Filmkritik „Coherence“ (Blu-ray)


Zwar musste ich erst durch einen Newsletter auf „Coherence“ aufmerksam gemacht werden, aber danach haben mich vor allem die diversen Film-Festival-Teilnahmen und Pressestimmen davon überzeugt, dass ich den Film sehen sollte.

„Eines der Highlights des diesjährigen Fantasy Filmfests. Hochspannend, intelligent und originell. Ein Glücksfall.“
TV Spielfilm
„Einer der besten Science-Fiction-Filme seit Jahren!“
Movies.com
„Geheimtipp!“
TV Movie
„Pflichtprogramm für Fans des Phantastischen Films.“
Filmchecker.de
„Elektrisierendes Spannungskino. Ein definitiver Geheimtipp!“
Das Manifest

Es scheint wie ein ganz normales Abendessen unter Freunden. Doch das ganze steht unter keinem guten Stern. Als ein Komet die Erdumlaufbahn durchkreuzt, kommt es zu seltsamen Vorkommnissen, die keiner der Anwesenden erklären kann. Als dann der Strom ausfällt und sich die Gruppe zu dem einzigen beleuchteten Haus im ganzen Block aufmacht, um zu telefonieren, häufen sich die Ereignisse, bis niemand mehr sagen kann, ob die Freunde um einen rum auch tatsächlich die Leute sind, für die man sie hält.

Deutscher Trailer zu „Coherence“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=yu0josSAmbg&list=PLnDtekdYGBzHUGGWq04CQLJrezx2cewso[/youtube]

Filmkritik „Coherence“

Die Atmosphäre in „Coherence“ lebt vor allem von den immer wieder leicht unscharfen Bildern und verwackelten Aufnahmen. Dabei möchte der Film keineswegs eine Art Mockumentary sein, er bedient sich nur ähnlicher stilistischer Elemente, um das Setting realistischer und „echter“ wirken zu lassen.

Der Film trumpft mit eher unbekannten, aber toll gecasteten Darstellern auf. Obwohl ich keinen einzigen anhand seines Namens vorher zuordnen konnte, kam mir während des Films jeder einzelne irgendwie vertraut vor, was womöglich einfach daran liegt, dass es sich bei vielen um Serien-Darsteller handelt, so wie zum Beispiel Nicholas Brendon, den man eher als Xander aus der Vampirjägerserie „Buffy“ kennt.

Was die Story angeht, war mein erster Gedanke während des Schreibens dieser Filmkritik „die ist doch eigentlich recht simpel und schnell zusammengefasst“. Aber, wie es sich herausstellte, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ja, das Setting ist recht schnell erklärt, die Charaktere sind recht schnell eingeführt und als Zuschauer braucht man nicht lange um verstanden zu haben, dass es sich um einen ganz normalen Freundeskreis mit all seinen unterschiedlichsten Charakteren und Dramen handelt.
Auch das Phänomen mit dem Kometen ist nicht weiter aufregend. Komplex wird es erst, wenn die Geschichte so richtig an Fahrt aufnimmt und der Sci-Fi-Mystery-Touch à la Akte-X ins Spiel kommt. Zu Beginn ein interessantes wie auch spannendes Gedankenspiel, das immer wieder mit kleinen Highlights auftrumpfen kann, die mir auch regelmäßig das ein oder andere respektvolle „gut gespielt“-Grinsen in Richtung des Regisseurs und/ oder Drehbuchautoren entlockt haben.

Etwas seltsam ist es dann aber doch, wie die Protagonisten zwischendurch doch immer wieder in banale Alltagsszenen wie den Abwasch machen oder ein Beziehungsgespräch im Hausflur zurückkehren, während all diese seltsamen Dinge vor sich gehen und Minuten zuvor noch absolute Panik im Haus herrschte. Es wird von einem Gemütszustand in den nächsten gewechselt, als wäre gar nichts gewesen. Das nimmt zeitweise die Spannung heraus und als Zuschauer war mir einfach nicht klar, wie ich mich nun fühlen sollte. Abhilfe schaffte meist der Score des Films, der, recht aufdringlich, hören lässt, was man fühlen sollte.

Coherence“ ist ein Sci-Fi-Mystery- Werk, das ganz ohne Blut, seltsame Kreaturen oder kranke Psychopathen auskommt. Auf der einen Seite einfach und simpel, doch zugleich komplex in seiner Logik. Erklärungen und Auflösung, darf man nicht erwarten, denn Science-Fiction ist und bleibt eben Science-Fiction.
Mir hat es Spaß gemacht, auch wenn ich es ehrlich gesagt lieber gehabt hätte, wenn man mich nicht mit einem ganz so abrupten Ende konfrontiert hätte.

Seit dem 27.3.2015 ist „Coherence“ auf DVD und Blu-ray erhältlich.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Emily Baldoni, Maury Sterling, Nicholas Brendon
Regie:
James Ward Byrkit

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