Filmkritik zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2


Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2
© 2011 Warner Bros. Ent.

Aus. Schluss. Vorbei. Das war’s. Nach ziemlich genau 10 Jahren läuft nun mit “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2” der letzte Teil der großen Buchreihe in den deutschen Kinos.
Ich möchte nicht behaupten, dass mich die Filmreihe von Anfang an gefesselt hat, aber zumindest die Handlung rund um Severus Snape (absolut genial gespielt von Alan Rickman), hat mich in ihren Bann geschlagen und mein Interesse geweckt. So war es zwar nicht der Fall, dass ich das Ende kaum erwarten konnte, aber ich war durchaus daran interessiert, zu erfahren, wie es nun weitergeht.

Jetzt, knapp 3 Wochen nach Kinostart von „Harry Potter un dide Heiligtümer des Todes 2”, habe ich mich dann auch endlich ins Kino begeben und das groß angekündigte Finale in 3D angeguckt.

Nachdem Voldemort sich den Elderstab angeeignet hat, wird die Zeit immer knapper und Harry, Hermine und Ron müssen schnellstens die restlichen Horkruxe zerstören, um Voldemorts Seele und dadurch auch ihn selbst zu töten. Das finale Duell der beiden Gegenspieler ist dabei wohl unausweichlich und so trifft abermals das Gute auf das Böse, um in einer entscheidenden Schlacht das Schicksal aller zu bestimmen.

Deutscher Trailer zu „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=f3X22E_WB-o[/youtube]

Filmkritik zu „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2“

Schwierig diesen Film tatsächlich einzeln zu bewerten. Denn “Harry Potter 7.2“ funktioniert ohne seine Vorgänger nicht mal ansatzweise. Gibt es Fortsetzungen bei denen gewisse Grundkenntnisse kaum benötigt werden, stellt dieser Teil das wahre Gegenteil dar. Ohne das Wissen der Vorgänger, insbesondere des 7.1, macht das Finale sehr wenig Sinn. Wie soll es auch anders sein, hat man doch den 7. Band in zwei Teile aufgeteilt.

Wie, frage ich euch also, soll man einen Teil bewerten, der eigentlich nur die logische Schlussfolgerung aus seinen Vorgängern ist?! Doch nur in dem man auch die Vorgeschichte mit berücksichtigt und „Harry Potter 7.2“ in einen Gesamtzusammenhang stellt. Und genau das halte ich mir im Hinterkopf, während ich diese Filmkritik nun schreibe.

Seit Regisseur David Yates die Verfilmung der Buchreihe übernommen hat, wurde „Harry Potter“ immer dunkler, immer besser und immer weniger ein Kinderfilm. Gut dass die Regisseure nicht weiter durchgewechselt worden, denn in meinen Augen hat genau dies die Reihe vor einem Flop beziehungsweise vor der unbedeutenden Durchschnittlichkeit bewahrt.

Zusammengefasst möchte man fasst behaupten, 7.2 ist der große Bruder von 7.1.
Nach gekonntem Vorgeplänkel fokussiert sich nun alles auf das letzte Duell zwischen Voldemort und Harry Potter, die damit einhergehende Schlacht und die Zerstörung der letzten drei Horkruxe.
Klar könnte dies auch ein ehrenhaftes Duell zwischen den beiden Protagonisten werden, aber wie es in solchen Filmen nun mal üblich ist, schart jeder der beiden seine Gefolgsleute/ Anhänger hinter sich und so kommt es zu einem durchaus spektakulären und sehenswerten Angriff auf die Zauberschule Hogwarts.

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2“ bietet ein tolles Finale, mit viel Gefühl aber auch Spannung und das trotz der Tatsache, dass man tief im Innern, selbst wenn man die Bücher nicht gelesen hat, schon immer wusste, wie der FIlm ausgehen wird. Da wird der Filmreihe wohl oder übel die Vorlage zum Verhängnis, die nun mal ein Kinder-/ Jugendbuch ist und wenig Raum für Neues bietet.

Einziges wirkliches Manko, was vor allem mich, als Nicht-Buch-Kenner betrifft, man wird direkt in den ersten Minuten, ohne Wenn und Aber in die Welt von Harry Potter katapultiert. Kein vorsichtiger Einstieg, kein typisches Einführen der Charaktere. Klar, nach sieben Teilen sollte man die Protagonisten mittlerweile kennen, aber da werden gleich in den ersten Minuten schon wieder Namen, Orte und Gegenstände genannt, die ich als Laie erstmal verarbeiten und zuordnen muss.
Dies ist mir leider nicht wirklich gelungen, aber irgendwann im Laufe der ersten 30 Minuten des Films hatte ich mich wieder an all die Beonderheiten gewöhnt und kam mit dem Gauderwelsch einigermaßen zurecht.
Obwohl es sich also um ein kleines Manko handelt, muss man dies jedoch auch positiv hervorheben. Kein lästiges Zusammenfassen à la “was bisher geschah”, sondern direkt ab ins Geschehen und weitererzählt.

Folge: Die nicht zu unterschätzenden 140 Minuten vergehen wie im Flug.
Langeweile: Fehlanzeige!
Zeit für Pinkelpausen: Fehlanzeige!
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2“ ist tatsächlich gute Unterhaltung mit großer Action, etwas Witz und viel Gefühl. Nicht der beste aber Teil, aber durchaus ein angemessener Abschluss.

7 von 10 Freeks
Darsteller:
Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Ralph Fiennes, Alan Rickman
Regie:
David Yates

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8 Replies to “Filmkritik zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2”

  1. Du hast Harry Potter nicht gelesen? o.O Das musst du aber unbedingt mal nachholen.
    Und heißt das auf Deutsch echt „Elderstab“?
    Und das „was bisher geschah“ fehlte mir wirklich, ich habe 7.1 im Kino gesehen und danach nicht mehr, ich hatte am Anfang von 7.2 überhaupt keine Ahnung, was da passiert, wie die da hin gekommen sind und überhaupt. Die 1-2 Minuten extra hätten auch keinem weh getan.

    1. Nein, hab ich nicht gelesen. Weiß noch nicht, ob ich wirklich was damit anfangen kann…
      Und ja, es heißt wirklich Elderstab. Siehe hier: http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Elderstab

      Hmmm…ich gebe dir recht. Da ich mir 7.1 erst vor einer Woche nochmals angeguckt hatte, war noch relativ viel parat. Aber ich kann nachvollziehen, dass wenn 1 Jahr dazwischen liegt, das ganze etwas schwieriger werden könnte.

      Was war denn dein finales Voting für den Film?

    1. Recht haste! Teil 3 ist auch für mich noch immer der beste. Insgesamt ist es zwar nicht meine Lieblingsreihe, aber wenn ich mich für einen der Teile entscheiden müsste, wär es dieser.

  2. Na dann habe ich ja noch was vor mir….denn bis jetzt hatte ich noch nicht die Zeit dafür. Ist halt nur die Frage 3D oder nicht? Ich denke allein schon der Action wegen wäre 3D interessanter, oder

    Gruß

    1. Ganz ehrlich: 3D wurde bei Harry Potter 7.2 sehr dezent eingesetzt. Klar gibt es wieder die in die Kamera fliegenden Teile etc. aber ich denke, dass das Finale auch wunderbar ohne 3D ausgekommen wäre.
      Letztendlich deine Entscheidung, aber meiner Meinung nach sind die 3€ draufzahlen kein Muss.

  3. Ich liiiiiebe Harry Potter und bin damit groß geworden :mrgreen: Ich finde es aber total traurig das es jetzt vorbei ist…Aber wenigstens hat Harry Potter nochmal Preise abgestaubt, und zwar gleich 7 Stück ! 😀 Bei den Teen Choice Awards 😀

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Mittlerweile 3 Wochen an der Spitze. Es scheint als könnte für den Moment niemand "Harry Potter 7.2" das Wasser reichen....

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