Filmkritik „Lone Survivor“ (Blu-ray)


Lone Survivor
Lone Survivor

Kriegsfilme, Anti-Kriegsfilme oder Krieg thematisierende Filme überhaupt sind einfach so ne Sache. Zunächst einmal sind diese alles andere als Mainstream. Man muss es schon mögen, beziehungsweise ein gewisses Interesse an der Thematik haben. Darüber hinaus sollte man nicht zu zart besaitet sein, was wir spätestens seit der Eröffnungssequenz von „Der Soldat James Ryan“ gelernt haben. Und zuletzt ist es einfach grundsätzlich schwierig einen Film mit solch einem Thema als „gut“ zu bezeichnen.

Lone Survivor“ hält sich im Trailer was den blutigen Aspekt angeht noch stark zurück. Man sollte sich jedoch absolut auf gnadenlose Feindkontakte und halsbrecherische Action einstellen.

Basieren auf dem Tatsachenbericht von Marcus Luttrell, erzählt „Lone Survivor“ wie er und sein Team von US Navy SEALs auf eine Mission geschickt werden, den Taliban Führer Ahmad Shah auszuschalten. Die Mission gerät außer Kontrolle und das Team sieht sich einem aussichtslosen Kampf auf Leben und Tod gegenüber.

Deutsche Trailer zu „Lone Survivor“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=R7Qg5XnNOVg[/youtube]

Filmkritik „Lone Survivor“

Es ist schon mal sehr nett vom Drehbuchautoren, den Zuschauer schon vorher zumindest ein wenig Hoffnung mit auf den Weg zu geben, was Überlebende angeht. Denn „Lone Survivor“ ist was das angeht recht eiskalt. Da wird keine Rücksicht auf empfindliche Gemüter genommen und auch wenn eine FSK 16 Einstufung vorliegt, so spielt das realitätsnahe bei dieser Produktion, soweit ich das als Zivilist beurteilen kann, eine sehr große Rolle. Man verfolgt nicht einfach nur unbeteiligt die Ereignisse. Man fiebert mit. Leidet mit. Vor allem Letzteres.

Kopfschüttelnd, mit einem Auge wegguckend und den Mund schon fast vor mitfühlendem Schmerz verzerrt, verfolgt man jeden Schritt der Navy SEALs.
Gespielt ist das ganze richtig gut. Zwar absolut schwarz und weiß gezeichnet – Gut gegen Böse. Und die US Forces gehen dabei nahezu komplett mit weißer Weste hervor. Aber da hatte wohl auch die Marketing Abteilung des US Militärs seine Finger im Spiel. Denn trotz Authentizität kam ich nicht um das Gefühl herum, dass ich mir einen US Army/ Navy Werbefilms ansehe. Zwar ist das Gezeigte und das Ergebnis alles andere als schön, aber der Grundtenor ist marketingtechnisch was Heldentum angeht, ganz bewusst vorhanden.

Der Film ist für mich tatsächlich richtig schwer einzustufen und dadurch ist es auch schwer eine Bewertung abzugeben. Zunächst tendierte ich dazu 6 von 10 Freeks zu vergeben, was bedeutet, dass „Lone Survivor“ sehenswert ist und über dem Durchschnitt liegt. Das trifft vollkommen zu, da er sich selbst innerhalb des Genres von der Masse abhebt. Dennoch wären 6 Freeks etwas zu wenig. Der Film mag definitiv nicht jedermanns Geschmack treffen, aber es gehört einiges dazu, wenn ein Film einen auf dem heimischen Sofa so sehr mitreißt. Daher also die finale Bewertung von 7.

Lone Survivor“ hatte am 17.10.2014 seinen DVD und Blu-ray Start und ist auch seit dem als Video on Demand verfügbar.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Mark Wahlberg, Taylor Kitsch, Emile Hirsch
Regie:
Peter Berg

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