Filmkritik ‚Spring Breakers‘ (DVD)


Spring Breakers
Spring Breakers

Lange, wirklich lange, habe ich mit mir selbst gerungen, ob ich „Spring Breakers“ tatsächlich gucken sollte. Ganz ehrlich kann ich nun im Nachhinein nicht genau sagen, wie und warum ich mich dann letztendlich dafür entschieden habe. Es ist einfach irgendwann passiert. Als ich mir dann vor der Sichtung des Films, nochmals den Trailer angeguckt habe, konnte ich diese Entscheidung schon nicht mehr so ganz nachvollziehen.

Naja, die Entscheidung ist gefallen und vielleicht interessiert den ein oder anderen Filmfreek-Leser ja tatsächlich meine Meinung.

Die vier Freundinnen Faith, Candy, Brit und Cottie haben das Ziel am diesjährigen Spring Break in Florida teilzunehmen. Geldprobleme werden kurzentschlossen durch einen Überfall gelöst und dem lang ersehnten Partytrip steht nichts mehr im Wege. Drogen, Sex und Gewalt bestimmen die exzessiven Tage und Nächte vor Ort und am Ende sehen sich dem Gangster Alien gegenüber, der sie unter seine Fittiche nimmt – womit das wahre Übel erst beginnt.

Deutscher Trailer zu „Spring Breakers“
[youtube]http://youtu.be/eimmYejIdwk[/youtube]

Filmkritik „Spring Breakers“

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. „Spring Breakers“ ist einfach schlecht.
Story? Hab ich versucht zu finden, aber ist zweck- und sinnlos. Klar gibt es irgendwie eine Geschichte die erzählt wird, aber diese ist weder nachvollziehbar noch interessant. Schauspieltalent? Definitiv nicht vorhanden. Es ist wohl keine allzu große Überraschung, aber als das Talent für Schauspiel verteilt worden ist, waren diese Mädels, allen voran Selena Gomez und Vanessa Hudgens, wohl gerad irgendwo Party machen.
„Spring Breakers“ gehört ohne Frage mit zu den schlechtesten Filmen, die ich je gesehen habe.

Pluspunkte gibt es einzig und allein für James Franco. Das mit Abstand einzige Highlight des gesamten Films. Wenn ich so drüber nachdenke, hab ich noch gar nicht so viele Film mit ihm gesehen. Spontan fallen mir nur „Spiderman“, „Planet der Affen – Prevolution“ und „OZ“ ein. Dennoch, in seiner Rolle in Spring Breakers scheint er vollkommen aufzublühen und einen tierischen Spaß dran gehabt zu haben. Es mag nun nicht der tiefgründigste und anspruchsvollste Charakter sein, den er dort personifiziert, aber es ist eine sehr überzeugende und unterhaltsame Darbietung.

Die jungen Damen an seiner Seite hatten mit ihrer Teilnahme an „Spring Breakers“ wohl alle das gleiche im Sinn: ganz dringend und auf die krasseste Art und Weise ihr Image zu überarbeiten. Weg vom Girly- und hin zum Bad Girl Image. Dies versuchen vor allem die Disney-Riege so sehr, dass es fast lächerlich und peinlich wirkt. Seht her ich bin erwachsen, ich bin böööööse.
Dabei kommt es doch in erster Linie darauf an, WIE man eine Rolle spielt und nicht einfach nur DASS man sie spielt. Nehmt euch ein Beispiel an Elijah „Frodo“ Wood und seinem „Sin City“ Auftritt. Oder von mir aus auch an Robert „Twilight“ Pattinson in „Remember Me“ oder Daniel „Potter“ Radcliffe in „Die Frau in Schwarz“. Das alles hat funktioniert.

Das i-Tüpfelchen sind dann noch diese Möchtegern tiefgründigen Dialoge aus dem Off, in denen doch tatsächlich die Protagonistinnen darüber philosophieren, welch perfekte Möglichkeit für einen Ausstieg aus dem bisherigen tristen Dasei „Spring Break“ bietet. Das ist DER Neuanfang. So blauäugig können doch nicht mal die naivsten „Landeier“ sein.
Dass diese dann keine 90 Minuten später mit Waffen herumspielen und die größten Gangster auf Erden sind, erschafft Lücken, die ich nicht schaffe mit Erklärungen zu füllen.

Bildet euch gerne selber eine Meinung über „Spring Breakers„. Versucht aber nicht allzu viel Geld für dieses Erlebnis auszugeben und sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht vorgewarnt.

2 von 10 Freeks

Darsteller:
Vanessa Hudgens, Selena Gomez, Ashley Benson
Regie:
Harmony Korine

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