Filmkritik ‚Enemies – Welcome to the Punch‘ (Blu-ray)


Enemies Welcome to the Punch
Enemies Welcome to the Punch

Rein durch einen Newsletter bin ich auf „Enemies – Welcome to the Punch“ aufmerksam geworden. Der Anlass des Newsletters? Der Film feierte am 25.10.2013 seinen DVD und Blu-ray Start. Die Story ist nichts außergewöhnliches, der Trailer versprach aber zumindest ansatzweise gute Cop-Thriller Unterhaltung.
In erster Linie habe ich mich für den Film jedoch aufgrund der Besetzung entschieden. Mark Strong und James McAvoy kann man sich ja schon mal angucken. Aber schon die Eröffnungsszene trieft förmlich vor Logiklücken und fehlender, überzeugender Schauspielkunst. Ein schwieriger Start.

Cop Max Lewinsky hat eine Nemesis. Jacob Sternwood. Wie besessen macht er bereits seit Jahren Jagd auf diesen und versucht ihn zur Strecke zu bringen. Doch nach ihrem letzten Aufeinandertreffen hat sich Sternwood zurückgezogen und niemand weiß wo er sich aufhält. Ein Rankommen ist schier unmöglich. Bis eines Tages sein Sohn in eine Schießerei verwickelt wird und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Lewinsky wittert seine Chance Sternwood aus der Reserve zu locken, sieht sich bald jedoch noch ganz anderen Gegnern gegenüber.

Deutscher Trailer zu „Enemies – Welcome to the Punch“
[youtube]www.youtube.com/watch?v=nOhcvb1x7Mc[/youtube]

Filmkritik „Enemies – Welcome to the Punch“

Auf den diversen DVD und Blu-ray Covern zu „Enemies – Welcome to the Punch“ liest man Lobeshymnen wie „Thrilling, Stunning, a Knock-Out Action Movie“ oder Kommentare wie der von der New York Times „Actionreich, witzig und empfehlenswert“. Ich bin tatsächlich etwas verunsichert, ob wir alle denselben Film gesehen haben. Denn selten war ich von einem Film so wenig berührt worden, wie in diesem Falle.

Mark Strong zähle ich in der Regel zum engeren Kreis meiner Lieblingsmimen. In „Enemies“ war seine Leistung aber mehr als enttäuschend. Damit stand er aber absolut nicht alleine da. Es gab Szenen, in denen ich tatsächlich an McAvoys Schauspieltalent gezweifelt habe. Dies hatet zur Folge, dass ich schlicht und einfach den Darstellern ihre Rolle nicht abgenommen habe und es so gar nicht zwischen mir und den Geschehnissen auf dem Bildschirm gefunkt hat.

Hinzu kommt eine Synchronisation, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Die meiste Zeit über kommt diese einfach recht amateurhaft rüber. Positiv erwähnen möchte ich eine der Synchronstimmen dann aber doch noch. Die von Schauspieler Peter Mullan alias Roy Edwards, einer der Nebenrollen. Tolle Stimme, aber leider stach diese hervor wie ein bunter Hund und erinnerte eher an einen Erzähler aus dem Off. Passte daher auch irgendwie nicht ins Gesamtbild.

Leider lässt auch die Erzählweise des Films etwas zu wünschen übrig. Auch wenn ich die Geschehnisse auf dem TV recht aufmerksam verfolgt habe, wirklich dahinter gestiegen, was sich hier abspielt, bin ich zu keiner Zeit. Das Offensichtliche ist durchaus verständlich, aber das große Ganze bleibt ungewollt im Verborgenen. Dies ist wohl auch den Drehbuchautoren irgendwann klar geworden, denn zum Ende hin holt McAvoy zu einem Rundumschlag aus und fasst in 5 Minuten mal eben alles zusammen. Dies ist durchaus kein Vorkauen von Dingen, die wir sowieso schon wussten, sondern an dieser Stelle begreift man tatsächlich erst, was der Film einem die ganze Zeit über sagen wollte. Wobei hier am Ende auch noch einige Fragen unbeantwortet bleiben.

Wie ich zu Anfangs erwähnt hatte, kann man ansatzweise eine unterhaltsame Story erkennen und diese wird auch zeitweise spannend erzählt.

Enemies – Welcome to the Punch“ ist nur ein weiterer kleiner, grauer Fisch in einem Meer von Filmproduktionen. Einen Kinostart hätte dieser Film tatsächlich nicht verdient und selbst auf DVD und Blu-ray ist er nur beschränkt empfehlenswert. Passend wäre eine Free-TV Premiere am Crime-Dienstag auf ZDF. In diesem Falle würd ich sagen, ja warum nicht.

4 von 10 Freeks

Darsteller:
James McAvoy, Mark Strong, Andrea Riseborough
Regie:
Eran Creevy

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