‚Meine erfundene Frau‘ Filmkritik


Ja, ich würde mich fast schon als Fan von Adam Sandler bezeichnen. Viele Filme habe ich mir einfach nur angeguckt, weil Adam Sandler darin mitspielt. Das muss nicht heißen, dass ich alle diese Filme gut finde beziehungsweise die schauspielerischen Fahigkeiten von Adam Sandler ganz besonders schätze. Zugegeben, für manch einen Film muss man sich als Fan zwar schon fast schämen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wenn ich ehrlich sein soll, ein paar der Filme gefallen mir überhaupt nicht, wie zum Beispiel „Waterboy“ oder „Little Nicky“ und auch der doch sehr spezielle und derbe Humor, für den Sandler überall bekannt ist, ist nicht unbedingt meine Geschmacksrichtung. Dennoch möchte ich mich als Fan bezeichnen und so wage ich mich immer wieder an seine neuen Filme in stiller Hoffnung, dass es sich dabei mal wieder um eines seiner Sahnestücke à la „Wedding Singer“, „Big Daddy“ oder „Reign over me“ handelt.

Nun ist mit “Meine erfundene Frau” solch einne weitere Sandler-Komödie in den Kinos zu sehen gewesen und dieses Mal sogar mit einer äußerst ansehnlichen Jennifer Aniston in der weiblichen Hauptrolle. Also gar nicht mal so schlechte Voraussetzungen.

Der Schönheitschirurg Danny Maccabee hat für sich selbst die Ring-Masche entdeckt, um damit bei Frauen zu landen. Als angeblich unterdrückter Ehemann bekommt er auf diese Tour Frau um Frau ins Bett. Als er dann jedoch seiner wahren Traumfrau begegnet, steht ihm diese Masche im Weg und sorgt dafür, dass Danny sich von einer Notlüge in die nächste flüchtet. Um diese Beziehung zu retten, geht es nun darum das Konstrukt aus Lügen mit Hilfe seiner Asisstentin Katherine so gut es geht aufrechtzuerhalten.

Deutscher Trailer zu “Meine erfundene Frau”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7MJKoqQwz-Y[/youtube]

Filmkritik zu „Meine erfundene Frau“

Adam Sandler spielt Danny, einen Frauenaufreißer und absoluten Macho. Und so haben oberflächliche Machosprüche und dazu passender Wortwitz den ganzen Film über die Oberhand. Optisch wurde passend dazu Brooklyn Decker als Danny’s Traumfrau gecastet, die wohl den feuchten Traum vieler Männer verkörpert. Und genau diesen Stil bleibt der Film treu und zieht es fast volle 2 Stunden durch – wer’s mag…

Für große Skepsis sorgte bei mir die weit -sehr weit- hergeholte Story.
Obwohl, eigentlich ist es nicht die Story an sich, die mich stört. Die Grundidee ist OK und unterhaltsam und hätte durchaus eine gute Romantikkomödie abgeben können. Aber in den Details bleibt nur ein fassungsloses und genervtes Kopfschütteln zurück. Höhepunkt ist wohl eindeutig der abscheuliche und irgendwie deplatzierte österreichische Akzent von Dannys bestem Freund, der schon nahezu an Folter grenzt.

Meine erfundene Frau“ basiert auf dem Theaterstück „Die Kaktusblüte“, welches bereits 1969 mit Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn verfilmt worden ist. Wobei ich mich frage, ob diese Version genau die gleichen Schwerpunkte setzt, wie die neuste Verfilmung. Ich werde der Sache auf den Grund gehen und dann selbstverständlich berichten.

Trotz all der Schwächen hat “Meine erfundene Frau” aber durchaus Höhepunkte. Nicole Kidmans kleine aber feine Nebenrolle beispielsweise oder aber die Tatsache, dass, je länger der Film andauert, sich das Oberflächliche immer weiter zurückzieht und die Darsteller des Films dadurch Stück für Stück sympathischer werden.

Als kleines Schlussfazit bleibt zu sagen, dass „Meine erfundene Frau“ nicht unbedingt zu Sandlers besten Projekten zählt, es aber durchaus weniger sehenswerte Filme gibt. Wer Sandler kennt, weiß worauf er sich bei diesem Film einlässt.

4 von 10 Freeks
Dartsteller:
Adam Sandler, Jennifer Aniston, Brooklyn Decker, Nick Swardson
Regie:
Dennis Dugan

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