Filmkritik „Rapunzel – Neu verföhnt“ (VoD)


Rapunzel - Neu verföhnt Filmplakat
Rapunzel - Neu verföhnt Filmplakat
©Walt Disney Studios Motion Pictures
Die Experten von Walt Disney haben sich wieder mal an die Realisierung eines Animationsfilms gemacht und scheinen mit “Rapunzel – Neu verföhnt” den richtigen Riecher gehabt zu haben. Der Film hielt sich 6 Wochen in den Top 10 der US Kinocharts, belegte dabei kurzfristig auch Platz 1 und spielte weltweit bis Ende Mai immerhin 409.951.000€ ein. Bei geschätzten Produktionskosten von 180.440.000€ ist da ein ganz ansehnlicher Gewinn zusammengekommen.

Laut IMDB scheinen die Kinobesucher auf alle Fälle begeistert zu sein, denn dort erhält “Rapunzel – Neu verföhnt” eine Durschnittsnote von 7,9 von 10. Eine Tatsache, die ich, nachdem ich nun den Film gesehen habe, nicht ganz nachvollziehen kann.

Die Story zu “Rapunzel – Neu verföhnt” orientiert sich grob an der wohlbekannten Märchenvorlage der Gebrüder Grimm, wurde doch im Disney-Stile ein wenig ausgeschmückt.
Rapunzel hat magisches Haar, welches einem ein ewiges Leben ermöglicht. Aufgrund dessen wird sie als Baby von einer böse Hexe entführt, die Rapunzel als ihr eigenes Kind in einem versteckten Turm groß zieht. Doch mit den Jahren wird Rapunzel immer neugieriger darauf, was in der Welt außerhalb ihres Turmes vor sich geht und als dann der Dieb Flynn Rider in ihr Leben stolpert, wagt sie endlich den Schritt in die Freiheit und das größte Abenteuer ihres Lebens beginnt.

Deutscher Trailer zu “Rapunzel – Neu verföhnt”



Ich vermute, dass einfach mal wieder meine Erwartungen viel zu groß waren und ich dadurch von “Rapunzel – Neu verföhnt” etwas enttäuscht war.

Insgesamt handelt es sich um einen sehr, sehr typischen Disney-Animationsfilm, was durch die Märchen-Thematik nochmals verstärkt wird. Neben den stereotypischen Charakten wie der hübschen Prinzessin, dem charmanten Gauner, dem lustigen Tierchen und der bösartigen Hexe, die auf fast alle Disney-Filme zutreffen, hat “Rapunzel” leider nur sehr wenig Neues zu bieten. Alles kommt einem irgendwie vor, als hätte man es schon einmal irgendwo gesehen.

Auch die gesungenen Lieder sind OK, aber auch schnell wieder vergessen und kommen bei weitem nicht an solche Meisterwerke wie in “Der König der Löwen”, “Die Schöne und das Biest” oder “Aladdin” heran. Auch wenn es für “I See the Light” (zu detusch “Endlich Sehe Ich Das Licht”) eine Oscar-Nominierung gab, ist diese doch eher als obligatorisch, denn als verdient anzusehen.

“Rapunzel – Neu verföhnt” ist aber bei weitem nicht so schlecht wie es sich bis hierher wahrscheinlich anhören mag.
Bei der harten Konkurrenz im Hause Disney ist auch oft schon ein eher durchschnittlicher Film im Vergleich zur allgemeinen Konkurrenz durchaus sehenswert. So ist “Rapunzel”, wie jeder andere Disney Fim auch, absolut liebevoll gestaltet, bietet toll ausgearbeitete Charaktere und witzige Momente, die den Film richtig kurzweilig erscheinen lassen.
Und natürlich drücken die Macher auch wieder ordentlich auf die Tränendrüse. Denn wenn Disney eines drauf hat, dann sind es kitschige, rührselige Szenen!

Als Schlußfazit zur Filmkritik bleibt nur zu sagen, “Rapunzel – Neu verföhnt” ist ein schöner Disneyfilm, aber eben absolute Durchschnittsware.

5 von 10 Freeks
Walt Disney Animation Studios
Regie:
Nathan Greno, Byron Howard

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Filmkritik "Rapunzel - Neu verföhnt" (VoD), 7.3 out of 10 based on 3 ratings

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