Filmkritik ‚Olympus Has Fallen‘ (DVD)


Olympus Has Fallen
Olympus Has Fallen

„Armageddon“ und „Deep Impact“, “Mission to Mars” und “Red Planet” oder auch „Dantes Peak“ und „Volcano“. Dass zwei thematisch gleiche Filme innerhalb eines Jahres, ja sogar fast innerhalb eines Monats ihren Kinostart feiern, kommt immer wieder vor. Wie das sein kann?! Keine Ahnung. Aber es ist definitiv immer ein Wettlauf, um den früheren Kinostart, denn dieser entscheidet über Erfolg und Misserfolg.

Olympus Has Fallen“ hat dieses Wettrennen für sich gewinnen können und hat „White House Down“ in seine Schranken gewiesen. Ersterer fand zumindest ein Publikum, um die Einnahmen wieder einzuspielen, letzterer floppte an der Kinokasse. Da half auch kein Channing Tatum im John-McClane-Gedächtnis- Feinripp.

Nach einem tragischen Unfall, bei dem die First Lady ums Leben kommt, verbringt der ehemalige Secret Service Chef Mike Banning seinen Arbeitstag fortan hinter einem Schreibtisch der Finanzbehörde. Als das Weiße Haus wie aus dem Nichts von Terroristen angegriffen und eingenommen wird, kann Banning unerkannt durch die Reihen der Angreifer schlüpfen und sich im Weißen Haus verstecken. Als letzte Rettung ruhen alle Hoffnungen, den Präsidenten und die anderen Geiseln aus der Gewalt der Terroristen zu schaffen, auf ihm.

Deutscher Trailer zu „Olympus Has Fallen“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=G_-v9uNQ9wM[/youtube]

Filmkritik „Olympus Has Fallen“

Wenn ich in letzter Zeit etwas über „Olympus Has Fallen“ gehört habe, dann war dies meist im Vergleich zu „White House Down“ und da schien Butlers Version des Spektakels stets besser abzuschneiden. Ich kann diesen Vergleich leider (noch) nicht bringen, da mir „White House Down“ bisher vorenthalten worden ist.

Regisseur Antoine Fuqua, vor allem bekannt geworden durch „Training Day“, „King Arthur“ und „Shooter“, inszeniert das Actionspektakel spannend, aber vorhersehbar. Ein Wiederspruch in sich, sagt ihr? Nicht wirklich.
Vorhersehbar einfach weil „Olympus Has Fallen“ dem guten alten 80-Jahre Actionkino-Hergang folgt.
Gestartet wird mit einem schlichten und kurz gehaltenem 15 Minuten Intro, um die Charaktere und deren Beweggründe vorzustellen, gefolgt von einer anschließenden „3 Jahre später“- Überleitung.
Dazu gibt es den typischen, tragisch gescheiterten Helden, mit dem obligatorischen Seelen- und Psycho- Trauma, der natürlich der Beste seines Faches war und immer bleiben wird. Eine Ein-Mann-Armee. So dass der restliche Secret Service mit all seinen perfekt ausgebildeten Tötungsmaschinen aussieht wie einer Anfängertrupp. Ein einsamer Kämpfer, in einem aussichtslosen Kampf. Eben genau das Grundgerüst, welches man noch von den guten alten Actionfilmen kennt.

Doch trotz der kaum zu verleugnenden Vorhersehbarkeit und dem ausschließlichen Ansatz einer Story, war „Olympus Has Fallen“ dennoch spannend und kurzweilig umgesetzt. Die Action und einhergehende Gewalt ist zeitweise blutig aber nicht aufgesetzt. Die Actionszenen selbst grenzen zwar nicht nur an Unglaubwürdigkeit, sondern überschreiten diese Grenze ohne Zurückzublicken.
Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich doch recht gut unterhalten worden bin.

Dennoch gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. „Olympus Has Fallen“ ist so patriotisch wie schon lange kein Film mehr. Die USA wird dargestellt, als DIE Weltmacht überhaupt, ohne deren schützende Hand andere Länder dem Untergang geweiht sind und deren Präsident auch stets der Most-Charasmatic-Man ist.
Aber es geht ja schließlich auch um den Angriff und die Rückeroberung des Weißen Hauses. Wenn man da nicht die ein oder andere USA Flagge, oder brustgeschwollene Rede stolpert, fehlt doch irgendwas.
Das manch einer hier Ausschau nach tiefgehenderen, politischen Aussagen, Kritiken oder Hintergedanken sucht und dann auch noch meint, diese gefunden zu haben, ist hier Fehl am Platze. Der Film ist oberflächlich wie es ein solcher Film sein muss. Schwarz und weiß. Gut und böse. Interpretationen gehören hier nicht hin.

Punktabzug gibt es definitiv für die CGI Effekte, die noch aus Zeiten von Windows 98 stammen und in manch einem Videospiel bereits besser realisiert worden sind. Den Hauptanteil der Produktionskosten wurde ganz klar an anderer Stelle verplant – oder man hat sich einfach für die falschen CGI „Spezialisten“ entschieden.

Eine der Hauptkritikpunkte ist, dass der Film sich selbst etwas zu ernst nimmt und an der ein oder anderen Stelle ein bisschen Augenzwinkern nicht schlecht gewesen wäre.
Am Ende bleibt mit „Olympus Has Fallen“, der am 15.11.2013 seinen DVD und Blu-ray Start hatte, gutes Popcornkino für zu Hause.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Gerard Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman
Regie:
Antoine Fuqua

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