Filmkritik ‚Fast & Furious 6‘ (Kino)


Das „Fast & Furious“ Franchise gehört für mich im Kino zu den absoluten Blockbuster-Pflichtbesuchen. Es mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber die Reihe macht einfach Spaß und bis auf Teil 3, den ich bis heute nicht gesehen habe, kann ich mir die Filme auch immer wieder ansehen.

Für Teil 6 des Franchise konnte man abermals Justin Lin als Regisseur gewinnen, der auch bereits „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ und „Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile.“ auf die große Leinwand gebracht hat. Auch wieder mit von der Partie ist ein Großteil der mittlerweile eingeschworenen Hauptdarsteller-Riege. Zumindest für diesen Teil gibt es dabei keine nennenswerten Neuzugänge.

Die Story schließt sich nahezu nahtlos an das Ende des Vorgängers an.
Nachdem Brian und Mia Nachwuchs bekommen haben, wollen er und Dom ihre Vergangenheit und illegalen Machenschaften endgültig an den Nagel hängen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Hobbs gemacht. Dieser benötigt bei seiner Jagd auf Shaw die Hilfe der besten Crew weit und breit. Und da auch Doms totgeglaube Freundin Letti Teil von Shaws Gang zu sein scheint, steht es für Dom außer Frage Hobbs zu helfen, um so endlich Gewissheit über Lettis Schicksal zu erlangen.

Deutscher Trailer zu „Fast & Furious 6“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kVz9_GJJLFU[/youtube]

Filmkritik „Fast & Furious 6“

Über das große Finale von „Fast & Furious 6“ wurde ja überall im Netz hergezogen. Auf Twitter, Facebook und in diversen Blogs wurde im Detail über die Frage philosophiert, wie lange denn diese Landebahn sein muss, um für einen solchen Showdown herhalten zu können. Für alle die es interessiert: gut 27 Meilen, also knapp 43 km. Und somit auch gut 38 km länger, als die längste, asphaltierte Landebahn der Welt. Dies ergab zumindest eine Berechnung der Website Empire Online.

Somit ist eindeutig geklärt: „Fast & Furious 6“ ist unrealistisch. Welch unglaublich, sensationelle Entdeckung! Nicht.
Die „Fast & Furious“- Filme waren schon immer Popcorn-Blockbuster wie sie im Buche stehen mit ganz hohem „Gehirn an der Garderobe abgeben“ Faktor. Wer anderes erwartet hat, saß absolut im falschen Kinosaal.

Aber ok, zugegeben, eine gewisse Steigerung der Unglaubwürdigkeit ist dennoch erkennbar. War „Fast & Furious Five“ mit seinem alles zerstörenden Riesensafe schon einen Schmunzler wert, liefert „Fast 6“ nun wahre Lacher an Unrealismus. Da steht bei mir der spektakuläre „Brücken-Stunt“ sogar noch höher im Kurs, als die oben erwähnte, viel zu lange Landebahn.
Aber so wie ich es verstehe ist genau DAS mittlerweile die Absicht der Macher. Spaßige Action- Unterhaltung stets unterlegt mit einem ironischen Augenzwinkern.
Die Reihe nimmt sich mittlerweile schon selbst nicht mehr ernst und die Protagonisten entwickeln sich immer mehr zu wahren Superhelden. Harte Prügelszenen sowie schlimme Autounfälle bei Höchstgeschwindigkeiten verursachen, wenn überhaupt, nur oberflächliche Kratzer, die nach wenigen Szenen schon wieder vergessen sind.

Insgesamt gefällt mir die Entwicklung, die von „The Fast and the Furious“ bis zu „Fast & Furios 6“ stattgefunden hat. Und ich würde mir auch definitiv einen Teil 7 wieder im Kino anschauen, so lange die zentralen Charaktere wieder mit von der Partie sind. Dennoch, mir fehlt das Flair des ersten Teils und so ist es in gewisser Weise doch schade, dass der Fokus sich so sehr verschoben hat. Die Straßenrennszene steht schon lange nicht mehr im Vordergrund aber Teil 6 hat diese nun endgültig in einen Nebenschauplatz verwandelt und die pure Action ins Rampenlicht geschoben.

In diesem Zusammenhang gibt es vielleicht auch wieder gute Nachrichten: der Spieleklassiker „Need For Speed“ wird nun tatsächlich verfilmt und greift so das Thema illegale Straßenrennen hoffentlich wieder auf.

Als abschließendes Wort noch zu „Fast & Furious 6“: ich weiß noch nicht genau was ich von der Szene während des Nachspanns halten soll. Auf der einen Seite ein nettes Schmankerl, auf der anderen Seite befürchte ich, dass das die „Fast & Furious“- Reihe in eine Art „The Expendables“ mit Autos mutiert. Mal abwarten…

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Nadine Velazquez, Denzel Washington, John Goodman
Regie:
Robert Zemeckis

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