Filmkritik ‘World Invasion: Battle Los Angeles’


World Invasion: Battle Los Angeles
World Invasion: Battle Los Angeles

Mal ganz abgesehen davon, dass mich der Filmtitel in den unterschiedlichen Versionen mal wieder total verwirrt, zeigte der Trailer zu “World Invasion: Battle Los Angeles” durchaus Potenzial für eine gute Abendunterhaltung.

Doch zunächst einmal kurz zurück auf das Thema Filmtitel. Meiner Meinung nach hat sich da der deutsche Verleih, oder wer auch immer dafür zuständig ist, selbst übertroffen. In den USA lief der Film unter dem Originaltitel “Battle Los Angeles”. Zwar Englisch aber für jeden verständlich. Der deutsche Verleih hat es nach intensiven Brainstorming geschafft, daraus den viel verständlicheren und sowieso viel besseren Titel “World Invasion: Battle Los Angeles” zu machen. Ich hoffe die Ironie an dieser Stelle ist für alle offensichtlich. Die genaue Absicht hinter dieser Abänderung bleibt mir schleierhaft.
Wie schon häufig zuvor plädiere ich dafür, entweder tatsächlich deutsche Titel oder aber direkt den Original US Titel zu verwenden. Diese englischen Umformulierungen machen absolut keinen Sinn.

Egal, zurück zum Film.
Mehr oder weniger aus dem Nichts werden Los Angeles und andere Großstädte rund um die Welt von einem Meteoritenschauer bedroht. Zu spät stellt sich heraus, dass es sich dabei gar nicht um Gesteinsbrocken handelt, sonder um eine außerirdische Invasion. Schnellstmöglich wird das Militär mobilisiert, doch der Kampf scheint nahezu aussichtlos angesichts der technischen Überlegenheit der außerirdischen Zivilisation.

Deutscher Trailer “World Invasion: Battle Los Angeles”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Oh7Bsgt2fvw[/youtube]

Filmkritik zu “World Invasion: Battle Los Angeles”
Statt in außerirdische und unbekannte Sphären zu ziehen oder Schlachten in Fanatsywelten zu schlagen, die unserer Erde ganz ähnlich sind, geht Hollywood wieder dazu übe,r unseren Heimatplaneten und reale Orte zum Schauplatz des Krieges und Terrors zu machen.
Nach den Terroranschlägen in New York war dies zunächst ein großes Tabu- Thema und es hat lange Zeit gedauert, bis amerikanische Großstädte wieder filmisch dem Erdboden gleich gemacht werden durften. Spätestens mit “Transformers 3” und dessen finaler Schlacht in einem nahezu gänzlich zerstörten Chicago, wurde dieses Tabu jedoch wieder gebrochen.
“World Invasion: Battle Los Angeles” führt dies fort und macht dieses Mal das sonnige Los Angeles zum Schauplatz einer Alieninvasion. Und so viel sei verraten, so schnell wie hier, wurde eine Stadt in einem Film nur selten dem Erdboden gleich gemacht.

Die Feindkontakte sind, vor allem zu Beginn des Films, meist heftig und nur sehr kurz, so dass die Aliens an sich kaum gezeigt werden und man immer nur einen kurzen Blick auf die fremden Gestalten erhaschen kann. Möglicherweise einfach nur ein simpler Trick, um die eher schlechte visuelle Umsetzung eben dieser ein wenig zu verschleiern. Denn “World Invasion: Battle Los Angeles” erinnert von seinen Spezialeffekten her eher an einen unterdurchschnittlichen “Skyline” als an einen überragenden “Transformers”.

Verwackelte Kameras, ein zu erwartendes Ende, stereotypische Charaktere und deren entsprechende Entwicklung, ein Held und aufopfernde Kameraden, “World Invasion: Battle Los Angeles” kombiniert vieles bereits bekanntes und hält sich mit Innovationen stark zurück.

Dadurch kommt eine ganz nette Abendunterhaltung zustande, nicht mehr und nicht weniger. Aktuell würd ich sagen, dass mir der Film wohl nicht länger als ein paar Wochen in Erinnerung bleibt, wenn überhaupt, um dann gänzlich in Vergessenheit zu geraten.

5 von 10 Freeks
Darsteller:
Aaron Eckhart, Michelle Rodriguez, Bridget Moynahan
Regie:
Jonathan Liebesman

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Rating: 5.0/10 (1 vote cast)
Filmkritik ‘World Invasion: Battle Los Angeles’ , 5.0 out of 10 based on 1 rating

2 Replies to “Filmkritik ‘World Invasion: Battle Los Angeles’”

  1. Aehnlich sehe ich das Ganze auch. Die Action ist sogar nur stellenweise ganz nett, ansonsten ist der Film einfach unglaublich vorhersehbar, was dazu fuehrt, dass die Charaktere irgendwann anfangen zu nerven. Man wartet, bis endlich das nach 30 Minuten Laufzeit eratene Ende eintritt und Schluss mit dem Geplenkel dazwischen ist. Von mir gibts nur 4/10

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