Filmkritik ‚Oblivion‘ (DVD)


Oblivion
Oblivion

Oblivion“ ist für mich eines der Filmhighlights dieses Kinojahres, auf das ich mich wirklich gefreut habe und das ich auch dringend sehen wollte. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung woher das kommt. Wahrscheinlich war es wieder mal die gute Arbeit der Trailer-Produzenten oder einfach nur die interessante Kombination aus Genre, Story und Darsteller.

Bis jetzt sind mir eigentlich immer nur zwei Arten von Meinungen zu dem Film zu Ohren gekommen. Entweder die Leute mochten ihn, waren gar begeistert (trotz Tom Cruise) oder es war einfach nur ein richtig lahmer Film (vielleicht gerade wegen Tom Cruise). Mein Fazit, um das schon mal vorweg zu nehmen, ist definitiv positiver Natur. Ja, mir gefiel der Film sehr gut und ja, mir gefiel er auch gerade wegen Tom Cruise.

Mein Couchpartner für „Oblivion“ meinte zu Beginn des Films, seine Erwartungen seien schon recht groß und es würde schon einiges bedeuten, dass er hier sitzt und sich den Film mit mir anguckt. Er mag Tom Cruise eigentlich gar nicht.
Ich habe ihm daraufhin erst einmal „Jack Reacher“ als Pflichtprogramm ans Herz gelegt…aber das ist ein anderes Thema….

Jack und Victoria bilden die letzte Bastion auf der Erde. Ihre Mission ist die Wartung von Kampfdrohnen, um den Abbau lebenswichtiger Ressourcen zu gewährleisten. Der Rest der Bevölkerung ist nach dem Krieg gegen die so genannten „Plünderer“ ins All geflohen, da die Erdoberfläche unbewohnbar geworden ist. Das Ende ihrer Mission ist nah, doch in letzter Zeit häufen sich die Überfälle der Plünderer und etwas Größeres scheint im Gange. Geschürt durch unerklärliche Erinnerungsfetzen beginnt Jack an seiner Mission und an sich selbst zu zweifeln.

Deutscher Trailer zu „Oblivion“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=KQ3eH6q3810[/youtube]

Filmkritik „Oblivion“

Oblivion“ ist eigentlich eine Ein-Mann-Show, wie man es von anderen Cruise Filmen gewohnt ist. Irgendwer meinte mal es wäre einer dieser typischen Scientology –Filme. Keine Ahnung was das zu bedeuten hat. Glaube das ist einfach nur Geschwätz.
Über gut zwei Drittel der Strecke schafft es der Film eine grundsolide Spannung aufrechtzuerhalten, die nur vereinzelt durch Drama-Sequenzen unterbrochen wird. Jede dieser Szenen trägt jedoch zur weiteren Entwicklung des Films bei und auch wenn sie einen starken Kontrast zu den schnellen Schnitten während der rasanten Action-Szenen darstellen, fügen sie sich nahtlos ins Gesamtbild.

Die Story ist recht komplex. Ein reines „nebenbei gucken“ ist hier wohl eher nicht angesagt. Als Zuschauer wird man aber zuvorkommend an die Hand genommen und gut durch die etwas verschachtelte Erzählweise geführt. Auch wenn zwischenzeitlich Zweifel aufkommen, wie genau das alles aufgelöst werden soll, das Ende beantwortet auf den ersten Blick zunächst einmal alle offenen Fragen – zumindest die oberflächlichen. Und mehr braucht es bei einem Sci-Fi Blockbuster doch auch nicht.

Seit „Transformers“ bin ich riesen Fan der modernen, basslastigen Synthi- Soundeffekte. Daran kann ich mich gar nicht satt hören. Und auch in „Oblivion“ kommen diese Sounds vereinzelt wieder zum Einsatz. Immer dann wenn die Verteidigungsdrohnen durch die Gegend schwirren und ihre Scanner und Waffen einsetzen.

Zu den einzelnen Darstellern und Charakteren bleibt eigentlich auch nur positives zu sagen. Natürlich handelt es sich nicht um charaktermimische Höchstleistungen, aber es ist bei weitem kein oberflächliches Schauspiel, wie man es vielleicht erwartet hätte. Zwei Mankos gibt es dann aber vielleicht doch noch: Morgan Freeman kommt eindeutig zu kurz und Olga Kurylenko bleibt ihrem Kredo „gut aussehen alleine reicht völlig aus“ ziemlich treu. Fan von ihr werde ich in absehbarer Zeit wohl eher nicht werden. Die rote oder dunkle?

„Oblivion“ ist ein Film, bei dem ich wirklich froh bin, dass ich ihn gesehen habe und wie man vielleicht auch schon heraushört, find ich ihn absolut sehenswert. Eines Tages werd ich ihn mir bestimmt auch nochmals anschauen, aber kaufen werde ich ihn mir dennoch nicht,. Es gibt einfach so Filme bei denen es generell reicht sie gesehen zu haben und sie genau so, mit diesem ersten, bleibenden Eindruck, im Gedächtnis zu behalten. „Avatar, „Cloud Atlas“ und „Gangster Squad“ zähle ich auch zu diesen Filmen, die ich allesamt auf ihre Art und Weise auch als „sehr gut“ bezeichnen würde.

Also, egal ob ihr auf Science Fiction steht oder nicht, „Oblivion“ ist sehenswert und nach „Jack Reacher“ eine weitere Tom Cruise- Filmempfehlung meinerseits wert.
Ab dem 15.08.2013 ist „Oblivion“ als DVD und Blu-ray im Handel erhältlich.

8 von 10 Freeks

Darsteller:
Tom Cruise, Morgan Freeman, Olga Kurylenko
Regie:
Joseph Kosinski

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