Filmkritik ‚7th Floor‘ (Blu-ray)


7th Floor
7th Floor

Wie ich darauf gekommen bin, mir ausgerechnet den doch eher unbekannten „7th Floor“ anzusehen? Ich selbst gar nicht. Der Film wurde mir über einen Pressekontakt vorgestellt und die ersten Infos haben sich zumindest so ansprechend angehört, dass ich mir gerne die Zeit genommen habe, um mir den Film anzuschauen. Generelles Fazit: simpel, aber gut.

Warum für den deutschen Home Entertainment Start zum englischen Titel des Films noch ein „Jede Sekunde zählt“ ergänzt werden musste, kann ich mir nicht erklären. Wirklich zutreffend ist es nicht, da es mehr Tempo suggeriert als letztendlich geboten wird.
Wer sich selbst überzeugen möchte, der DVD und Blu-ray Start von „7th Floor“ ist am 22.07.2014.

Sebastián spielt auf dem Weg zur Arbeit das übliche kleine Wettrennen mit seinen Kinden: vom siebten Stock ihrer Wohnung aus nimmt er den Fahrstuhl und die beiden Kleinen das Treppenhaus. Ein einfaches kleines Wettrennen. Nichts besonderes. Doch als er unten in der Lobby ankommt, fehlt von seinen Kindern jede Spur.

Deutscher Trailer zu „7th Floor“
[youtube]http://youtu.be/etr8AXWM7Ok[/youtube]

Filmkritik „7th Floor“

Da braucht es erst einen argentinisch-spanischen Beitrag, um dem aktuellen Einheitsbrei in diesem Genre zu entkommen. „7th Floor“ ist endlich mal wieder ein unblutiger Thriller, bei dem keine Monster, paranormalen Existenzen oder mordende Psychos eine Rolle spielen. Hier steht alleine die Story im Vordergrund, in einer Inszenierung, die mich zumindest soweit gebracht hat, dass ich vom ersten Moment auf der Suche nach einer möglichen Erklärung für das Verschwinden der Kinder war. Definitiv spannend umgesetzt, aber leider nicht elektrifizierend.

Ich habe mich dann auch immer wieder gefragt, was man hätte anders/ besser machen können, um doch noch mehr Emotionen und Überraschungen einzubauen und den Zuschauer so richtig zu fesseln. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich fürchte, dass in diesem Falle gerade das, was mir an der Filmidee am besten gefallen hat, auch gleichzeitig das größte Problem ist. Das simple an der Story, ist dann doch vielleicht etwas zu simpel, um tatsächlich etwas Größeres aufzubauen.

Vielleicht hätte man das Ende des Films ruhig 5 Minuten früher bringen können und so ein offenes Ende nochmals als kleines Highlight nutzen. Denn ein paar der zentralen Fragen werden durch die zusätzlichen Minuten sowieso nicht beantwortet und die letzten Minuten fungieren rein als „alles wird gut“- Weichspüler.

Viel mehr bleibt zum „7th Floor“ auch nicht mehr zu sagen. Die Leistungen der Schauspieler sind dem Film angemessen. Gecastet wurde recht stereotypisch. So findet man den leicht untersetzten Kommissar, die hysterische Dame, den verdächtig aussehenden Portier und den unheimlichen Nachbarn, wie sie in jedem Thriller/ Krimi der was von sich hält auftauchen. Nichts gewagtes. Nichts neues.

Ich empfehle speziell bei „7th Floor“, dass ihr euch maximal den Trailer anguckt, wenn überhaupt, und ihr euch generell eher unvorbereitet dem Film hingebt. Jedes Detail, dass man im Vorfeld erfährt, raubt dem Film die Spannung.

6 von 10 Freeks

Darsteller:
Ricardo Darín, Belén Rueda, Luis Ziembrowski
Regie:
Patxi Amezcua

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