Filmkritik „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ (Blu-ray)


Mandela Der lange Weg zur Freiheit
Mandela Der lange Weg zur Freiheit

Es war mal wieder an der Zeit, zu sehen, was es Abseits der internationalen Blockbuster so Neues auf dem Heimkinomarkt gibt. Während ich den Kinostart von „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ nur gerade so mit einem Auge verfolgt habe, hat der DVD und Blu-ray Start am 05.09.2014 recht schnell mein Interesse geweckt.
Nicht nur die recht guten Kritiken in der Fachpresse, auch die Golden Globe Nominierung für Idris Elba taten ihr übriges dazu.

Thematisiert wird die außergewöhnliche Geschichte von Nelson Mandela (1918 – 2013). Von seiner Kindheit, der ersten großen Liebe und seinem beginnenden Kampf gegen die Apartheid, bis hin zu seiner Amtseinführung als erster Präsident des demokratischen Südafrikas.

Deutscher Trailer zu „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=nu6t_TXvunw[/youtube]

Filmkritik „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“

Wohl niemand hat die Weltpolitik so dermaßen beeinflusst wie Nelson Mandela. Der charismatische Führer der Anti-Apartheid-Bewegung wurde zu einem weltweiten Symbol für den friedlichen Widerstand. Ein Leben, das es auf alle Fälle wert ist, verfilmt zu werden, um ihn auch mit Hilfe dieses Mediums ein klein wenig mehr unsterblich zu machen.

Erst während meines Schreibens wurde ich mir über die finale Bewertung zu „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ bewusst. Obwohl ich mir nach dem Film recht schnell eine positive Meinung gebildet habe, war ich doch unschlüssig, wie gut „Mandela“ mir letztendlich wirklich gefallen hat. Da Biografien nun auch nicht unbedingt regelmäßig zu meinen Filmabenden gehören, fehlen mir die großen Vergleichsmöglichkeiten. So steht „Mandela“ recht alleine da – ob dies nun zu seinem Vorteil oder Nachteil dient, kann ich nicht sagen.

Das Bio-Pic umspannt einige Jahre von Mandelas Leben und so blieb Regisseur Justin Chadwick hier nicht viel anderes übrig, als sich tatsächlich die zentralen Eckpunkte herauszusuchen – in diesem Fall mit einem Fokus auf die öffentliche Person und weniger den Privatmann.
Es ist und bleibt natürlich ein Film, aber in diesem Falle einer, der auf Mandelas selbst verfasster Biographie beruht und insofern sein Leben und vor allem seine Perspektive wiederspiegelt. Im Film wurde diese gespickt mit echten Aufnahmen und Fotos, die vor allem die Unruhen in Südafrika thematisieren.
Trotz eines bekannten Endes, schafft es Chadwick dennoch den Zuschauer auf eine emotionale Reise mitzunehmen, die wohl kaum jemanden kalt lässt.

Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ ermöglicht es dem Zuschauer zumindest ansatzweise nachzuempfinden, was für Situationen Mandela meistern und durchstehen musste und wie schwer ihm manche der Entscheidungen gefallen sein müssen.

Es ist am Ende vielleicht nicht der Film der dieses Mannes, dieser Ikone vollkommen würdig ist, aber es ist ein Film, der es wert ist, gesehen zu werden und der Mandelas Einsatz, Opfer und Errungenschaften dem Durchschnittsbürger etwas näher bringt.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Idris Elba, Naomie Harris, Terry Pheto
Regie:
Justin Chadwick

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