Filmkritik ‚World War Z‘ (Blu-ray)


World War Z
World War Z

World War Z“ ist eigentlich nur einer von vielen Zombiefilmen – wenn da nicht Brad Pitt in der Hauptrolle wäre. Für viele, so auch für mich, ist dies wahrscheinlich der erste und einzige Grund sich diesen Film anzugucken. Mit Sicherheit hätte der Film ohne diesen Hollywoodstar ein tristes Dasein zwischen „Zombieland“ und „28 Days Later“ im DVD Regal der Videothek geführt.

Marketingtechnisch geschickt gelöst ist es auch weder im Titel noch auf dem Cover irgendwas von Zombies, Untoten oder ähnlichem zu erwähnen. Auch die Worte in der Zusammenfassung auf dem Cover und die Szenen im Trailer sind bewusst gewählt. Es gab nicht wenige in meinem engeren Bekanntenkreis denen nicht bewusst war, dass es sich bei „World War Z“ tatsächlich um einen Zombiefilm handelt. Manche bekamen gar erst bei Sichtung des Films die Offenbarung.

Die Weltbevölkerung wird von einem, sich extrem schnell verbreitenden, Zombie- Virus bedroht. Gerry Lane, Mitarbeiter der UN ist mit seiner Familie mitten drin, als der Virus Amerikas Großstädte erreicht. Nur mit Mühe und Not entkommt er dem sicheren Tod und muss sich nun an die gefährliche Aufgabe machen, dem Ausbruch des Virus auf den Grund zu gehen. Nur so kann ein wirksames Gegenmittel gefunden werden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem er dem Tod nicht nur einmal entrinnen muss.

Deutscher Trailer zu „World War Z“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=97iM0_uSOso[/youtube]

Filmkritik „World War Z“

World War Z“ ist eine Ein-Mann-Show mit ziemlich guten CGI Effekten und einigen spannenden Momenten. Die unterschiedlichen Settings überzeugen durch komplett unterschiedliche Atmosphären, die gekonnt darüber hinwegtäuschen, dass sich doch grundsätzlich immer das gleiche abspielt.

Was Brad Pitt alias Gerry Lane alles überlebt, während um ihn herum Tausende ja Millionen von Menschen sterben und/ oder infiziert werden, ist schon ziemlich beeindruckend. Es grenzt leider zu oft auch schon ans Lächerliche und gipfelt letztendlich mit der Flugzeugszene. Aus Spoilergefahr werde ich darauf nun nicht weiter eingehen, aber ihr werdet wissen was ich meine, wenn ihr den Film gesehen habt.
Am Ende ist es insgesamt einfach alles ein wenig zu viel.

„World War Z“ ist im Prinzip eine ganz nette Zombie-Action-Unterhaltung, die jedoch nicht viel Neues bietet. Wer sich dann hinterher noch ein bisschen Zeit nimmt und in den Extras rumstöbert, wird mit einem sehenswerten Making Of belohnt. Dieses ist zwar nicht sehr lang, aber erlaubt interessante Einblicke hinter die Kulissen. insbesondere was CGI-Effekte und Settings angeht. Es ist doch immer wieder beeindruckend, was vor allem an Computereffekten wieder mal geleistet worden ist.

Ich denke, ich muss mich an dieser Stelle bei all denjenigen bedanken, die durch schlechte Kritiken und miese Kommentare meine Erwartungen zum Film runtergeschraubt haben. Denn nur so konnte ich ansatzweise positiv überrascht werden.

World War Z“ hatte bereits am 07.11.2013 seinen DVD und Blu-ray Start. Für Einsteiger des Genres lohnt sich ein Blick, man darf aber weder zu viel erwarten noch ein allzu großes Faible für Logik haben. Und nicht vergessen, es ist immer noch ein Zombiefilm. Wer fragt da schon nach Logik?!

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Brad Pitt, Mireille Enos, Daniella Kertesz
Regie:
Marc Forster

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Rating: 6.7/10 (3 votes cast)
Filmkritik 'World War Z' (Blu-ray), 6.7 out of 10 based on 3 ratings

2 Replies to “Filmkritik ‚World War Z‘ (Blu-ray)”

  1. Gegen Romeros Urzombies sind diese Nachfolger allerdings sehr weichgespült. Immer wenn es richtig zur Sache geht, setzt Mark Forster filmtechnische Mittel dagegen, wie Schnitt oder eine Blende, und nimmt damit das Grauen ein bisschen heraus.
    Das ist aber trotzdem gelungene Unterhaltung. Und man wird bei dem Schluss den Verdacht nicht los – gibt das eventuell eine Fortsetzung?
    100 Minuten – fast ein Film für die ganze Familie.
    😳

    1. 🙂 Aber auch nur „fast“;)

      Und ja, das mit den technischen Tricksereien, um das blutige aus einem Zombiefilm zu entfernen ist mir auch aufgefallen. Geschickt gelöst, aber es fällt trotzdem auf.

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