Filmkritik Mission: Impossible – Fallout (Kino)

10 Monate?! Sind tatsächlich 10 Monate vergangen, seit meiner letzten Filmkritik hier auf dem Blog?
Na dann wird es ja erst recht Zeit, dass hier mal wieder etwas mehr Leben reinkommt. Und was eignet sich dafür besser, als eine Filmkritik zu „Mission: Impossible – Fallout“. Denn Leben, Aufregung und Action wieder in die Bude zu bringen ist das absolute Spezialgebiet von Tom Cruise…oder wohl eher Ethan Hunt.

Abermals liegt es an Ethan Hunt und dem IMF die Welt vor Schlimmerem zu bewahren. Doch der erste Versuch die Terroristen zur Strecke zu bringen und 3 verschwundene Plutoniumkerne sicherzustellen geht schief. Von da an sind Hunt und sein Team noch mehr als sonst auf sich alleine gestellt und es gilt tief in den Untergrund einzutauchen, um die geplanten Anschläge zu verhindern. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, während dessen Hunt selbst auf die Verdächtigenliste der CIA gerät und sich die Zahl der vertrauenswürdigen Verbündeten immer weiter minimiert.

Deutscher Trailer zu Mission: Impossible – Fallout

Filmkritik Mission: Impossible – Fallout

Mit der Realisierung von Teil 6 der Mission: Impossible Reihe wurde abermals Regisseur Christopher McQuarrie beauftragt, der bereits beim Vorgänger „Mission: Impossible – Rogue Nation“ seine Hände mit im Spiel hatte. Das merkt man durchaus. Die Stimmung, die Erzählweise, alles wirkt wie eine Fortführung der vorherigen Ereignisse und doch ist „Fallout“, genau wie alle anderen M:I Filme, mehr oder weniger ein Stand-alone. Es kann nicht schaden die Geschehnisse vor allem der neusten Teile im Hinterkopf zu halten, da das ein oder andere wieder aufgegriffen wird, aber auch Neueinsteiger können ohne Probleme den Handlungssträngen folgen und den Film voll und ganz genießen.

Rund um Tom Cruise hat sich die altbekannte und sehr gut etablierte Crew wieder eingefunden: Ving Rhames, Simon Pegg (ein tolles Sidekick-Duo:)) und selbst Alec Baldwin und Rebecca Ferguson sind wieder mit dabei. Zentraler Neuzugang ist Henry „Superman“ Cavill. Der, als kleines Makel, immer wieder wie das dritte Rad am Wagen wirkt – was definitiv seiner Rolle entspricht, aber dennoch das Gefühl vermittelt, als würden sie ihn nicht richtig mitspielen lassen wollen.

Was jedoch viel schwerwiegender ist, Cavill trägt einen Großteil zu meinem persönlichen, ersten Highlight des Films bei: der Faustkampf auf der Herrentoilette einer Discothek. Tom Cruise und Henry Cavill, liefern sich hier einen phänomenal choreografierten Kampf mit dem mir noch recht unbekannten Liang Yang. Es reißt einfach mit wenn es mal nicht wie am Schnürchen läuft und beide Geheimagenten wieder und wieder straucheln die Zielperson auszuschalten. Tolle Szenen, beeindruckende Stunts und mitfiebern ist hier garantiert.



Auch ansonsten sind die Stunts selbstverständlich abermals zentrales Element des Films. Wie soll es auch anders sein, wenn das Mission:Impossible Franchise und Tom Cruise aufeinanderprallen. Cruise hat es sich nicht nehmen lassen wieder für aufgerissene Augen, offene Münder und angespannte Muskeln bei den Zuschauern zu sorgen. Sei es der Hubschraubercrash über den Bergen oder der Fallschirmsprung durch eine Gewitterfront (wer macht denn bitte sowas?!). Mit dem Wissen durch die Making Ofs, dass so vieles davon tatsächlich auch von Cruise selbst durchgeführt worden ist, macht es nochmals mehr Spaß bei dem Ergebnis zuzusehen.

Also Spannung ist allemal gegeben. Gepaart mit der soliden Agentenstory, dem M:I Flair und dem auch so gewohnten Jetsetting ist „Fallout“ ein absolutes Kinoerlebnis.
Bei der Filmdauer von 2 Stunden und 27 Minuten mussten wir schon zwei mal hingucken und kurz Schlucken. Doch während des Films ist davon kaum etwas zu spüren. „Kaum“ denn an der ein oder andere Stelle im letzten Filmdrittel kommt dann doch kurz der Gedanke, wie lange er wohl noch laufen wird – bevor dann der Spannungsbogen wieder aufgenommen wird und dieser Gedanke ganz schnell wieder im Nichts verpufft.

Zum Ende hin sei noch eine offene Frage in den Raum gestellt, die sich immer mal wieder auftut: Warum kommt es immer wieder vor, dass nicht an den Schauplätzen gefilmt wird, an denen der Film eigentlich spielt. Wieso zum Beispiel passiert der große Showdown von M:I Fallout laut Film in Kashmir, gedreht wurde jedoch in Norwegen und Neuseeland? Besonders in den Fällen, in denen der Kinobesucher die Gegend erkennt, geht doch so ein Teil der Magie des Films verloren.

Mein Fazit nun zum Schluss: „Mission: Impossible – Fallout“ ist auf jeden Fall ein Film der für’s Kino gemacht ist! Wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt, geht rein so lange er noch läuft.

9 von 10 Freeks

Darsteller:
Tom Cruise, Henry Cavill, Ving Rhames

Regie:
Christopher McQuarrie

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