Filmkritik ‚Taffe Mädels‘ (Blu-ray)


Taffe Mädels
Taffe Mädels

Und wiedermal war ein Heimkinoabend angesagt. Der Filmherbst hat in der Tat einiges zu bieten dieses Jahr und so wird es im heimischen Wohnzimmer im Moment nicht langweilig.
Taffe Mädels“ läuft dabei mehr oder weniger außer Konkurrenz. Denn Genre-Kollegen gibt es aktuell keine. Und auch wenn wir Cop-Buddy-Actionkomödien schon zig Mal gesehen haben, so beansprucht „Taffe Mädels“ doch für sich der offiziell erste voll-weibliche Cop-Buddy-Movie zu sein. Und für dieses Projekt haben sie mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy genau die richtigen erwischt.

Der DVD und Blu-ray Start von „Taffe Mädels“ am 31.10.2013 liegt zwar schon ein bisschen zurück, aber eine entsprechende Filmkritik wollte ich euch nicht vorenthalten.

Agent Ashburn zählt zu den Besten ihres Fachs. Doch ist sie ist geradezu unfähig mit anderen zusammenzuarbeiten und hre Unbeliebtheit bei ihren Kollegen steht ihrer lang ersehnten Beförderung im Wege. Ihr neuster Fall führt sie nach Boston, wo sie, um den Fall erfolgreich abschließen zu können, mit der taffen, ortsansässigen Polizistin Mullins zusammenarbeiten muss. Zwei Welten wie sie unterschiedlicher nicht sein können prallen aufeinander und sorgen für ordentlich Wirbel.

Deutscher Trailer zu „Taffe Mädels“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=h2LPnkQe7YA[/youtube]

Filmkritik „Taffe Mädels“

Obwohl es nicht geplant war, wie auch so ganz ohne Vorkenntnisse, haben wir uns spontan für die Extended Cut Version von „Taffe Mädels“ entschieden. Das wird man direkt zu Beginn des Films abgefragt. „Kino oder Extended Cut“. Während des Filmes kam es mir dann so vor als würde der Extended Cut ausschließlich aus mehr Zeit für McCarthys derbe Sprache bestehen. Zwischenzeitlich nahm das schon unerträgliche Ausmaße an.

Da ich es letztendlich nicht genau ausmachen konnte, habe ich im Anschluss zum Film kurz recherchiert. Der Extended Cut bietet im Vergleich zur Kinofassung 2 Minuten mehr Filmmaterial. Wow. 2 Minuten. Das ganze verteilt über eine Gesamtlänge von 117 Minuten. Das ist…also…ernsthaft…wow. Keine Ahnung wie mir da das umfangreiche, zusätzliche Bildmaterial nicht auffallen konnte?!
So genug der Ironie. Eigentlich ist es ja traurig, dass so etwas überhaupt als Extended Cut angeboten wird. Natürlich dabei immer mit dem Hintergedanken auf diesem Wege mehr Kopien des Films zu verkaufen.

Was den Film an sich angeht, so sind, wie oben bereits erwähnt, beide Hauptdarsteller ideal gecastet. Filme dieses Genres leben in erster Linie von ihren absolut klischeebehafteten und stereotypischen Charakteren. Bullock nimmt man den spießigen, strikt nach Richtlinien operierenden Special Agent im Kostüm, ohne Einwände ab und McCarthy als Bulle von der Straße ist ebenso treffen besetzt. Definitiv besser als in ihrer Rolle als Kleinganovin in „Voll abgezockt“.

Das „Taffe Mädels“ trotz Standard-Twists recht vorhersehbar bleibt und sowohl bei Story als auch bei der Action auf Altbewährtes setzt ist kaum noch eine Überraschung. Die Macher des Films haben voll auf das weibliche Dream-Team gesetzt , das den gesamten Film trägt. Die Folge sind zwar ein paar gute Lacher, aber letztendlich ein 08/15 Film der nicht viel Neues – nur neu Aufgelegtes bieten kann.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Sandra Bullock, Michael McDonald, Melissa McCarthy
Regie:
Paul Feig

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