Filmkritik ‚Pain & Gain‘ (Blu-ray)


Pain & Gain
Pain & Gain

Michael Bay, Erfolgsproduzent und Macher von internationalen Blockbustern wie „Armageddon“, „Die Insel“ oder der „Transformers“- Reihe, liefert mit „Pain & Gain“ ein für seine Verhältnisse sehr ruhiges und enttäuschendes Werk ab. Im Kino völlig an mir vorübergegangen, hörte sich die Ankündigung zum DVD und Blu-ray Start am 20.12.2013 recht vielversprechend an. Da auch der Trailer keinesfalls abschreckend war, sprach im Endeffekt nichts dagegen, sich Bays neustes Werk mal anzusehen.

Auf einer wahren Begebenheit beruhend sorgte die Story zu „Pain & Gain“ für das ein oder andere ungläubige Kopfschütteln. Doch kann man auch hier wieder von einer recht präsenten „Hollywood-isierung“ ausgehen. Erster Indiz dafür, sind die im Abspann gezeigten Original-Personen , die rein optisch nichts mit der Filmversion gemeinsam haben.

Die drei Bodybuilder Kumpels Daniel Lugo, Adrian Doorbal und Paul Doyle hecken den perfekten Plan aus, um in kürzester Zeit steinreich zu werden. Durch eine Entführung und erzwungene Unterschriften soll der komplette Besitz und das Vermögen eines Millionärs auf sie überschrieben werden. Doch ganz so einfach wie es scheint, ist es dann doch nicht. Obwohl alles schief läuft halten die Muskelpakete an ihrem amerikanischen Traum fest und machen dadurch alles nur noch schlimmer.

Deutscher Trailer zu „Pain & Gain“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=6WO71XA8QJE[/youtube]

Filmkritik „Pain & Gain“

Für „Pain & Gain“ und die filmische Umsetzung der wahren Ereignisse, wurden in meinen Augen die absolut perfekten Darsteller gecastet. Vor allem Dwayne „The Rock“ Johnson überzeugt. Vielleicht nicht ganz so kultig wie in seiner Rolle als Elliot Wilhelm in „Be Cool“, aber dennoch so, dass er in Erinnerung bleibend wird – zumindest mittelfristig.
Doch das Kompliment geht nicht nur an den Cast der Hauptdarsteller, sondern auch die Auswahl der Darsteller in den Nebenrollen. Einen recht schweren Stand hat es Tony „Monk“ Shalhoub, der für mich schlicht und einfach Monk bleiben wird. Egal wo er auftaucht.

Ein weiterer Pluspunkt geht an die interessante Erzählweise. Der Film wird nicht nur aus einer Perspektive erzählt, sondern gleich aus mehreren. Zunächst muss man sich an die unterschiedlichen Erzähler und die harten Übergänge gewöhnen, aber ist das geschehen, macht es durchaus Spaß und erlaubt den ein oder anderen Gag durch geschicktes Hin und Her schneiden.

Doch trotz der grundsätzlich guten Idee und dem guten Händchen bei der Wahl der Schauspieler, war der Film zeitweise recht öde und am Ende reicht es nur noch für ein wohlwollendes „Naja“. Ich vermute, dass wenn Bay gezwungen gewesen wäre, eine 90 Minuten Spielzeit für den Film einzuhalten, der Film noch 1 oder 2 Noten besser gewesen wäre. 2 Stunden waren schlichtweg zu lang und irgendwann hatte ich mich an den Figuren und Geschehnissen satt gesehen.

Wie immer sind Kritiken eine sehr subjektive Sache und in diesem Falle habe ich den Eindruck, dass der Film einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat. Wirklich schwerwiegende, negativen Kritikpunkte kann ich kaum aufführen und dennoch konnte ich mit „Pain & Gain“ letztendlich wenig anfangen. Daher meine ausdrückliche Empfehlung für diesen Film: wenn ihr Interesse habt und er euch interessiert, schaut ihn euch an. Lasst euch von den Kritiken nicht abschrecken und bildet euch selbst eine Meinung.

Wie ich leider feststellen musste, läutet „Pain & Gain“ nun eine Reihe von Filmkritiken zu mittelmäßigen Hollywoodproduktionen ein. Die Bewertung wird sich die nächsten Tage also noch häufiger wiederholen. Die Kritiken zu den wahren Highlights der letzten Wochen wie „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ oder „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ folgen aber auf dem Fuße.

5 von 10 Freeks

Darsteller:
Mark Wahlberg, Dwayne Johnson, Anthony Mackie
Regie:
Michael Bay

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Filmkritik 'Pain & Gain' (Blu-ray), 7.5 out of 10 based on 2 ratings

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