Filmkritik „96 Hours – Taken 3“ (DVD)


96 Hours - Taken 3
96 Hours – Taken 3

Falls ihr es im Kino verpasst haben solltet, seit dem 29.05.2015 ist „96 Hours – Taken 3“ im Extended Cut als DVD, Blu-ray und VoD erhältlich. Ein, wie es scheint, allerletztes Mal kehrt Liam Neeson alias Bryan Mills zurück, um mit Hilfe seiner ganz besonderen Fähigkeiten böse Leute zu finden und zur Strecke zu bringen. Als kleines Highlight wird er dieses Mal von Oscar-Preisträger Forest Whitaker gejagt.

Nachdem Bryan Mills bereits seine Tochter, sowie auch sich selbst und seine Frau, aus den Fängen von Terroristen retten musste, steht nun die nächste Familientragödie bevor. Dabei scheint doch zunächst einmal alles gut zu laufen im Leben des Ex-Special-Agents. Das Verhältnis zu seiner Ex-Frau ist besser als je zuvor und es scheint sich eine Versöhnung anzubahnen und seiner Tochter kommt Mills ebenfalls wieder näher.

Einen Schicksalsschlag später wird Mills jedoch eines Mordes bezichtigt, den er nicht begangen hat. Während er sich nun auf der Flucht befindet, nimmt er gleichzeitig die Verfolgung der wahren Täter selbst in die Hand. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Deutscher Trailer zu „96 Hours – Taken 3“
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=qtowk0HfGtI[/youtube]

Filmkritik „96 Hours – Taken 3“

Auch wenn „96 Hours – Taken 3“ mit schwerem Geschütz auffährt und die Trilogie tatsächlich in ein furioses Finale führt, für mich ist und bleibt „Taken 2“ immer noch der abstrakteste der drei Filme. Ein Film, in dem die Tochter Handgranaten durch Istanbul wirft, damit ihr Vater sie auf seine Fährte führen kann, erreicht einfach eine ganz neue Dimension des Action-Kinos.

Doch auch „Taken 3“ schlittert immer wieder über diese Grenze der Glaubwürdigkeit hinaus. Das Bryan Mills nicht einfach nur ein x-beliebiger Special-Agent ist, wussten wir ja schon. Das er es jedoch gleichzeitig mit diversen US-Regierungsbehörden und einer skrupellosen, russischen Gang aufnehmen kann, bringt das ganz auf ein ganz neues Level. Auf seiner Suche nach Rache läuft dann natürlich alles genau nach Plan und es gibt nichts Unvorhergesehenes, auf das er nicht bereits die richtige Antwort/ Reaktion parat hat. Der Kollateralschaden ist dabei noch Mittel zum Zweck, um seine Ambitionen noch mehr zu verstärken. Selbst-Justiz wie sie nur Hollywood schreiben kann.

Dennoch, trotz der mehr als nur stereotypischen Übermacht des Helden, habe ich mich auch dieses Mal wieder auf Liam Neeson in seiner aktuellen Paraderolle gefreut und den Film absolut bewusst angesehen – und ich bereue nichts. Noch ermüdet es mich nicht, auch wenn ich dankbar wäre, wenn die Reihe nun tatsächlich ein Ende findet, wie es aktuell prophezeit wird.

Als kleiner Bonuspunkt wurde für „Taken 3“ niemand geringeres als Forest Whitaker in der Rolle des Inspektor Frank Dotzler gecastet. Nicht nur, dass die Rolle ihm wie auf den Leib geschrieben scheint, es wertet den voraussichtlich letzten Teil der Taken-Reihe nochmals etwas auf. Auch wenn Whitaker durchaus Leinwandpräsenz erhält, „Taken“ ist und bleibt eine Ein-Mann-Show.

Fans von Teil 1, können von Olivier Mégatons Werk leicht enttäuscht sein, Fans von Teil 2 werden ihn mögen und Fans der Reihe kommen bei „96 Hours – Taken 3“ auf jeden Fall auf ihre Kosten.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Liam Neeson, Forest Whitaker, Maggie Grace
Regie:
Olivier Megaton

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Filmkritik "96 Hours - Taken 3" (DVD), 6.5 out of 10 based on 2 ratings

3 Replies to “Filmkritik „96 Hours – Taken 3“ (DVD)”

  1. Teil 1 war ja noch etwas Glaubwürdig. Aber die nächsten Teile haben diese Glaubwürdigkeit auf ein neues Level gebracht. Eigentlich schade. Das Finale der Trilogie werde ich mir auf jeden Fall ansehen, aber meine Erwartungen sind nicht hoch.

    Lg
    Wolfgang

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Schon klar, man sollte auf Cover-Marketing-Slogans nicht zu viel geben, aber ich muss dies doch als Aufhänger für die Filmkritik...

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