Filmkritik „Grace of Monaco“ (DVD)


Grace of Monaco
Grace of Monaco

Es gibt Schauspieler und Schauspielerinnen mit denen man einfach weniger anfangen kann, als mit anderen. Gründe dafür sind schwer zu erklären, da das meist auf reiner, subjektiver Symapthie beruht. Bei der weiblichen Elite Hollywodds zählen bei mir vor allem Meryl Streep und eben Nicolde Kidman zu genau diesen Nicht-Sympathie-Trägern.

Doch was wäre ich für ein Filmblogger, wenn ich nicht dennoch ab und an über meinen eigenen Schatten springen würde und auch Nicole Kidmans Leistungen vor der Kamera zu würdigen wüsste. Zuletzt geschehen bei „Grace of Monaco„, der am 02.10.2014 seinen DVD und Blu-ray Start hatte und seit dem auch als Video on Demand verfügbar ist.

Grace Kelly begehnet ihrer großen Liebe Fürst Rainier III. und folgt ihm zurück in seine Heimat, nach Monaco, wo die große Hochzeit nicht lange auf sich warten lässt. Doch das Leben einer Fürstin kann die Leere, die Hollywood und das Schauspeilersein hinterlassen haben nicht ausfüllen. Vor allem als sich die politische Lage zwischen Monace und Frankreich zuspitzt und Fürst Rainier um den Erhalt der Souveränität seines Landes kämpft, braucht ihr Mann, ihre Familie und ihr Land sie mehr als je zuvor. Es ist Zeit fpr Grace sich zwischen ihrer Berufung und ihrer Liebe zu entscheiden.

Deutscher Trailer zu „Grace of Monaco“
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Filmkritik „Grace of Monaco“

Grace of Monaco“ ist leider nicht viel mehr als eine, zugegebenermaßen sehr gut gespielte, One-(Wo)Man-Show, mit einer hervorragend aufgelegten Nicole Kidman, welche die Rolle vollkommen ausfüllt. Nicole Kidman als Grace Kelly passt eben auch wie die Faust auf’s Auge. Sie mag nicht zu meinen favorisierten Darstellerinnen zählen, dennoch gebe ich gerne zu, dass vorallem sie Grazie, Elegeganz und Größe allein durch ihr auftreten verkörpert. Leider hat dies vor allem in diesem speziellen Film negative Auswirkungen auf den Rest des Casts. Die Figuren an ihrer Seite erscheinen recht blass, allen voran Tim Roth, wodurch sich Emotionen nur zaghaft einstellen.

Meine heimlichen Highlights kamen in der Person des Pfarrers und Hitchocks daher. Vor allem Frank Langella wurde wunderbar gecastet und beide sind viel mehr als nur nettes Beiwerk. Gerne hätte ich mehr davon gesehen. In einem Film mit so vielen Protagonisten und recht umfassenden Handlungen, bleibt jedoch leider kaum Zeit den Nebendarstellern genug Tiefe zu verleihen.

Wie zu Beginn des Films angekündigt, handelt es sich um eine fiktive Geschichte, beruhend auf tatsächlichen Ereignissen. Diese Kombination macht es für mich als Grace Kelly – Laien nahezu unmöglich diesen Film, die gezeigten Ereignisse und die Person Grace Kelly auch nur ansatzweise einzuordnen. Klar, sind auch mir die groben Eckdaten ihres Lebens bekannt, aber im Detail hab ich mich noch nicht so dafür interessiert. Mit diesem Hintergrung kam mir der Film eigentlich ganz gelegen. Die finale Umsetzung erlaubt es mir jedoch kaum, mir auch nur annährend ein besseres Bild der Hollywood- Ikone zu machen. Da es eben nicht die Biographie ist, die ich mir erhofft hatte, erfüllt „Grace of Monaco“ nicht ganz meine Erwartungen.

Angenehm überrascht war ich von der kurzen Filmdauer von nur 98 Minuten, was vorallem innerhalb dieses Genres und dieser Thematik keine Selbstverständlichkeit ist. Ob darunter dann letztendlich doch die Tiefe des Films und der Emotionen gelitten haben, sei dahin gestellt.

Genrefans und Fans von Nicole Kidman sollten auf voll ihre Kosten kommen, waschechte Grace Kelly Fans schütteln womöglich aufgrund der Story ungläubig den Kopf. Bei mir hat es bei „Grace of Monaco“ für einen interessanten und kurzweiligen Filmabend durchaus gereicht.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Nicole Kidman, Tim Roth, André Penvern
Regie:
Olivier Dahan

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