Filmkritik ‚Safe House‘ (Kino)


Action-Thriller gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Anteil der wirklich guten Action-Thriller ist dabei durchaus hoch und auch starbesetzte Varianten sind absolut keine Besonderheit mehr.
Daher sticht “Safe House” zunächsteinmal nicht aus der Masse hervor – trotz Denzel Washington und Ryan Reynolds in den beiden Hauptrollen. Wer sich aber dennoch für einen Kinobesuch entscheidet, oder zumindest auf die DVD/ Blu-ray zurückgreift, wird auf alle Fälle nicht enttäuscht werden.

Matt Weston arbeitet als Hauswächter für die CIA in Kapstadt. Ein eher langweiliger Job, bis eines Tages der ehemalige CIA Agent und nun meistgesuchte Mann des Landes Tobin Frost als “Gast” in das Safe House gebracht wird. Kurz nach seiner Ankunft wird das Haus von bewaffneten Männern gestürmt und nur Frost und Weston gelingt die Flucht. In den nächsten Stunden beginnt ein verzweifelter Kampf ums Überleben und für Weston wird es immer schwieriger zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, denn es scheint einen Überläufer in den eigenen Reihen zu geben.

Deutscher Trailer zu “Safe House”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YldT5eTbC9g[/youtube]

Filmkritik “Safe House”

Ryan Reynolds und Denzel Washington harmonisieren als Leinwand Duo wunderbar und vor allem Washington wurde die Rolle mal wieder auf den Leib geschrieben. Doch so sehr das Schauspiel der Darsteller Spaß macht, so sehr wird das ganze durch die Machart des Films abgebremst.

Aus irgendeinem Grund wurde ein seltsam anmutender Kamerafilter benutzt, der die für “krisselige” und häufig leicht verschwommene Bilder sorgt. Was nutzt mir da die große Ankündigung vor dem Film, dass dieser mir in digital Projektion gezeigt wird?!

Ein weiterer Minuspunkt sind die hektischen Actionsequenzen, vor allem in den Nahkampfszenen. Zumindest mir erging es so, dass ich immer wieder den Überblick darüber verloren habe, wer denn nun wen zu Boden schlägt. Doch abgesehen davon ist die Umsetzung der Action durchaus gelungen. Nicht zu übertrieben aufgesetzt sondern “realistisch” choreografiert und darüber hinaus sorgen Überraschungsmomente immer wieder für Abwechslung.
Man kann sich die ganze Zeit über nie wirklich sicher sein, wann etwas passiert. Ohne große Ankündigung startet die Action von einem Moment auf den anderen und wenn man mal glaubt einen ruhigeren Punkt erreicht zu haben, wird nochmals richtig Vollgas gegeben.

Safe House” ist spannend inszeniert, erzählt eine durchaus nachvollziehbare Story mit bekannten Elementen und zeigt gut aufgelegte Darsteller.
Die Spieldauer von 124 Minuten ist meiner Meinung nach etwas zu lang geraten. “Safe House” hätte ein wirklich richtig guter Actionthriller werden können, wenn man ein paar der langatmigeren Szenen gekürzt/ weggelassen hätte.

7 von 10 Freeks
Darsteller:
Denzel Washington, Ryan Reynolds, Robert Patrick
Regie:
Daniel Espinosa

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