„Megamind“ Filmkritik


Megamind
Megamind
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Animationsfilme erleben bereits seit ein paar Jahren ein absolutes Hoch, dass wohl auch noch viele weitere Jahre anhalten wird. Insbesondere, wenn weiterhin so gelungene Filme wie “Megamind” produziert werden.
Der allgemeine Erfolg der animierten Blockbuster ist in erster Linie wohl der modernen Technik zuzuordnen, aber ohne die kreativen Köpfe dahinter, die ihre Arbeit mit sehr viel Liebe zum Details erledigen, könnte auch die tollste Technik keinen Blockbuster produzieren.

Megamind” mag vielleicht an der ein oder anderen Stelle an seinen Konkurrenten “Ich – Einfach unverbesserlich” erinnern, ist dann jedoch wieder ganz anders.

Die Rivalität zwischen Megamind und Metro Man besteht bereits seit die beiden „Außerirdischen“ als Babys auf der Erde gelandet sind.
Über die Jahre wurde deren Schlagabtausch zu einem fast schon berechenbaren Kräftemessen, bei dem meist Megamind den Kürzeren zog und Metro Man als Held von Metro City gefeiert wird. Doch dann kommt alles ganz anders: Megamind gelingt der Todesstoß gegen seinen Nemesis. Die anfängliche Euphorie legt sich jedoch wieder sehr schnell und Megamind muss entdecken, wie langweilig und sinnlos das Leben eines Bösewichts ist, wenn niemand da ist, der ihn versucht aufzuhalten.

Deutsche Trailer “Megamind”



Wie nicht anders zu erwarten war, hat Dreamworks mit „Megamind“ mal wieder einen tollen Unterhaltungsfilm mit absolut überzeugenden Animationen vorgelegt. Natürlich ist von den Machern der “Shrek” Reihe, „Madgaskar“ und “Kung Fu Panda” nichts anderes zu erwarten, aber gerade dann, ist es immer wieder eine Herausforderung den Erwartungen auch gerecht zu werden.

Die einzelnen Figuren sind eher in einem Comic-Stil gehalten, die Landschaften und Gebäude jedoch, kommen denen der Realtiät bereits sehr nahe. So vergisst man bei der ein oder anderen Einstellung, insbesondere bei den Stadtbildern, schon fast, dass es sich um einen Animationsfilm handelt.

Nach einem absolut starken Beginn in einem, bei mir immer wieder sehr willkommenen Erzählstil, kommen etwa zur Hälfte des Films leider leichte Schwächen auf, die aber durch einen guten Handlungsstrang wieder ausgebügelt werden und so gewinnt “Megamind” nochmals an Fahrt und liefert ein tolles und spannendes letztes Drittel ab.

Die zu Anfangs stereotypisch überzogenen Charaktere erfüllen jedes Klischee, das man nur haben kann, entwickeln sich jedoch während des Films Stück für Stück weiter, so dass sie sich nicht mehr so leicht in eine Schublade packen lassen.

Megamind” hat einen nahezu bissigen und immer wieder reichlich ironischen Humor und ist so nicht nur gute Unterhaltung für die jüngeren Zuschauer, sondern ist auch an Erwachsene Animationsfilmliebhaber addressiert.

6 von 10 Freeks

Regie:
Tom McGrath

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"Megamind" Filmkritik, 6.7 out of 10 based on 3 ratings

3 Replies to “„Megamind“ Filmkritik”

    1. Ja wir scheinen uns ja wirklich relativ einig zu sein, was die Kritiken für „Megamind“ angeht. Und ich stimme dir voll und ganz zu, dass „Ich – Einfach unverbesserlich“ noch etwas besser ist….

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