Filmkritik ‚The Darkest Hour‘ (Blu-ray)


Chris Gorak hat im Bereich des “Art Directors” bereits einige Erfahrungen sammeln können und legt nun mit “The Darkest Hour” seine erste Regiearbeit mit internationalem Kinostart vor. Unter dem Motto was die können, kann ich schon lange. Ne, kannste nicht!
Das ist zumindest das erste Fazit, das sich aus der Sichtung der “The Darkest Hour” Blu-ray, die seit dem 27.04.2012 im Verleih und Handel erhältlich ist, ergibt.

Während eines Business-Trips zweier Freunde und Kollegen nach Moskau fallen Außerirdische über die Erde her. Die aus Energie bestehenden Wesen machen auf ihrer Suche nach Nährstoffen, Jagd auf alles was sich bewegt. Der einzig sichere Ort und letzte Zuflucht scheint ein Atom-U-Boot, das alle Überlebenden aufliest. Ein Trip auf Leben und Tod quer durch Moskau beginnt…

Deutscher Trailer zu “The Darkest Hour”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=s6MVawI5koQ[/youtube]

Filmkritik “The Darkest Hour”

Es ist schwierig bei der Filmkritik zu “The Darkest Hour” einen Anfang zu finden. Der Film ist irgendwie einfach nur enttäuschend, vorhersehbar und eine lauwarme Aufbereitung altbekannter Szenarien.

Die Gruppe von Jung-Darstellern rund um Emile Hirsch scheint trotz Actionkracher-typischem, einfach gehaltenem Drehbuch überfordert. Irgendwie erinnert “The Darkest Hour” stark an den Sci-Fi-Flop “Skyline”. Beide wollen viel mehr sein, als sie eigentlich sind.

Was Stereotypen angeht ist der Film ganz vorne mit dabei. So ist “The Darkest Hour” mal wieder ein sehr schönes Beispiel für die typische Wandlung eines 08/15- Bürohockers zu einem “unerwarteten” Helden und Überlebenskünstler. Auch die perfekte Personifizierung hysterischer Hilflosigkeit durch das weibliche Geschlecht, kommt natürlich wieder mal nicht zu kurz.

Darüberhinaus ist der Film gespickt mit Szenen, die einfach nur ein großes Fragezeichen hervorrufen. Gehen die Macher denn davon aus, dass keiner der Zuschauer tatsächlich ein bisschen mitdenkt und die Geschehnisse aufmerksam verfolgt?!

Da gibt es beispielsweise diese eine Szene, in der die kleine Gruppe Überlebender durch Moskau streift. Bei hellichtem Tag und bestem Wetter. Weder Nebel noch Rauchbomben oder ähnliches stören die Sicht. Dennoch stellen sie erst kurz vor dem Abgrund fest, dass die Brücke, die sie gerade überqueren wollten, nahezu komplett zerstört ist und eine Überquerung gar nicht in Frage kommt. Ja, gucken die denn nicht nach vorne, wenn sie laufen?!

Es mag kleinlich klingen, aber der Film hat noch mehr solcher Szenen auf Lager und hier macht es einfach mal wieder die Masse.

Was die Effekte angeht so bin ich etwas zwiegespalten. Die “Energie-Taster” der außerirdischen Rasse und das “Auflösen” der Opfer ist durchaus gut animiert und hat absolut ein Lob verdient. Die Aliens an sich sind jedoch ziemich lieblos gestaltet.

Ich kann “The Darkest Hour” nicht empfehlen. Weder Fans des Genres noch Popcorn-Kino-Fanatikern. Meiner Meinung nach ein Film, der einfach ignoriert werden kann und sollte.

2 von 10 Freeks
Darsteller:
Emile Hirsch, Olivia Thirlby, Max Minghella
Regie:
Chris Gorak

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Filmkritik 'The Darkest Hour' (Blu-ray), 3.0 out of 10 based on 2 ratings

3 Replies to “Filmkritik ‚The Darkest Hour‘ (Blu-ray)”

  1. Ich fand den Film leider nicht so gut. Ich liebe ja so Endzeitfilme, aber der war mir halt ein wenig zu unrealistisch. Da brauche ich schon eher so was in Richtung wie The Book of Eli oder Hell. Die fand ich besser! Daher nur 5/10 Punkten! 😕

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