Filmkritik „Transformers: Ära des Untergangs“ (Blu-ray)


Selten gibt ein Filmtitel selbst eine so zutreffende Steilvorlage wie in diesem Fall. „Transformers – Ära des Untergangs„…das sagt im Prinzip tatsächlich schon alles aus, was man über den 4. Teil des „Transformers“- Franchise wissen muss.
Zwar liefert Michael Bay die gewohnt state-of-the-art Leistungen im Bereich Design und Effekte, aber es fängt bereits bei den Sound FX des Films an. Hier muss man sich als Fan der Reihe erstmal von den klassischen Transformationen und dem damit verbundenen und vor allem so bekannten Sound verabschieden, der uns vom ersten Moment an in Mark und Bein übergegangen ist. Denn durch die neue Generation der Transformers schwirren nun einzelne Partikel und Töne durch die Luft, die so gar nichts mit dem brachialen Sound der Vorgänger zu tun haben. Und das ist erst der Anfang.

Noch einmal müssen Mensch und Maschine zusammenarbeiten, um den Untergang der Erde zu verhindern. Doch vieles hat sich geändert seit der großen Schlacht in Chicago und die Führungselite der US Regierung hat ihr Vertrauen in die Autobots verloren. Es wird nun Jagd auf sie gemacht, um die Gefahr der außerirdischen Bedrohung vom Planeten Erde zu entfernen. Doch stecken hinter all dem, vielleicht ältere und dunklere Mächte als es den Anschein macht? Es bleibt nicht viel Zeit, um die Kampfstärken der Menschen und Autobots wieder vereinen und sich dem mächtigen Feind zu stellen.

Deutscher Trailer zu „Transformers: Ära des Untergangs“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=VRqWXbUk8Ss[/youtube]

Filmkritik „Transformers: Ära des Untergangs“

Es ist ein grundsätzliches Problem, das sich schleichend in den Grundmauern von „Transformers: Ära des Untergangs“ eingenistet hat. Auf den Punkt gebracht scheint dem Franchise einfach der Stoff auszugehen. Doch eine so erfolgreiche Cash-Cow kann man nicht schlicht und einfach aufgeben. Daher muss weitergemacht werden – auf Teufel komm raus. Doch als Resultat fehlt es dem Film an Herzblut und Details. Die liebevollen Details, die sympathischen Charaktere, die emotionale Bindung und die daraus resultierende Nachvollziehbarkeit, der Motive der Protagonisten, all das bleibt immer mehr auf der Strecke.

Das Ziel war offensichtlich eine größere und spektakulärere Schlacht liefern zu müssen, als die Zerstörung Chicagos in „Transformers 3 – Die dunkle Seite des Mondes“. Gar nicht so einfach, mal davon abgesehen, dass größer nicht immer besser bedeutet.
Und apropos „Größe“, groß sind vor allem die Logiklücken im Film. Würde man diese schließen, würde es ganz automatisch dafür sorgen, dass der Film um gut 1 1/2 Stunden kürzer ausfallen würde. Ich sage nur unvorteilhafter Einsatz der „alten Krieger“.

Darüber hinaus sind es eben die grundsätzlichen und offensichtlichen Dinge wie, Mark Wahlberg ist eben kein Shia LaBeouf, die blonde Teenie-Schönheitsqueen eben keine Megan Fox und Jack Reynor kein Josh Duhamel, die jeglichen Bezug zum Film im Keim ersticken. Es macht einfach keinen Spaß mehr und artet in nichts weiter als eine überlange Special-Effects-Schlacht aus.

Michael Bay hat uns mit „Transformers“ damals 2007 einen Männertraum erfüllt. Und er erfüllte ihn mit einem Paukenschlag: Sound-FX in Kombination mit Special-Effects die seines gleichen suchen und seit dem regelmäßig kopiert aber niemals erreicht werden. Er prägte eine ganzes Genre und zumindest Teile einer Generation.
In der leisen Hoffnung dass es keine weiteren Prequels, Sequels, Remakes oder Reboots gibt, verbeuge ich mich vor dem Ende einer Ära.

Am 27.11.2014 feierte „Transformers – Ära des Untergangs“ bereits seinen DVD und Blu-ray Start und ist darüber hinaus seit dem auch als 3D Version erhältlich.

4 von 10 Freeks

Darsteller:
Mark Wahlberg, Nicola Peltz, Jack Reynor
Regie:
Michael Bay

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Filmkritik "Transformers: Ära des Untergangs" (Blu-ray), 4.0 out of 10 based on 1 rating

3 Replies to “Filmkritik „Transformers: Ära des Untergangs“ (Blu-ray)”

  1. Mit 4 von 10 Freeks bist du aber mehr als gnädig! Ich verstehe leider auch nicht wie der IMDB Wert von 5,9 erreicht werden konnte. Für mich die Gurke des Jahres 2014, und das trotz TMNT.

    Ich habe mich im Kino für diesen Film geschämt. Eine dünne Story und übertriebene FXs kann man Hr Bay ja schon nicht mehr vorwerfen, dass „zeichnet“ ihn ja mittlerweile aus.

    Ich schmeiß mal einfach mal ein paar Stichpunkte rein, die mich aufgeregt haben:
    – total dämliche Story
    – unsinniges Technikgebrabbel von Mark Wahlberg, nur um Klarzustellen das er Erfinder ist
    – Bedienung aller möglichen Klischees – Transformer im Samurai-Optik? Meinetwegen, aber muss der auch einen japanischen Dialekt haben?
    – Logiklöcher ohne Ende
    – überzogener Patriotismus
    – Lensflares und Sonnenuntergänge..

    1. Zu TMNT hab ich (noch) nicht gegriffen, daher habe ich keinen Vergleich. Deine Punkte kann ich aber generell nachvollziehen, sehe sie genauso negativ, aber mit nicht ganz so großen Auswirkungen auf die Bewertung des Films. Vielleicht hatte ich einfach nicht viel mehr erwartet von Anfang an.

      PS: Wahlberg erwähnt tatsächlich sehr häufig, dass er ja ERFINDER ist;)

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