Filmkritik „Wild Card“ (DVD)


Wild Card
Wild Card

Nach seinem durchaus sehr sehenswerten Ausflug in den „Fast & Furious“-Franchise ist Jason Statham nun wieder zurück zu Hause und arbeitet weiter am Ausbau seiner Filmografie. Das bei der großen Anzahl an Produktionen auch mal nur Mittelmaß dabei ist, überrascht also nicht. Aber auch ein Statham-Mittelmaß kann für eine Abendfüllende Unterhaltung ausreichend sein.

Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen, „Wild Card“, der seit dem 31.07.2015 auf DVD, Blu-ray und als Video on Demand verfügbar ist, ist eben einer dieser mittelmäßigen Filme.

Nick Wild ist ein Teil von Las Vegas und Las Vegas ist ein Teil von ihm. Durch seine besonderen Fähigkeiten hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, doch der große Absprung raus aus der Stadt will ihm, als notorischen Spieler, nicht so richtig gelingen. Als sich dann ein Kleinganove an dem falschen Mädchen vergreift, erteilt Nick ihm eine Lektion und legt sich dadurch mit dem lokalen Mafiaboss an. Ein schwerwiegender Fehler, der ihm schlussendlich das Leben kosten kann.

Deutscher Trailer zu „Wild Card“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=BEq3MSwf6z8[/youtube]

Filmkritik „Wild Card“

Es wird auf dem Cover zu „Wild Card“ angepriesen und tatsächlich, die Action-Szenen sind richtig gut choreografiert. Blöd ist nur, dass es von diesen Actionsequenzen leider nur 3 im gesamten Film gibt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich sie noch ein wenig bewusster genossen. Die Zeitlupeneinlagen kennen wir bereits aus anderen Filmen wie „Sherlock Holmes“ und werden auch hier wieder kombiniert mit weitestgehend klassischem Faustkampf, erfüllen aber ihren Zweck und fügen sich gut in das Gesamtbild. Als kleine Vorwarnung wäre noch zu erwähnen, dass es dabei durchaus blutig zur Sache geht.

Die Entwicklung der Charaktere folgt einem Hergang, den wir aus früheren Filmen nur zu gut kennen. Ein Evergreen sozusagen. Man ist sich jederzeit darüber bewusst dass Statham das Kind schon schaukeln wird, auch wenn es verhältnismäßig oft betont wird, dass er sich doch aus allem raushalten will. Aber wem will er da was vormachen?!
Etwas verwirrt bin ich dann doch über den Handlungsstrang, der nicht mit dem üblichen Muster Einführung, Aufbau, Höhepunkt, Ende daher kommt. Nach einer recht schnellen Einleitung dümpelt der Film so vor sich hin, bis er dann mit einem „Final Showdown“ endet, den ich erst im Nachhinein als solchen erkannt habe.

Insgesamt überrascht „Wild Card“ mit einem recht hohen Anteil an Drama – vor allem für Statham-Verhältnisse. Die meiste Zeit über funktioniert das auch ganz gut, doch auf Dauer will man dann doch eher wieder die Fäuste fliegen sehen.

Es mag einer der typischen Statham-Filme sein, aber er siedelt sich eher im oberen Drittel an und er punktet vor allem mit den Besetzungen in den Nebenrollen. Wie ich wieder mal festgestellt habe, mit jedem Jahr das vergeht, gefällt mir Stanley Tucci ein klein wenig mehr. Toller Typ, toller Schauspieler.
Während ich selbst das Action-Drama „Wild Card“ als soliden Statham-Film bezeichnen würde, der das bietet was man erwartet, habe ich aus anderen Ecken schon vernommen, dass es „nicht mein Film“ ist. Insofern, auch wenn ich glaube, dass man mit diesem Film nichts falsch machen kann, erwartet einfach nicht zu viel.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Jason Statham, Michael Angarano, Dominik García-Lorido

Regie:
Simon West

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Filmkritik "Wild Card" (DVD), 6.0 out of 10 based on 1 rating

One Reply to “Filmkritik „Wild Card“ (DVD)”

  1. Jason Statham ist einer meiner Lieblingsdarsteller, mit Filmen wie der Transporterreihe oder Crank fand ich ihn immer besser. Wie oben schon beschrieben zähle ich „Wild Card“ auch eher zu einem seiner mittlmäßigen Filme, dennoch fehlt er nicht in meiner Sammlung.

    LG

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Aufmerksame Leser des Filmfreek Filmblogs - wirklich nur sehr, sehr aufmerksame Leser...also wahrscheinlich nur ich selbst - werden an dieser...

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