Filmkritik „Auge um Auge“ (DVD)


Auge um Auge
Auge um Auge

Nach recht vielen durchschnittlichen Filmen, gab es nun endlich mal wieder einen Leckerbissen auf meiner Liste. „Auge um Auge – Out of the Furnace“ wurde mir schon zum Kinostart am 03.04.2014 sehr ans Herz gelegt, aber ich war recht skeptisch und ehrlich gesagt auch zu geizig, den Kinopreis für diesen Film zu zahlen. Es hat also nun bis zum DVD und Blu-ray start gedauert, dass ich mir Scott Coopers Regiearbeit ansehen konnte.

In gewisser Weise hat mich der Film an Ben Afflecks The Town erinnert, wobei man hier genau so viele Unterschiede wie Gemeinsamkeiten feststellen kann. Nichtsdestotrotz denke ich, dass man ruhigen Gewissens sagen kann, wem xx gefallen hat der kann auch beruhgt zu Auge um Auge greifen.

Russell Baze hat ein kleines Haus, einen Job und eine Freundin, die ihn liebt. Er kümmert sich so gut es geht sowohl um seinen Vater als auch um seinen jüngeren Sohn, der es nach seinen Auslandseinsätzen beim Militär schwer hat wieder im alltäglichen Leben Fuß zu fassen. Nach einem tragischen Autounfall kommt jedoch alles ganz anders. Baze muss für mehrer Jahre in den Knast und nach seiner Freilassung ist nichts mehr, wie es früher war und seine kleine Welt bricht in sich zusammen.

Deutscher Trailer zu „Auge um Auge – Out of the Furnace“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=OgmdeuLWz9U[/youtube]

Filmkritik „Auge um Auge – Out of the Furnace“

Auge um Auge“ meistert den Spagat zwischen Arbeiterklasse-Drama und Rache-Thriller, wobei das Drama die meiste Zeit über die Oberhand behält. Absolut hochklassig gespielt, allen voran Christian Bale und Woody Harrelson, denen die Rollen scheinbar auf den Leib geschrieben worden sind. Auch Casey Affleck spielt sich in neue Sphären und etabliert sich langsam aber sicher. Forest Whitaker, mal wieder die Idealbesetzung für diese Nebenrollen, wird wunderbar ergänzt durch Willem Dafoe. Nur Zoe Saldana bleibt recht blass und ist am Ende nicht mehr als eine nette Beigabe.

Auch wenn man sich jederzeit über die Entwicklung des Films im Klaren ist, will man es sich doch nicht eingestehen und hofft immer wieder darauf, dass am Ende doch alles ganz anders kommt. Mit eben genau dieser Hoffnung spielt Regisseur und Drehbuchautor Cooper immer wieder und führt seine Zuschauer so von einer Enttäuschung in die andere. Im positivsten Sinne. Es ist ganz so als würde Cooper während des gesamten Films direkt hinter uns sitzen und unsere Reaktionen kopfschüttelnd kommentieren: „Ihr hättet es doch besser wissen sollen“.

Ich müsste lügen, würde ich sagen dass „Auge um Auge“ mich nicht mitgerissen hat. Doch 116 Minuten lang gefesselt hat er mich nicht. Klingt nach einer komischen Kombination. Es war aber tatsächlich so, dass ich zeitweise auf die Scheibe gestarrt habe und mich die Spannung und Dramaturgie regelrecht eingesponnen hat. Dann aber gab es auch wieder Momente, in denen ich mal eben etwas zu trinken geholt habe, ohne auf die Pause tasten zu drücken. Und ich hatte nicht das Gefühl dadurch etwas verpasst zu haben.

Auge um Auge“ als bildgewaltig zu beschreiben ist vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen, aber der Film ist auf jeden Fall sehr stimmungsvoll und bietet ein perfektes Zusammenspiel zwischen Bild und musikalischer Untermalung.
Seit dem 11.09.2014 ist „Auge um Auge – Out of the Furnace“ als DVD und Blu-ray verfügbar.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Christian Bale, Casey Affleck, Zoe Saldana
Regie:
Scott Cooper

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