Filmkritik „Für immer Adaline“ (DVD)

Veröffentlicht am 11.12.15 von Filmfreek in Filmkritik, Filmkritik A-I
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Für immer Adaline

Für immer Adaline


Wenn Männer unsterblich werden, kann es nur einen geben und sie versuchen sich gegenseitig die Köpfe vom Hals zu schlagen.

Wenn Frauen unsterblich werden, ist ihr Leben ein einziges Drama, in dem weder sie selbst, noch ihre Liebsten jemals glücklich werden können.

So oder zumindest so ähnlich waren meine ersten Gedanken noch während des Films und es fast eigentlich auch schon recht gut zusammen, mit was Regisseur lee Toland Krieger uns in „Für immer Adaline“ konfrontiert. Doch auch wenn ein leicht negativer Unterton mitklingt, der Film ist durchaus erfrischend anders und bringt Abwechslung in das sonst eher triste Romantik-Drama-Genre.

Seit einem Unfall mit folgenschwere, Blitzeinschlag altert Adaline nicht mehr. Verfolgt von der Regierung entschließt sie sich für ein ratsloses Leben, in dem es keinen Platz für tiefgehendere Gefühle gibt. Zum Selbtschutz aber auch zum Schutz der anderen, denn wer würde ihre besonderheit shcon verstehen, geschweige denn ein Leben an ihrer Seite verbringen wollen, während sie ewig jung bleibt. Ihre Prinzipien werden eines Tages auf eine harte Probe gestellt, als sie den jungen Ellis jones kennenlernt. Gefühle regen sich in Adaline und abermals steht ein große Entscheidung bevor…

Deutscher Trailer zu „Für immer Adaline“
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Filmkritik „Für immer Adaline“

„Für immer Adaline“ ist eine wirklich nette Idee, verpackt in eine schöne Geschichte und filmisch gut umgesetzt. Zunächst einmal konnte ich kaum glauben, dass es sich hierbei nicht um eine Romanverfilmung handelt, sondern das Skript direkt mit der Idee eines Films im Hinterkopf geschrieben worden ist. In meinen Augen ist den Kreativen hier durchaus Umsatz-Potenzial durch den Buchverkauf verloren gegangen…aber schön zu sehen, dass es noch nicht ganz so schlecht um neue Ideen für Filme bestellt ist.

Bei der Machart des Films fallen vor allem zwei Aspekte auf: die Erzählweise mit ihren Vor- und Rückblenden, sowie ein leichter Hauch von „Amelie“. Letzteres ist insbesondere hervorgerufen durch den Erzähler aus dem Off, dessen Wortwahl und Art und Weise doch recht stark an eben jenen aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erinnert. In meinen Augen jedoch keinesfalls ein negativer Punkt. Für mich ist diese Art den Zuschauer in einen Film einzuführen und ihn auch währenddessen wimmer wieder abzuholen immer noch sehr willkommen. Es passt darüber hinaus in diesem Falle auch zum Grundtenor des Films mit seinen leichten Märchen-Ansätzen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Film all denjenigen unter euch gefallen wird, die auch an „Der Sternwanderer“ oder „Die Frau des Zeitreisenden“ gefallen fanden. „Für immer Adaline“ mag diese beiden Filme zwar nicht übertreffen, aber braucht sich auch nicht zu verstecken.

Warum es letztendlich nicht mehr als diese 6 Freeks bei meiner Bewertung geworden sind, liegt daran, dass mir das gewisse Extra fehlt. Der Film hangelt sich mit seiner zugegebenermaßen, besonderen Story an einem Standardleitfaden entlang, ohne eine einzige Überraschung, die nicht schon Stunden zuvor absehbar ist. Daher für Fans des Genres durchaus eine Option, aber einmal ansehen reicht dann auch.

„Für immer Adaline“ hatte am 20.11.2015 seinen DVD und Blu-ray Start und ist seit dem auch als Video on Demand erhältlich.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Blake Lively, Michiel Huisman, Harrison Ford

Regie:
Lee Toland Krieger

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Filmkritik "Für immer Adaline" (DVD), 6.5 out of 10 based on 2 ratings

  1. franziska-t sagt:

    Bin ganz deiner Meinung. Ich fand die Off-Stimme sehr nervig, weil sie einfach alles erzählt. Alle Gefühle, alle Reaktionen, werden sofort kommentiert und gewertet. Das hätte man ruhig dem Zuschauer überlassen können.

    Hier meine Review: https://filmkompass.wordpress.com/2015/06/17/the-age-of-adaline-2015/