Filmkritik ’96 Hours – Taken 2′ (DVD)


96 Hours Taken 2
96 Hours Taken 2

Mal wieder eine Fortsetzung. Ein weiteres Ergebnis von Hollywoods Ideenlosigkeit und einem recht erfolgreichen Vorgänger, der eine Wiederholung an den Kinokassen verspricht.
Zum Kinobesuch hat‘s bei mir nicht gereicht, auch wenn dies kurz mal angedacht war. Aber nun auf DVD war ich nur zu gern bereit mir Liam Neesons Actionthriller „96 Hours – Taken 2“ anzuschauen.

Sowieso bin ich ja…hmm, was bin ich eigentlich?! Als Fan von Liam Neeson würde ich mich nicht bezeichnen, aber ich schaue mir gerne Filme an, in denen er mitgewirkt hat. Er ist einfach ein Sympathieträger.

Nachdem Bryan Mills auf der Suche nach seiner Tochter die halbe Unterwelt von Paris beseitigt hat, sinnen die Väter der getöteten Söhne nun nach Rache. Und dabei geraten nicht nur er selbst, sondern auch seine Frau und seine Tochter ins Fadenkreuz der Terroristen. Während eines Besuchs in Istanbul kommt es dann zum unausweichlichen Aufeinandertreffen.

Deutscher Trailer „96 Hours – Taken 2“
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=lFgrAhBSxN4[/youtube]

Filmkritik zu „96 Hours – Taken 2“

Die Story ist bei „96 Hours – Taken 2“ absolut Nebensache. Aber mal ehrlich, wer sucht bei einem Actionthriller dieser Art schon nach tiefgründigen Hintergrundinfos und ausführlichen Erläuterungen. Liam Neeson alias Bryan Mills hat die falschen Leute wütend gemacht, die wollen nun Rache. That’s it. Dazu noch kurz ein Grund in den Raum geworfen, warum ausgerechnet Istanbul als Schauplatz herhalten muss und es kann losgehen.

Nach dieser recht kurz gefassten, aber dennoch absolut ausreichenden Einführung, legt der Film ziemlich schnell an Tempo zu. Doch wo manch einem vergleichbaren Streifen schnell wieder die Puste ausgeht, schafft es Regisseur Olivier Megaton das Tempo durchgängig zu halten. Was das angeht, würde ich „96 Hours – Taken 2“ mit „Transporter“ gleichsetzen, der für mich einer der besseren, modernen Actionfilme ist. Kurzweilig, unterhaltsam und auf den Punkt gebracht.

Hab ich schon erwähnt, dass der Film definitiv kurzweilig und absolut spannend ist?! Ich glaube, ja. Dennoch ist dies eine weitere Erwähnung wert, denn eigentlich ist genau das auch das merkwürdigste am ganzen Film. Denn zu keiner Zeit zweifelt man auch nur für eine Sekunde daran, dass Mills wirklich in Gefahr ist. Er ist einfach der Überagent, dessen ebenbürtiger Gegenspieler erst noch geboren werden muss.

Und etwas davon scheint auch auf seine Tochter abgefärbt zu haben. Einer der größeren Minuspunkte im Film. Denn die Fähigkeiten, die sie da aus dem Nichts geboren, zur Schau stellt, sind schon nicht ohne. Da täuscht auch das obligatorische Dauergeschrei nicht drüber hinweg. Einfach eine etwas nervige Rolle, die da dem Drehbuch entsprungen ist.

Darüber hinaus ist „96 Hours Taken 2“ endlich mal wieder ein Film mit angenehmen 90 Minuten Lauflänge. Man muss sich also nicht dreimal überlegen, ob man ihn sich nun noch anguckt, oder ob‘s nicht doch schon zu spät am Abend ist.
Eine Weiterempfehlung ist der Film allemal wert.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Liam Neeson, Famke Janssen, Maggie Grace
Regie:
Olivier Megaton

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