Filmkritik ‚Russendisko‘ (Blu-ray)


Russendisko
Russendisko

Bei Matthias Schweighöfers dritter Kinoproduktion aus den letzten 2 Jahren handelt es sich um die Romanverfilmung “Russendisko” von Wladimir Kaminer.
Ich persönlich habe das Buch nicht gelesen, kann mir also weder über den Roman ein Urteil erlauben, noch ob es sich um eine eher gelungene oder misslungene filmische Variante handelt.

Solltet ihr sowohl das Buch gelesen, als auch den Film gesehen haben, könnt ihr gerne eure Meinung in den Kommentarfeldern unten den anderen Filmblogbesuchern mitteilen. Würd mich interessieren, was ihr davon haltet.

In gewisser Weise ist “Russendisko” ein etwas irreführender Titel.
Denn im Film geht es letztendlich nur ca 5 Minuten um besagte “Russendisko”. Viel mehr geht es um die drei Russen Wladimir, Mischa und Andrej, die kurz nach dem Mauerfall von Moskau nach Westberlin auswandern. Dort versuchen sie Fuß zu fassen und ein neues, besseres Leben aufzubauen. Nur das ihnen bei ihren Plänen die große Liebe, finanzielle Schwierigkeiten und ein abgelaufenes Visum in die Quere kommt.

Deutscher Trailer zu “Russendisko”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=q0QpPzgqHN8[/youtube]

Filmkritik “Russendisko”

Russendisko” ist einer dieser Filme, die einfach irgendwie so dahin plätschern. Kurz nach dem Abspann hat man das meiste bereits wieder vergessen und es dauert nur wenige Wochen, da sind auch die letzten Reste aus dem Gedächtnis verschwunden.
Wenn Filme eine Farbe wären, wäre “Russendisko” grau. Zwar irgendwie immer noch eine Farbe, aber einfach nichts besonderes. „Ich glaube, grau ist nicht wirklich eine Farbe ;)“ – „hmmmm…egaaaal:)“
Eben ein Film ohne wirkliche Highlights und einer kaum vorhandenen Erzählkurve.

Auf der anderen Seite kann ich “Russendisko” aber auch nichts wirklich richtig schlechtes ankreiden – außer vielleicht, dass man Schweighöfer und seinen beiden Kollegen zu keiner Zeit die “Russen” abnimmt, die sie darstellen sollen und wollen.

Darüber hinaus bleiben die Charaktere insgesamt ziemlich blass. Obwohl es an sich nur 3 Hauptfiguren gibt, deren Geschichte erzählt wird, schafft es der Film nicht, dass man Interesse für ihre Schicksale entwickelt oder gar eine Beziehung zu ihnen aufbaut. So lässt einen die Handlung relativ kalt und mögliche Höhepunkte oder Spannungskurven verpuffen im Nichts.

Bis dato habe ich noch nicht allzu viele Schweighöfer Filme gesehen, “Russendisko” ist aber bisher der Uninteressanteste von allen. Eigentlich wollte ich ja “enttäuschendste von allen” schreiben, aber da ich im Vorfeld nicht großartig irgendwas erwartet hatte, konnte ich auch im Nachhinein nicht enttäuscht werden.

Für Schweighöfer Fans vielleicht sehenswert, alle anderen brauchen den „Russendisko“ DVD und Blu-ray Start am 18.10.2012 jedoch nicht weiter zu beachten.

3 von 10 Freeks
Darsteller:
Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Christian Friedel
Regie:
Oliver Ziegenbalg

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