Filmkritik „Ruhet in Frieden“ (DVD)


Ruhet in Frieden
Ruhet in Frieden

Düster und spannend kommt der Trailer zu Liam Neesons „Ruhet in Frieden“ daher, der am 27.03.2015 seinen DVD und Blu-ray Start feierte. Ein recht zutreffender Titel, der bereits vorab die richtigen Assoziationen hervorruft – auch wenn der US Titel „A walk among the Tombstones“, wie ich finde, noch etwas mehr Coolness hat. Doch das eigentlich wirklich Schöne ist, dass auch der Film selbst die oben angesprochene Stimmung fortführt, von Anfang bis Ende aufrecht erhält und alle Erwartungen erfüllt.

Vor Jahren kam es zu einem tragischen Unfall weswegen Matt Scudder seinen Dienst als Cop quittierte und sich seit dem als Schnüffler ohne Lizenz sein Geld verdient. Und das mehr schlecht als recht. Die Entführung und Ermordung einer Frau bringt ihn bei seinem, neusten Fall an die Grenzen seiner Fähigkeiten. Und gerade als der Fall gelöst zu sein scheint, wird das nächste Opfer entführt. Es bleibt nicht viel Zeit, das Mädchen zu retten, bevor es zu spät ist.

Deutscher Trailer zu „Ruhet in Frieden“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=e8NXIzO1ZgM[/youtube]

Filmkritik „Ruhet in Frieden“

Liam Neeson ist für mich aktuell ganz klar ein Grund zu einem Film zu greifen. Dabei geht es nicht um schauspielerische Höchstleistungen, sondern schlicht und einfach um pure Unterhaltung – und diese war zuletzt immer garantiert. Wer einen aktuellen Neeson einlegt und am Ende doch enttäuscht ist, wusste scheinbar nicht auf was er sich einlässt.

Etwas gestört hat mich die technologische, absolute Unwissenheit von Liam Neesons Charakter, die mir in der Summe, dann doch etwas zu aufgesetzt daherkam. Kein Mobiltelefon, ok, aber nicht zu wissen, was dieses Internet überhaupt ist, war dann doch etwas zu viel. Sinn und Zweck sollte an dieser Stelle war es wohl nochmals die „Alte Schule“ des Protagonisten hervorheben und den Sidekick an Scudders Seite einzuführen.
Ansonsten hat sich Liam Neeson hier mal wieder eine Rolle geangelt, in der ich ihn gerne sehe. Auch wenn dieses Mal keine geheimen Super-Soldat-Fähigkeiten in ihm schlummern, erinnert „Ruhet in Frieden“ nicht von ungefähr an die „Taken“-Reihe oder vor allem „Non-Stop“.

Mir gefällt unter anderem der Zwiespalt in den Scudder durch seinen neusten Auftrag gerät, insbesondere was die Auftraggeber selbst angeht, und das auch der Zuschauer davon nicht unbetroffen bleibt. Leider nimmt der Trailer schon die ein oder andere Szene vorweg, die nochmals als kleiner „oha“-Moment fungiert hätte.
Besetzt ist der Film auch in den weiteren Nebenrollen sehr gut. Möglicherweise etwas zu stereotypisch, aber in so einen Großstadt-Krimi passt das einfach rein.

Tolle Kameraführung, gute Erzählweise und eine Detektivstory, bei der der Gegner, leider doch etwas zu früh offenbart wird. „Ruhet in Frieden“ ist ein Krimi-Thriller mit ein paar Psycho-Elementen, die aber selbst für zarte Gemüter keine Herausforderung darstellen sollten.

Nicht Liam Neesons bester Film, aber dennoch sehenswert, auch wenn das Finale in seiner Abhandlung allzu vorhersehbar und dem Rest des Films gegenüber nicht angemessen ist.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Liam Neeson, Dan Stevens, David Harbour
Regie:
Scott Frank

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