Filmkritik ‚Riddick – Überleben ist seine Rache‘ (Blu-ray)


Riddick Überleben ist seine Rache
Riddick Überleben ist seine Rache

Es war mal wieder Zeit für Popcorn-Kino. Und da ich tatsächlich ein recht großer Fan von Vin Diesel in der Rolle des Riddick bin, spielte auch eine gewisse Vorfreude auf „Riddick – Überleben ist seine Rache“ eine große Rolle. Enttäuscht von seinem direkten Vorgänger, habe ich mir den Kinobesuch von Teil 3 der aktuellen „Riddick“- Trilogie erspart und dem DVD und Blu-ray Start des Films am 14.02.2014 entgegengefiebert.

Riddick wurde von den Necromongern hintergangen und auf einem Planeten zurückgelassen, auf dem ein Überleben kaum möglich ist. Tag für Tag schlägt er sich durch und hält sich am Leben, jedoch kündigt sich Dunkelheit und Regen an. Und mit der Dunkelheit kommen Kreaturen, denen er nicht gewachsen ist. Seine letzte Chance ist das Senden eines Notsignals, welches Kopfgeldjäger auf den Planeten locken wird, die zwar seinen Tod wollen, aber auch eine Fluchtmöglichkeit bieten. Denn wenn er nicht bald von diesem Planeten runterkommt, erwartet ihn schlimmeres als ein paar Kopfgeldjäger…

Deutscher Trailer zu „Riddick – Überleben ist seine Rache“
[youtube]http://youtu.be/hRePuOLCfr4[/youtube]

Filmkritik „Riddick – Überleben ist seine Rache“

Riddick ist in meinen Augen einer der unterhaltsamsten Charaktere im Sci-Fi-Universum und Vin Diesel scheint diese wortkarge Rolle wie auf den Leib geschrieben. Seine Präsenz wie auch seine Stimme und Tonalität (selbst in der deutschen Synchro) passen wie die Faust auf’s Auge und hauchen dem Antihelden erst so richtig Leben ein.

Doch das alleine reicht leider nicht, um den Zuschauer 119 Minuten lang unterhalten zu können. Wieso hier zusätzlich noch eine 8 Minuten längere Extended Cut Version existiert, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich persönlich habe mich für die Original-Kinofassung entschieden und dies nicht bereut.
Hatte „Pitch Black“ noch den Anti-Helden Riddick mit einer Sci-Fi-typischen Story perfekt in Szene gesetzt, verfing sich Teil 2, „Riddick – Chroniken eines Kriegers“, in Intrigen und einer fast schon polit-lastigen Handlung. „Riddick – Überleben ist seine Rache“ versucht den Schwerpunkt wieder auf den Titelhelden zu lenken, was man den Machern sehr zugute halten muss. Das Ergebnis ist jedoch eine übertriebene One-Man-Show, mit wenig Handlung und, so leid es mir tut das sagen zu müssen, zu viel Riddick.

Wer mit Riddick bisher noch nichts anfangen konnte und noch keinen der Filme gesehen hat, sollte auch jetzt nicht damit anfangen. Beziehungsweise lieber auf den Klassiker „Pitch Black“ zurückgreifen und sich von diesem B-Movie fesseln lassen.

Ganz besonders enttäuscht war ich vom Finale, das nicht nur stark an das in Teil 1 erinnert, sondern fast schon eiskalt kopiert. Ja klar, irgendwie wollte man hier den Kreis schließen, versteh ich schon, aber trotzdem erscheint es mir eher wie eine einfache Lösung und gute Ausrede, sich nichts Neues ausdenken zu müssen.

Wer sich, so wie ich, als Charakter-Fan outet, wird im Laufe des Films definitiv immer wieder auf seine Kosten kommen. An Riddick-artiger Action, die übrigens durchaus eine FSK 16 rechtfertigt, und coolen Sprüchen mangelt es dem Film nicht. Dennoch ist „Riddick – Überleben ist seine Rache“ ein Film auf den wir hätten verzichten können.

4 von 10 Freeks

Darsteller:
Vin Diesel, Karl Urban, Katee Sackhoff
Regie:
David Twohy

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