Filmkritik „Non-Stop“ (DVD)


Non-Stop
Non-Stop

Schon bei seinen letzten Filmen, hat es den Anschein gemacht, als hätte Liam Neeson vorerst seinen aktuellen Rollentyp gefunden. Doch nicht nur scheinen diese Rollen ihm selbst Spaß zu machen, sondern sie liegen ihm auch und repräsentieren das, was das Publikum von ihm sehen will. Ich weiß nicht, ob es nur an mir liegt, aber ein wenig erinnern die Rollen an die Steven Seagal-sche Paraderolle aus den 90er Jahren.

Von „96 Hours“, mit dem alles begann, bis „Unknown Identity“ bis hin zum aktuellen „Non-Stop„, lassen sich die Ähnlichkeiten nicht verleugnen. Variation findet wenn dann im Detail der Charaktere und bei den Settings statt.

Nicht nur die Arbeit verlangt Air Marshall Bill Marks alles ab, auch privat hat er mit einem großen persönlichen Verlust zu kämpfen. Die Geister der Vergangenheit wollen keine Ruhe geben. Auch nicht als sich auf seinem aktuellen Flug einer der Passagiere in das geschlossene Netzwerk der Air Marshalls hackt und droht alle 20 Minuten einen der Passagiere umzubringen. Seine Forderung? 150 Millionen Dollar. Als der erste Countdown endet, wird aus dem schlechten Scherz, tödlicher Ernst und der Erpresser scheint sich seiner Sache sehr sicher, obwohl er an Board eines fliegen Flugzeuges sitzt.

Deutscher Trailer zu „Non-Stop“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=0kPIjmkK-6s[/youtube]

Filmkritik „Non-Stop“

What you see is what you get„. Selten erlebt man solch eine Kontinuität, was Filme und die entsprechenden Erwartungen an eben diese angeht. Greift man blind zu einem von Liam Neesons Filmen der letzten, na sagen wir, 6 Jahre, kann man von vorne herein sicher sein, was einen erwartet. Was sie alle gemeinsam haben: es sind mehr als nur solide Thriller, mit guter Action und einem Spannungsbogen unter dem der ein oder andere Fingernagel durchaus leidern muss.

Etwas schade ist, dass trotz all der gut inszenierten Action-Sequenzen, immer wieder ein paar Kleinigkeiten eingestreut werden, die einfach etwas zu „abgefahren“ sind. Auch wenn 90 Minuten Film in prinzipiell nachvollziehbare und ansatzeise realistischen abgedreht worden sind, so kommt in der 91 Minute eine Szene, die automatisch eine Augenbraue fragend nach oben fahren lässt.

Auch wenn sich die Thematik von Film zu Film etwas wiederholt, hat mich noch Kein einziger der Filme bisher so richtig enttäuscht. Es sind Bessere darunter, aber auch definitiv ein paar Schwächere, jedoch würde ich jeden einzelnen der Filme grundsätzlich weiterempfehlen für einen kurzweiligen Filmabend.

Was speziell „Non-Stop“ nun von allen anderen unterscheidet ist das besondere Setting. 95% des Films finden an Board eines Flugzeugs statt. Nichts mit beeindruckenden Sets und atemberaubenden Bildern, welche das Storytelling unterstreichen. Zurück zu den Wurzeln, zählt hier die Leistung der Darsteller und die Umsetzung des Drehbuchs. Nicht ganz so extrem wie „Buried – Lebend begraben„, jedoch mit der ein oder anderen Parallel, schafft es Regisseur Jaume Collet-Serra 106 Minuten wie im Flug vergehen zu lassen. (entschuldigt das Wortspiel, aber das musste sein;))

Achja, Julianne Moore war auch mit von der Partie, aber der Fakt, dass Liam Neeson alleinige Filmplakat und DVD Cover-Präsenz hat, sagt wohl alles aus. Dem ist dann auch nichts weiter hinzuzufügen.

Größte Schwäche des Films ist das Ende oder viel mehr die Auflösung des großen Unbekannten. Passend zu meiner zu Anfangs erwähnten 90er Actionfilm-Parallele, bekommt man auch hier wieder dieses Gefühl in der Zeit zurückgeworfen zu sein. Zu viel kann ich leider dazu nicht verraten, aber ich denke ihr wisst was ich meine, wenn ihr die stereotypische Umsetzung vor euch habt.

Am 24.07.0214 hatte „Non-Stop“ seinen DVD und Blu-ray Start und ist seit dem auch als Limited Steel Edition auf Blu-ray sowie als Video on Demand erhältlich.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Liam Neeson, Julianne Moore, Scoot McNairy
Regie:
Jaume Collet-Serra

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