‚Planet der Affen Prevolution‘ Filmkritik (Kino)


Planet der Affen Prevolution
Planet der Affen Prevolution

Selten hat mich ein zweiter Trailer zu einem Film so sehr in meiner Meinung beeinflusst wie bei “Planet der Affen Prevolution”. Nachdem ich vom ersten Teaser Trailer und Kinotrailer eher enttäuscht war bzw. der Film mein Interesse bei weitem nicht geweckt hatte, konnte der zweite Trailer voll und ganz überzeugen.

Und so kam es, dass ich meine Meinung dann doch noch geändert und mich für einen Kinobesuch zu „Planet der Affen Prevolution“ entschieden habe. Hinzu kamen doch die recht positiven allgemeinen Resonannzen.

Die Story siedelt sich vor den Ereignissen der alten Planet der Affen Filme an und zeigt die Ursache, wie es überhaupt zu einer Dominanz der Affen kommen konnte. Die Erklärung weicht dabei ein wenig von den Originalfilmen ab, fügt sich aber im Großen und Ganzen in das Gesamtbild ein.
Will ist Genwissenschaflter und arbeitet an einem Mittel um Alzheimer zu heilen, das er an Affen testet. Dieses Mittel fördert die Selbstregeneration des Gehirns und erreicht als “Nebeneffekt” eine Erhöhung der Intelligenz. Nach einem Vorfall im Labor wird die Abteilung jedoch geschlossen und alle Affen bis auf einen eingeschläfert. Will nimmt Caesar, den einzig überlebenden Affen aus der Versuchsreihe, mit nach Hause und zieht ihn groß. Dabei entwickelt dieser eine absolut überdurchschnittliche Intelligenz und nimmt schon bald eine ganz besondere Position zwischen Mensch und Tier ein.

Deutscher Trailer zu “Planet der Affen Prevolution”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=eUkpGTTDQKA[/youtube]

Filmkritik zu “Planet der Affen Prevolution”

Wie gesagt war ich zu Anfangs eher skeptisch, was den Film angeht. Im Nachhinein bin ich aber richtig froh, dass ich den Film doch noch im Kino gesehen habe. Für mich ist “Planet der Affen Prevolution” bisher der Blockbuster diesen Sommers.

“Planet der Affen Prevolution” ist nicht nur Effekthascherei und eine Aneinandereihung optischer Highlights, sondern überraschend emotional und 105 Minuten lang pure Unterhaltung. An dieser Stelle auch ein kleines Statement zur Spielfilmlänge. In Zeiten, in denen die Überlänge besonders bei Blockbustern schon fast Standard ist, reichen dem Film angenehme 1 ¾ Stunden und das bei einer Story die durchaus das Potenzial für mehr hätte. Danke dafür!

Zur Story selbst braucht man nicht allzu viel zu sagen. Immerhin handelt es sich um einen weiteren Teil der großen Planet der Affen Saga. Unrealistisch klar, aber das sei mal dahin gestellt. Denn die Story ist einfach Kult.

Im neusten Prequel wurde natürlich im Vergleich zu den Vorgängen alles auf den neusten Stand der Technik gebracht, allen voran die Animation der Menschenaffen.
Ich selbst habe wohl zu wenig Biologie studiert und bisher zu wenige Zoobesucher hinter mir, um mich als Profi für naturgetreue Affenbewegungen zu bezeichnen. Aber für mich als Laie sind die Affen rundum einfach genial umgesetzt worden. Tolle Leistung sowohl von Andy Serkis und den Animationskünstlern.
Nachdem Tim Burtons Remake von Planet der Affen ein großer Flop war, überrascht “Planet der Affen Prevolution” mit seiner durchaus sehenswerten Qualität.

Auf einer Internetzeitung habe ich gelesen, dass “Planet der Affen Prevolution” es angeblich schafft, die Zuschauer und somit die Menschen auf die Seite der Affen zu bringen und ihren eigenen Untergang zu bejubeln.
Dem kann ich nicht zustimmen. Klar es gibt im Film die ein oder anderen sadistischen Schweine, die Tiere quälen müssen. Aber am Ende handelt es sich dabei jedoch um eine kleine Handvoll Leute. Kein Grund die gesamte Menschheit zu verfluchen und schon gar keine Rechtfertigung für die animalische Gewalt der Affen gegenüber den Menschen. Ich möchte an dieser Stelle auch kurz die alten Filme in Erinnerung rufen, in denen die Menschen in Käfigen und als Diener gehalten werden. Die Affen in “Planet der Affen Prevolution” sind in meinen Augen ganz klar die “Bösen”.

Ob ein solches Prequel wirklich nötig war, sei mal dahin gestellt. Doch nun da das finale Produkt zu sehen ist, macht „Planet der Affen Prevolution“ durchaus Spaß, ist unterhaltsam und einen Kinobesuch allemal wert.

8 von 10 Freeks
Darsteller:
James Franco, Andy Serkis, Freida Pinto, John Lithgow, Tom Felton
Regie:
Rupert Wyatt

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'Planet der Affen Prevolution' Filmkritik (Kino), 9.5 out of 10 based on 6 ratings

4 Replies to “‚Planet der Affen Prevolution‘ Filmkritik (Kino)”

  1. Würde eigentlich nicht sagen, dass die Affen die „Bösen“ in dem Film sind. Genau so wenig, wie die Menschen die „Bösen“ sind.

    Durch Caesar Inteligenz merkt er jedoch, dass seine Artgenossen und er ungerecht behandelt werden. Ich denke eher er möchte, genau wie die Menschen, so leben wie er will – ohne in einem Käfig gehalten zu werden.

    Ohne zu viel zu Spoilern, merkt man eigentlich auch an Caesar’s Anweisungen an die anderen Affen, dass er eigentlich nichts „böses“ im Sinn hat, außer seine Freiheit zu erlangen.

    1. Gut „Die Bösen“ war vielleicht etwas übertrieben und auch nicht so negativ gemeint wie es klingt. Ich gebe dir vollkommen recht, dass in Prevolution zumindest Caesar niemandem etwas antun möchte.
      Dennoch, auch mit Hinblick auf die zukünftigen Entwicklungen, die wir in den alten Planet der Affen Filmen sehen, sind die Aussagen ziemlich eindeutig und stellen die Affen nun mal als Bedrohung dar.

  2. Okay okay, Du hast mich überzeugt. ich rätsel nämlich sachon die ganze Zeit ob ich ihn mir ansehen soll, oder nicht. Nach Deiner guten Kritik werde ich es jetzt tun. Herzlichen Glückwunsch!

    1. 😀 Zunächst einmal freut es mich, die „überzeugt“ zu haben aber ich hoffe nun, dass der Film auch deinen Erwartungen entspricht.
      Würde mich freuen, dann an dieser Stelle wieder etwas von dir zu hören/ lesen.

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