Filmkritik „The Loft“ (Blu-ray)


The Loft
The Loft

Es klingt etwas merkwürdig, aber Regisseur Erik Van Looy versucht sich nun schon zum dritten Mal an der Verfilmung dieses Drehbuchs. „The Loft“ ist ein Remake des belgischen Films „Loft – Tödliche Affären“, der bereits 2010 eine holländische Neuverfilmung erhielt. In allen drei Fällen hatte Van Looy mal ganz (BE 2008 und US 2014) und mal zeitweise (NL 2010) auf dem Regiestuhl Platz genommen. Wenn man den Bewertungen auf Imdb Glauben schenken darf, ist dabei die US Version die am wenigsten zu empfehlende.

Fünf Freunde, allesamt verheiratet, entschließen sich gemeinsam ein Appartement zu mieten, der perfekte Ort, um sich mit ihren diversen Affären zurückzuziehen – ohne unangenehme Fragen. Keine Hotelrechnungen, keine lästigen Kreditkartenabbuchungen, die vor den Ehefrauen gerechtfertigt werden müssen. Doch der Traum gerät ganz schnell zum Alptraum, als die Leiche einer Unbekannten im Loft gefunden wird. Da es nur 5 Schlüssel zu diesem Appartement gibt, muss der Killer unter ihnen sein. Es ist an der Zeit herauszufinden, wie gut die fünf Freunde sich wirklich kennen.

Deutscher Trailer zu „The Loft“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=IROE7BTmtlY[/youtube]

Filmkritik „The Loft“

Seit dem 19.06.2015 ist „The Loft“ als DVD, Blu-ray und Video on Demand zu haben. Vorher habe ich noch nie von diesem Film gehört – zu meiner Schande. Wie ich erfahren habe, zählt das Original zu den erfolgreichsten belgischen Filmen und hätte somit zumindest Mal ansatzweise auf meinem Bildschirm auftauchen sollen. Ein kurzer Blick in den belgischen Film (der übrigens bei Loft – Tödliche Affären zur Verfügung steht) zeigt, dass sich das US Remake sehr nah am Original orientiert hat.

Diese Tatsache und der Fakt, dass die doch recht bekannten Gesichter die Glaubwürdigkeit des US Remakes negativ beeinträchtigen, lassen es mich ein wenig bereuen, dass ich zur Dritt-Verfilmung des Films gegriffen habe. Sowohl Karl Urban, als auch James Marsden kann man keine schlechte Leistung vorwerfen, aber man hat einfach schon ein anderes Bild dieser Darsteller durch ihre bisherigen Filme. Ganz besonders auffällig kam das bei Eric Stonestreet durch, dem ich, als „Modern Family“-Fan, die Rolle des untreuen Ehemanns einfach nicht abkaufen konnte. Es spricht eigentlich nur für seine grandiose Leistung in der Serie. Und auch wenn ich ihm eine Abwechslungsreiche Filmographie gönne, die Summe all dieser Dinge sorgt zumindest bei „The Loft“ am Ende dafür, dass ich mich nicht ganz so auf den Film einlassen konnte.

Ansonsten fand ich sowohl die Story mit all ihren kleinen Twists, die Erzählweise mit Vor- und Rückblenden sowie die Auflösung sehr gelungen. „The Loft“ gehört zu den Filmen, die ich gerne weiterempfehle und mir sicher sein kann, dass auch andere ihn durchaus genießen werden.
Aufmerksame Zuschauer, werden recht früh im Film mitbekommen, dass irgendwas seltsames vor sich geht, aber auch sie werden von den Geschehnissen früher oder später mitgerissen werden und gespannt darauf warten zu erfahren, wer denn nun die tote Blonde im Bett und wer der fünf Freunde der eiskalte Mörder ist.

Also greift ruhig zu diesem Krimi-Thriller und lasst euch überraschen. Wer die Möglichkeit hat, dem sei das belgische Original ans Herz gelegt, ohne dass ich es gesehen habe. Und wer in den Geschmack kommen solltet, würd ich mich freuen, wenn ihr hier von euren Erfahrungen berichten würdet.

Und hier noch kurz vor Schluss ein Fun Fact zu „The Loft„: Matthias Schoenaerts in der Rolle des Philip Trauner ist der einzige Aus dem gesamten Cast, der sowohl in der beglischen als auch in der amerikanischen Produktion mitgespielt hat.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Karl Urban, James Marsden, Wentworth Miller

Regie:
Erik Van Looy

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