Filmkritik ‚Crazy, Stupid, Love.‘


Steve Carell gehört absolut nicht zu meinen bevorzugten Comedians und dies ist an sich auch schon der ganze Grund, weswegen ich bisher einen weiten Bogen um „Crazy, Stupid, Love.“ gemacht habe. Da konnten weder Ryan Gosling, noch Julianne Moore oder gar Emma Stone etwas dran ändern.
Nun aber habe ich mich, wie bereits bei „Brothers“, aufgrund einer Empfehlung, zu diesem Film hinreißen lassen. Im Nachhinein, ebenfalls wie bei bereits „Brothers“, eine wirklich gute Entscheidung.

Cal dachte immer, dass er und seine Frau das perfekte Leben haben – bis diese ihm offenbart, dass sie sich scheiden lassen möchte. Am Boden zerstört über die Erkenntnis, dass sein Leben doch nicht so perfekt ist, wie er immer dachte, trifft er auf den Lebemann Jacob, der sich seiner annimmt und ihn auf das Leben als Single vorbereitet.

Deutscher Trailer zu „Crazy, Stupid, Love.“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=txR1aNo50ps[/youtube]

Filmkritik „Crazy, Stupid, Love.“
„Crazy, Stupid, Love“ ist eine Ode an den Mann, gehalten in schwarz und weiß.
Da ist auf der einen Seite der „Spießer“, der mit seiner Jugendflamme verheiratet ist und mit seiner Familie in einem gemütlichen Eigenheim haust. Auf der anderen Seite haben wir den Aufreißer, den Frauenschwarm und überzeugten Single. Und selten wurde Männlichkeit so zelebriert wie in der Person von Ryan Gosling alias Jacob alias Mr Single. Der Soundtrack, die Zeitlupensequenzen bei seinen Auftritten, ja selbst seine Synchronstimme, einfach alles ist darauf ausgerichtet ihn als DEN Mann schlechthin erscheinen zu lassen. Und wenn man den Aussagen der weiblichen Zuschauer glauben darf, hat es durchaus funktioniert.

Dass es nicht immer ganz so schwarz und weiß zugeht, was die verschiedenen Typen „Mann“ angeht, wird im Film einfach mal schlechthin ignoriert. Entweder, oder. Kein Mittelweg.
Aber trotz dieser eher engstirnigen Sichtweise trifft „Crazy, Stupid, Love.“ den Nagel auf den Kopf und bekommt dann auch noch genau im richtigen Moment die Kurve, um sich keine Vorwürfe gefallen lassen zu müssen.

Ryan Gosling und Steve Carell sind mehr als einfach nur ideal besetzt und spielen ihre Rollen, als würden sie ihr eigenes Leben wiederspiegeln. Doch auch der Rest des Casts ist durchaus sehenswert und so macht es durchweg Spaß selbst den Nebenhandlungen, wenn man diese überhaupt zu etwas dekradieren möchte, aufmerksam zu verfolgen.

Obwohl der Film an einem bestimmten Punkt in ein nur allzu bekanntes Schema abdrifftet, schafft es „Crazy, Stupid, Love.“ immer wieder durch geschickt platzierte Wendungen und Ereignisse den Zuschauer zu überraschen und erneut zu fesseln.

Mir hat es von Anfang an, bis zur letzten Minute Spaß gemacht und für eine Romantik-Komödie, denn nichts anderes ist „Crazy, Stupid, Love.“, war der Film ziemlich gut. Ich will gar nicht verleugnen, dass gerade meine äußerst niedrigen Erwartungen der Filmkritik zugute kommen, aber so oder so, das Fazit fällt sehr positiv aus.
Ich geh jetzt erstmal ein paar Anzüge kaufen und meinen Körper auf Photoshop-Maße formen.

7 von 10 Freeks
Darsteller:
Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore, Emma Stone
Regie:
Glenn Ficarra, John Requa

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