Filmkritik „Born to Dance“ (Blu-ray)


Born To Dance
Born To Dance

Der Tanzfilm stirbt einfach nicht aus. Zwar ist es gefühlt schon Ewigkeiten her, dass Box Office Einnahmen eines Films dieses Genres tatsächlich Grund zu großer ausgelassener Freude gaben, doch scheint es ein kleines, aber treues Publikum zu geben, das immer wieder bereit ist Geld für Kino, DVD und/oder Blu-ray auszugeben.

So werden nicht nur Filmreihen in ihre 4. Runde geschickt, sondern auch komplett neue Filme, wie „Born to Dance – Zwei Herzen. Ein Beat. „, aus dem Boden gestampft. Wobei „neu“ hier relativ ist.

Donny hat ein wenig Ärger mit dem Gesetz und trotz seiner Bewährungsauflagen, reist er kurzentschlossen von New Orleans nach New York. Denn hier führt sein Bruder Nick einen erfolgreichen Szene-Club. Donny sieht seine Chance gekommen, mit seinem Tanz-Talent ganz groß rauszukommen. Kaum angekommen verliebt er sich jedoch in die schöne Aya und Ärger ist vorprogrammiert. Denn Aya ist die Schwester von Nicks ehemaligem Partner und die liegen im Moment mächtig im Streit.

Deutscher Trailer zu „Born to Dance“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=KUtSzj2etOQ [/youtube]

Filmkritik „Born to Dance“

Mit „Born to Dance“ bringt Regisseur und Drehbuchautor Duane Adler seinen ersten großen Film auf die internationalen Kinoleinwände und dadurch auch eine neue Alternative zum erfolgreichen „Step Up“- Franchise. Jedoch ist „neu“ dabei, wie gesagt, recht relativ. Denn irgendwie wird man den gesamten Film über das Gefühl nicht los, das alles irgendwie schon tausendmal gesehen zu haben. Sowieso ist man ja eigentlich selbst Schuld, wenn man bei Tanzfilmen eine große Story und tiefgründige Charaktere erwartet. Ich muss jedoch „Born to Dance“ zu gute halten, dass er sein Bestes gibt, eine Art Story und nachvollziehbare Handlung aufzubauen.
Somit ist das auf dem Cover angepriesene „von den Autoren von Step Up und Save the Last Dance“, nicht einfach nur ein Lückenfüller und Grund zum Schmunzeln, sondern hat durchaus seine Daseinsberechtigung.

Doch schieben wir die Story mal bei Seite. Der Fokus liegt in diesem Genre ganz klar auf den Tanzelementen. Diese sind bei „Born to Dance“ auch zu genüge vorhanden, jedoch weit entfernt von fesselnd, atemberaubend oder zumindest beeindruckend inszeniert. Hier kommt dann doch wieder der Eindruck auf, das man Aufgewärmtes vorgesetzt bekommt, auch wenn das Gericht dieses Mal um die Zutat Stepptanz erweitert worden ist.
Es gibt im ganzen Film zwei gute und somit erwähnenswerte Tanz-Szenen. Das diese dann auch noch die ruhigsten Elemente des Films sind und nichts mit Stepp-Elementen zu tun haben, spricht Bände. Am Ende kann nicht einmal das absolut vorhersehbare Finale mit einer würdigen Show aufwarten.

So wie die Tänze, sind auch die Charaktere recht uninteressant und den Darstellern fehlt es an Ausstrahlung. Seit dem Remake von „Footloose“ hab ich keinen so un-charismatischen Hauptdarsteller mehr gesehen, daher ist es wenig verwunderlich, wenn man die Ereignisse völlig unbeeindruckt verfolgt.

Es gibt zwar durchaus noch schlechtere Filme in diesem Genre, aber definitiv auch um einiges sehenswertere. Die Pluspunkte gibt es für den Ansatz einer Story, die vereinzelt gelungenen Tanz-Choreografien und ein recht gut umgesetztes 3D-Bild.
Am 08.08.2014 hatte „Born to Dance“ bereits seinen 3D Blu-ray, DVD und Video on Demand Start.

4 von 10 Freeks

Darsteller:
Derek Hough, BoA, Will Yun Lee
Regie:
Duane Adler

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