Filmkritik ‚Der Dieb der Worte‘ (DVD)


Der Dieb der Worte
Der Dieb der Worte

Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden. Im Falle von „Der Dieb der Worte“ ist das ein bisschen hoch gegriffen, aber im Endeffekt bin ich doch froh, dass dieser Film nicht spurlos an mir vorbeigezogen ist.

Für die Umsetzung von „Der Dieb der Worte“ haben sich zwei Drehbuchautoren mal über ihren Horizont hinaus gewagt und ihre erste Regiearbeit vorgelegt.
Während meiner Recherche über den Film bin ich über eine eigentlich ganz nette Anekdote gestolpert. Bradley Cooper wurde wohl bereits vor ein paar Jahren, noch vor seinem weltweiten Durchbruch, von den beiden Autoren auf dieses Projekt angesprochen und gefragt, ob er die Hauptrolle übernehmen würde. Dieser hatte damals zugesagt und nun, obwohl einige Jahre später, hat Cooper tatsächlich sein Wort gehalten. Vielleicht nur eine Legende, um den Film etwas interessanter zu machen, aber mir gefällt die Vorstellung.

Rory Jansen ist ein junger Autor, dem der große Durchbruch nicht so richtig gelingen will. Eines Tages stolpert er über eine alte, unveröffentlichte Geschichte, die ihn sofort fesselt. Kurzentschlossen reicht er sie bei seinem Verlag ein und wird über Nacht zum gefeierten Autoren. Er selbst, von Gewissensbissen geplagt, kann den Ruhm jedoch nicht ganz genießen. Erst recht nicht, nachdem der eigentlich Autor der Geschichte bei ihm auftaucht und ihn zur Rede stellt.

Deutscher Trailer zu „Der Dieb der Worte“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7EghgwPW5l8[/youtube]

Filmkritik „Der Dieb der Worte“

Das wirklich interessante an “Der Dieb der Worte“ ist, dass die eigentliche Handlung rund um Rory Jansen, teil eines Romans ist und die fiktiven Figuren der Feder eines anderen Autoren entspringen. Es hat durchaus etwas von „Inception in der Literatur“ und sorgt häufiger mal zu nachdenklichen Falten auf der Stirn. Besonders zum Ende hin war den Drehbuchautoren selbst anscheinend nicht ganz klar, wie sie den Film auflösen und was sie überhaupt auflösen wollen.
Das Resultat ist leider ein ziemlich unbefriedigendes Ende – zumindest was die oberste der drei Geschichten angeht.

Bradley Cooper, Sam Neill, Olivia Wilde, Zoe Saldana und Jeremy Irons liest sich als Cast schon mal gar nicht so schlecht. Überragende Leistungen verlangt das Drehbuch dennoch von keinem der Darsteller ab, aber wirklich nötig ist dies auch nicht, um die Geschichte zumindest ansehnlich zu erzählen. Wilde und Saldana sind dabei eher nette Beigaben. Cooper, Neill und Irons stehen im Mittelpunkt des Films und tragen die Geschichte.

Ich persönlich mochte vor allem Jeremoy Irons Charakter ebenso wie die Geschichte die er zu erzählen hatte. Cooper und Neill spinnen diese Grundlage weiter, kommen jedoch etwas vom Weg ab und bilden am Ende eine Art künstlerischen Rahmen für die zentrale Geschichte.

Der Dieb der Worte“ ist Arthouse Kino mit Mainstream Darstellern. Kann man gucken, muss man aber nicht. Die grundsätzliche Idee hat mir ziemlich gut gefallen und ich hab auch Spaß daran diese in Gedanken immer noch weiterzuspinnen. Was wäre es zum Beispiel für eine fast schon abstrakte Situation, wenn man nicht einen Film gedreht, sondern ein Buch geschrieben hätte. Ein Buch zu lesen, über jemanden der ein Buch vorliest, in dessen Geschichte zwei Männer die Wahrheit über ein weiteres Buch erzählen.

„Der Dieb der Worte“ ist am 18.10.2013 auf DVD und Blu-ray erschienen.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Bradley Cooper, Dennis Quaid, Olivia Wilde
Regie:
Brian Klugman, Lee Sternthal

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