustige Dramen funktionieren nur, wenn die Inszenierung stimmt. Kein Schauspieler, abgesehen von Adrian Topol (Tadeus), überzeugt. Nichts reißt mich in den Bann, mir ist es quasi egal was sich da auf der Leinwand abspielt.

Kamera, Schnitt, Musik, einfach alles total unpassend und überhaupt nicht stimmig aufgebaut. Ich war kurz davor zu gehen…aber als die Story ihren Wendepunkt erreicht hat wurde plötzlich alles anders. Alles hat gepasst, Emotionen kamen rein, der schäbige Flair von „Polnische Ostern“ stimmte und man wollte wissen wie das Familien-Drama nun ausgeht.

Ich will nicht zu viel verraten, aber, es hat sich im Nachhinein doch gelohnt „Polnische Ostern“ anzusehen – auch wenn es nur mal wieder um etwas Abwechslung geht.

Fazit: Ich musste einfach den Cineasten in mir ausschalten und den Filmliebhaber anschalten. Und schon, konnte ich mich in die Geschichte und die Charaktere einfühlen.

Euer mFilmkritik

Für Fans von: „Grüne Tomaten“ und „Drei Farben – Weiß“
Deutsche Kinostart von „Polnische Ostern“: 12.05.2011

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Henry Hübchen, Grazyna Szapolowska, Paraschiva Dragus, Adrian Topol
Regie:
Jakob Ziemnicki

VN:F [1.9.22_1171]
Deine Filmbewertung:
Rating: 8.2/10 (5 votes cast)
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"Polnische Ostern" Filmkritik (Kino), 8.2 out of 10 based on 5 ratings

8 Replies to “„Polnische Ostern“ Filmkritik (Kino)”

  1. Danke, dass Du ausgehalten hast! Ich hoffe rückwirkend, hat sich dann auch einiges zusammengefügt, warum wir so gefilmt, inszeniert und vertont haben. Ich persönlich sehe den Film in ähnlicher Richtung wie „About Schmidt“, „Up in the air“… Aber in der Gesellschaft von „Grüne Tomaten“ und „Drei Farben – Weiß“ auch schön! Liebe Grüße!

    1. Wow! Also wenn Sie wirklich Jakob Ziemnicki sind, dann vielen Dank für das Hinterlassen eines Kommentars auf Filmfreek.de und wir fühlen uns mächtig geehrt! :mrgreen:

      Viel Erfolg weiterhin und es würde uns freuen öfters mal was von Ihnen zu hören 😉

  2. Hallo Herr Ziemnicki,

    Vielen Dank für Ihren Kommentar zu meiner Kritik. Ich muss Ihnen bei „About Schmidt“ und „Up in the Air“ zustimmen. Werde das nachher bei dem Artikel einfügen!

    Liebe Grüße mfilmkritik

  3. Bin zufällig auf „Polnische Ostern” gestoßen. Eine vielversprechende Preview. Werde mir den auf jeden Fall bald ansehen. Bin gespannt ob die Bewertung hält, was sie verspricht.

  4. Hallo erstmal .
    Ich kann mir denken das dieser kommentar reichlich spät ist allerdings bin och gerade im zdf auf den film gestoßen und habe ein ziemlich komisches gefühl über den ganzen film der ja anscheinend tolleranz schaffen soll etc. Ich persönliche finde es allerdings naja wie soll ich sagen mhh… angegriffen triffts ganz gut glaub ich, da ich Agnostischer atheist bin und ich diese „seite“ im film als sehr negativ dagestellt finde als wäre nur das christentum das einzig wahre (mögen ja manche denken allerdings ist diese einstellung nicht sehr tolerant) mir fällt da spontan die Szene ein in der die polnische familie sich so aufregt das mathilda nicht getauft ist. Und ja ich weiß das sogar Ostern im titel des films ist und das ich möglicher weise über reagiere
    Ps. Finde die idee des films ansich sehr gut(vlt. Da ich selbst aus einer polnisch deutschen Familie komme) und hätte mir eben nur gewünscht das religion nicht so stark eingebunden wird
    Pps. Hoffe der text war nicht zu lang
    Lg. Dominik

    1. Hey Dominik, nein der Text ist naütrlich nicht zu lange. Hier kann sich jeder austoben wie er will;)

      Danke für dein Feedback! Ich selbst habe den Film noch nicht gesehen (der Artikel wurde von einem Gastautoren verfasst), bekomme nach dem ganzen Input hier, aber immer mehr Lust darauf. Mein Interesse ist geweckt und ich werde ihn schon mal auf meine Watchlist packen.

      Hinterher geb ich natürlich auch gerne meinen Senf dazu….

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