Filmkritik „Hangover 2“


Es ist schon wieder passiert! Dieses Mal in einer fremden Stadt, in einem fremden Land.
Hangover 2” ist so sehr eine Fortsetzung, dass er eigentlich schon ein erster Teil ist. Hätte es „Hangover“ 2009 nie gegeben, könnte „Hangover 2“ ohne Probleme seinen Platz einnehmen. Gut, die ein oder andere Pointe würde dann unverbraucht in der Luft verpuffen, aber was den Unterhaltungsfaktor angeht, spielen die beiden Filme durchaus in der selben Liga.
Die Grundidee zur Story funtkioniert so gut, dass es sogar fast schon egal ist, dass sich die Geschichte nahezu 1:1 wiederholt.
Neuer Schauplatz, neue Aussetzer, aber gleiche Charaktere, gleiche Story.

Wieder erlebt das Wolfsrudel einen Blackout, der seinesgleichen sucht.
Obwohl aus Anlass zu Stus Hochzeit nur ein einziges Bier am Strand von „T-Hailand“ geplant war, wachen Stu, Phil und Alan am nächstem Morgen verkatert in einem runtergekommenen Hotel mitten in Bangkok auf. Und abermals gilt es, den Abend so gut es geht zu rekapitulieren, denn einer der Freunde wird vermisst und Stus Hochzeit ist in Gefahr.

Deutscher Trailer zu „Hangover 2“



Filmkritik zu „Hangover 2“

Trotz der sehr ähnlichen Story ist „Hangover 2“ eine absolut gelungene Komödie – für Erwachsene! Diesen Zusatz sollte man bei der Fortsetzung nicht vergessen. Im Vergleich zum zweiten Teil war „Hangover“ fast schon familienfreundliche Unterhaltung. Teil 2 geht doch noch ein bisschen weiter unter die Gürtellinie und bietet arg gewöhnungsbedürftige Bilder.

Doch das kommt an! Alleine in den USA hat „Hangover 2“ bis zum 02.06.2011 bereits über 100 Mio. Euro eingespielt und das bei Produktionskosten von gerade mal geschätzten 55 Mio. Euro.

Wie auch schon im Filmhit “Hangover” lebt die Fortsetzung von seiner aberwitzigen Situationskomik und all den skurrilen Charakten, denen die 3 auf ihrem nächtlichen Streifzug und dem Versuch dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, begegnen.
Eines der Highlights für mich, die Geschehnisse der letzten Nacht aus Alans Sicht. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich glaube die Kleinen hatten echt Spaß dabei!

Was man “Hangover 2” möglicherweise ankreiden kann ist, dass es sogar etwas zu Alan-lastig ist. Klar, der Typ ist zum Schießen, aber dennoch ist er nur ein Teil des Films; genießt in “Hangover 2” aber fast schon Hauptrollenstatus. Es wird schwierig sein in weiteren, möglichen „Hangover“- Fortsetzungen hier die richtige Balance zu finden.
Hinzu kommt, dass manch eine Szene vielleicht doch schon ein wenig zu “krass” ist, auch wenn der Film wahrscheinlich nur deswegen funktioniert. Alles ändere wäre eben einfach nur ein Abklatsch des ersten Teils gewesen.
Dennoch, am Ende des Films kommt einem „Hangover“ vor wie ein Weichspülgang.

Für eine Fortsetzung ist “Hangover 2” durchaus sehenswert, dennoch gilt das gleiche wie bei so vielen Filmreihen: nichts geht über Teil 1!

7 von 10 Freeks
Darsteller:
Bradley Cooper, Zach Galifianakis, Ed Helms, Justin Bartha
Regie:
Todd Phillips

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Filmkritik "Hangover 2", 6.6 out of 10 based on 5 ratings

2 Replies to “Filmkritik „Hangover 2“”

  1. Ich war gersten mit meinen Sohn 12 Jahre in diesee „Komödie“, der Film ist ab 12 Jahre durch die FSK freigegeben !!!!!!!!!!!!! Allerdings verwundert doch stark , das ANALSEX mit einer zweigeschlechtlichen Nutte, Kokain schnupfende Menschen, eine mit ihrer Vagina Pinpong spielende „Tänzerin“ usw. ein Film für die ganze Familie ist.
    Mich erschreckt die Freigabe der FSK !!!!!!!!
    Ach, übrigens ich habe auch bei der FSK angerufen, die meinten wenn der Film ab 12 Jahren freigegeben sei würde er auch den Richtlinen entsprechen !!! ?????

    1. Ganz ehrlich: ich stehe da ganz auf deiner Seite und genau das meinte ich mit meinen Kommenteren wie „gelungene Komödie – für Erwachsene!“ oder „ein wenig zu ‚krass'“.

      Wenn ich ehrlich bin, habe ich auf die FSK 12 nicht geachtet, finde dies jedoch auch arg grenzwertig. Aber „Hangover 2“ ist bei weitem kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor, dass man sich über die Altersfreigaben der FSk doch sehr wundern muss…
      Klar, ich kann mir vorstellen, dass eine solche Einstugung generell nie so ganz einfach ist, da Filme nun mal nicht „schwarz“ und „weiß“ sind, sondern eben viele verschiedene Abstufungen existieren.

      Schwierig hier ein abschließendes Statement zu geben…

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