Filmkritik ‘Trespass’ (DVD)


Trespass
Trespass

Das Nicolas Cage leichte Geldprobleme hat, ist mittlerweile wohl kein großes Geheimnis mehr. Dass sich dies auf die Auswahl seiner Filmprojekte auswirkt ist nur zu gut nachzuvollziehen, denn irgendwie muss das Geld ja schließlich wieder rein kommen.
Anders ist sein Mitwirken an filmischen Low-lights wie “Drive Angry 3D”, “Der letzte Tempelritter” oder eben “Trespass” nicht zu erklären.

Regielegende Joel Schumacher, der eigentlich für seine gelungenen Thriller wie “8mm – Acht Millimeter”, “Nicht auflegen” und “Number 23” bekannt ist, präsentiert uns nun diesen so genannten Suspense- Thriller. Dabei handelt es sich in der Regel um verschachtelte Filme mit einigen Wendungen, so dass am Ende nichts mehr so ist wie es scheint.

Der Diamantenhändler Kyle Miller und seine Frau Sarah werden in ihrer Villa überfallen. Die Lage spitzt sich zu, als Kyle sich weigert, den Safe mit der begehrten Beute zu öffnen. Während die XX versuchen Kyles Tochter als Durckmittel zu nutzen, glaubt Sarah einen der Maskierten wiederzuerkennen. Ein gefährliches Spiel auf Leben Tod beginnt, um aus dieser brenzligen Situation

Deutscher Trailer “Trespass”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-jy7laNesG4[/youtube]

Filmkritik zu “Trespass”

Ich habe etwas gebraucht, um das in Worte zu fassen, was den Film wirklich ausgemacht hat. Letztendlich denke ich, dass die folgende Beschreibung es ziemlich gut auf den Punkt bringt: der gesamte Film wirkt irgendwie lieblos umgesetzt, so als wäre er mal schnell nebenbei abgedreht worden.

Dies spiegelt sich vor allem bei den beiden Hauptdarstellern Nicolas Cage und Nicole Kidman wieder. Diese wirken in “Trespass” die meiste Zeit Fehl am Platze, so als wären sie fast schon gezwungen worden in diesem Film mitzuspielen. Die Charaktere wirken einfach zu aufgesetzt, als das man ihnen die Rolle wirklich abnimmt.
Es handelt sich sowohl bei Kidman als auch bei Cage immerhin um Oscar-Preisträger, wovon aber “Trespass” nichts zu spüren.
An dieser Stelle soll kurz erwähnt sein, dass Nicolas Cage für seine Performance in “Trespass” immerhin für die Goldene Himbeere, der Auszeichnung für schlechte schauspielerische Leistungen, nominiert worden ist.

Drehbuchautor Karl Gajdusek hat in seinem Erstlingswerk den Schwerpunkt ganz klar auf überraschende Wendungen gelegt, die er den ganzen Film über, fast schon bis zur Extase zelebriert.
Durch zugegebenermaßen gut umgesetzte Rückblenden, die immer nur Häppchenweise präsentiert werden, erschließt sich dem Zuschauer das Gesamtbild nur schleichend und Stück für Stück.

Der einzige Charakter, der mich wirklich interessiert hat, und dem ich die Rolle auch über die gesamten 90 Minuten des Films abgenommen habe, ist die des psychisch “leicht” angeknacksten Jonah, gespielt von Cam Gigandet. Ein kleines Highlight in einem sonst nur so dahin plätscherndem Hollywood-Flop.

Es ist nicht so, dass ich den Film absolut nicht leiden kann, es ist viel mehr, dass “Trespass” mich zeitweise einfach gelangweilt hat und es mir irgendwann fast schon egal war, wie dieser Film ausgeht. Und das ist wohl etwas, das vor allem bei einem Thriller mit solch einem Plot nicht vorkommen sollte.

Mein persönlicher Tipp: dann doch lieber nochmal David Finchers “Panic Room” in den DVD Spieler einlegen oder einen von Schumacher’s Klassikern genießen.

Für alle anderen, sie sich von “Trespass” doch noch selbst überzeugen wollen, der Film ist bereits seit Februar auf DVD und Blu-ray erhältlich.

4 von 10 Freeks
Darsteller:
Nicolas Cage, Nicole Kidman, Cam Gigandet
Regie:
Joel Schumacher

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