Filmkritik ‚Flypaper‘ (Blu-ray)


Flypaper
Flypaper

Mittlerweile wird mir erst richtig klar, was für einen Mehrwert dieser Filmblog hat. Hab ich zuvor eigentlich nur Filme angeguckt, die mich wirklich interessiert haben, häuft sich mittlerweile die Anzahl der Filme, die ich in der Videothek wohl keinen zweiten Blickes würdigen würde.

Klar, dass da nicht nur Perlen der Filmgeschichte dabei sind, aber es gibt doch immer wieder das ein oder andere Highlight, weswegen es sich lohnt, über die schwächeren Filme hinwegzusehen. So zum Beispiel auch “Flypaper”. Highlight nicht unbedingt im Sinne von absolut Top 10- Listen würdig sondern eher im Sinne von erfrischend anders und schön kurzweilig.

Der skurrile Tripp Kennedy gerät in einen Banküberfall. Genauer gesagt in zwei Banküberfälle, die gleichzeitig stattfinden. Mit seiner guter Auffassungsgabe versucht Tripp zusammen mit den Geißeln die Hintergründe des Überfalls zu klären uns somit heil aus der Sache herauszukommen. Doch alles ist ganz anders als es scheint und schnell gerät alles aus den Fugen.

Deutscher Trailer “Flypaper”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Hy8LcctAcp4&feature[/youtube]

Filmkritik zu “Flypaper”

“Von den Drehbuchautoren von ‘Hangover’” liest sich erstmal sehr gut und funktioniert wohl durchaus als Verkaufsargument. Dass “Flypaper” jedoch bei weitem nicht an eine sensationelle Buddy-Komödie wie “Hangover” heranreicht, sollte dabei jedem klar sein.
Die Story ist durchaus ausgefallen und unterhaltsam, die Charaktere sind wunderbar überspitzt gezeichnet und erinnern ansatzweise, aber auch wirklich nur ansatzweise, an “Smokin’ Aces” und das Finale kann sich ebenfalls sehenlassen.

Dennoch hat “Flypaper” den Direct-to-DVD Status, sprich also keine Präsenz in den deutschen Kinos, absolut verdient. Was für den gemütlichen Filmeabend zu Hause durchaus reicht, wäre auf der großen Leinwand irgendwie Fehlamplatze gewesen.

So schade es auch ist, aber die größte Schwachstelle des Films ist der Hauptdarsteller selbst. Patrick Dempsey nimmt man die Rolle der kauzigen, skurrilen und aufgdrehten Geißel von Anfang an nicht ab. Den gesamten Film über spürt man förmlich wie er versucht diese Rolle zu spielen, aber es scheint so als könne selbst er sich nicht mit dem Charakter identifizieren. Wie soll es uns als Zuschauer da anders gehen?!

“Flypaper” lebt in erster Linie von seiner Erzählweise, die gespickt mit Rückblenden, die Story auf sehr interessante Weise vorantreibt, seinen ausgefallenen und stereotypischen Charakteren und den gut platzierten Twists, die immer wieder neue Aspekte in die Handlung einstreuen.
Auch das große Finale zum Schluss kann nochmals mit einer Kehrtwendung der Dinge auwarten, die zwar nicht unbedingt überraschend kommt, den Zuschauer jedoch mit einem leichten Schmunzeln zurücklässt.

Flypaper” ist generell eine gelungen Krimi-Action-Komödie, die zwar zeitweise albern ist, aber nie in Blödeleien oder Slapstick verfällt.

6 von 10 Freeks
Darsteller:
Patrick Dempsey, Ashley Judd, Tim Blake Nelson
Regie:
Rob Minkoff

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