Filmkritik „Beziehungsweise New York“ (Digital Video)


Beziehungsweise New York
Beziehungsweise New York

Nach „Barcelona für ein Jahr“ (2002 – Originaltitel „L’auberge espagnole“) und „L’Auberge espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg“ (2005 – Originaltitel „Les poupées russes“), ist „Beziehungsweise New York“ (Originaltitel: „Casse-tête chinois“) das dritte Abenteuer Rund um die Clique Xavier, William, Wende, Martine und Isabelle. Auch wenn hier die Titel nicht danach klingen, aber es handelt sich tatsächlich um eine aufeinander aufbauende Filmreihe. Tja, das alles hab ich erst herausgefunden NACHDEM ich „Beziehungsweise New York“ gesehen habe. Daher an dieser Stelle dieser kleine aber durchaus wichtige Hinweis.

„Beziehungsweise New York“ hatte seinen DVD und Blu-ray Start am 01.09.2014 und ist seit dem auch als Video in Demand verfügbar.

Bei Xavier und Wende läuft es alles andere als gut. Es kommt schließlich zur Trennung und Wende wandert mit samt den Kindern aus nach New York. Um in der Nähe seiner Kinder zu bleiben, bleibt Xavier nichts anderes übrig als ihnen hinterher zu ziehen. Mit Hilfe seiner alten Freundin Isabelle versucht er sich hier sein neues Leben aufzubauen und ganz nebenbei soll ja auch noch ein neuer Roman geschrieben werden…

Deutscher Trailer zu „Beziehungsweise New York“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=ScGXZE_EBlc[/youtube]

Filmkritik „Beziehungsweise New York“

Dass es zu „Beziehungsweise New York“ bereits ein paar Vorgeschichten gab merkt, man in den Details während des gesamten Films immer wieder. Als Nichtkenner der ersten beiden Teile, kam es mir vereinzelt so vor, als hätte ich irgendwas verpasst oder als würde mir dann doch etwas Hintergrundwissen fehlen. Es ist nicht so, dass man komplett verloren ist und im Dunkeln stehen gelassen wird. „Beziehungsweise New York“ funktioniert durchaus auch alleine. Aber ich glaube seinen vollen Charme entwickelt der Film nur als Teil des Großen und Ganzen.

Regisseur Cédric Klapisch nutzt eine sehr interessante, wenn auch zu Anfangs etwas gewöhnungsbedürftige, Erzählweise, mit nahtlos integrierten Rückblenden, die sich an Xaviers Erzählungen entlanghangeln. Zwischenzeitlich etwas viel, aber man kann folgen und Stück für Stück erschließt sich einem ein Gesamtbild.
Sehr gut gefallen hat mir das Detail, dass die englisch gesprochenen Sätze der Protagonisten nicht übersetzt worden sind. Dies sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre und macht es leichter sich in die Charaktere in den jeweiligen Situationen hineinzuversetzen.

„Beziehungsweise New York“ lebt von seinen Dialogen und vor allem von Xaviers selbstkritischer Lebensbetrachtung und den entsprechenden Weisheiten, die man mal nickend bejaht und dann wieder kritisch hinterfragt, gespickt mit ein paar humorvollen Anekdoten.
Dass ich nicht himmelhochjauchzend vom Film erzähle, liegt hauptsächlich daran, dass er dann doch vereinzelte Längen hat und man sich fragt wohin uns diese Geschichte führen soll? Was steht am Ende? Und dann kommt es mehr oder weniger aus dem Nichts zu einem Finale voller Chaos, Charme und vor allem ganz viel Hollywood. Eine runde Sache ist etwas anderes, aber Klapisch hat zumindest all seine Handlungsstränge und Episoden am Ende zusammenlaufen lassen.

Auch wenn aktuell laut IMDB noch nichts in diese Richtung geplant ist, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es in den nächsten 5 Jahren zu einem weiteren Wiedersehen mit den 5 Freunden kommen wird.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Romain Duris, Audrey Tautou, Cécile De France
Regie:
Cédric Klapisch

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