Filmkritik “Transformers 3” (Kino)


Transformers 3
Transformers 3
© 2011 Paramount Pictures

Genau in einem 2-Jahres-Rhythmus hat Michael Bay seine “Transformers”- Reihe bis dato in die Kinos gebracht. Nach “Transformers” in 2007, “Transformers – Die Rache” in 2009 ist nun “Transformers 3”, oder “Transformers – Dark of the Moon” wie der Film im Original heißt, in den deutschen Kinos zu sehen.

Somit also eine weitere Franchise- Reihe, die bis zum letzten Cent ausgewrungen wird und so lange die Leute ins Kino gehen, ist wohl auch kein Ende in Sicht. Dennoch scheint es am Filmset immer wieder zu Spannungen zu kommen, so dass Megan Fox bereits nach “Transformers 2” ausgeschieden ist und Shia LaBeouf allem Anschein nach dem „Transformers“- Projekt ebenfalls den Rücken kehrt.

“Transformers 3” ist jedoch bei weitem kein Abschluss der Reihe, sondern nur ein weiterer Teil, der versucht die Geschichte rund um die außerirdischen Kampfroboter weiter zu spinnen.
Die Menscheit hütet bereits seit vielen Jahren ein Geheimnis, von dem selbst die Autobots rund um ihren Anführer Optimus Prime, nichts gewusst haben. Die Mondlandung der NASA war damals nur ein Vorwand, um die dunkle Seite des Mondes zu erforschen, wo ein außerirdisches Raumschiff abgestürtzt ist. Wie sich herausstellt, hatte dieses eine kostbare Ware mit an Board, welche in den Händen der Decepticons den Untergang der Erde bedeuten würde.
Nun ist es jedoch soweit gekommen, dass die Decepticons im besitzt dieser kostbaren Ware gelangt sind und für die Menscheit beginnt eine verzweifelter Kampf um das Überleben ihres Planeten.

Deutscher Trailer “Transformers 3”



Filmkritik “Transformers 3”

Als großer Fan des ersten “Transformers”, war ich vom zweiten Teil etwas enttäuscht und hatte sehr durchwachsene Erwartungen an die aktuelle Fortsetzung. Und genau wie meine Erwartungen war “Transformers 3” in meinen Augen eben auch sehr durchwachsen.

Keine Frage, die Effekte sind, wie zu erwarten war, sehr gut gelungen und immer wieder ein absoluter Hingucker. Da ist es mir auch ziemlich egal, dass 2 Szenen, die zusammen vielleicht 1 Sekunde Filmmaterial ausmachen, aus Michael Bays altem Projekt “Die Insel” übernommen worden sind. Mehr zu diesem Thema und ein Video findet ihr hier, aber das ist etwas für Leute die sich gerne über Kleinigkeiten aufregen.
Minuspunkte gibt es dennoch für die Transformers- Kampfszenen, die sich im Film doch sehr häufig wiederholen, immer nach dem selben Schema ablaufen und trotz toller Optik zum Ende hin etwas langweilen.

Die Story zu „Transformers 3“ ist mehr oder weniger schlüssig, wenn man so etwas bei einem Action-Blockbuster basierend auf Kinderspielzeug überhaupt behaupten kann. Gut gemacht finde ich dabei, dass reelle Ereignisse als Aufhänger für die fiktive Geschichte genommen worden sind. Ein netter Ansatz und durchaus gelungen umgesetzt.

Auch der Spannungsbogen funktioniert zum größten Teil wunderbar. Einziges Problem hierbei, zu jeder Zeit ist klar, dass die “Guten” gewinnen werden. So nutzt selbst die gut inszenierte Hoffnungslosigkeit im Kampf der Menschen und einer handvoll Autobots gegen eine zahlenmäßige Übermacht an Decepticons nicht viel, wenn man weiß, dass am Ende sowieso wieder alles gut werden wird – aber in welchem Film ist dies nicht der Fall?!

Irgendwo habe ich gelesen, dass das zerstörte Chicago und die Bilder der fliehenden Menschen stark an 09/11 erinnern sollen. Mit etwas Fantasie, ja vielleicht. Aber zum Einen denke ich nicht, dass dies beabsichtigt war, zum Anderen handelt es sich hierbei nicht um die erste zerstörte amerikanische Großstadt im Actionkino. Also mir persönlich käme der Gedanke “oh guck, mal eine außerirdische Macht legt Chicago in Schutt und Asche – erinnert mich irgendwie an die Anschläge in New York” nie in den Sinn, wenn ich diese Folgerung nicht irgendwo gelesen hätte.

Die 3D Umsetzung ist sehr gut gelungen und bei weitem nicht so reizüberflutend, wie ich zu Anfangs befürchtet hatte. Sehr wahrscheinlich einfach nur aufgrund der Tatsache, dass laut Regiseeur Bay gerade mal 60% des Films tatsächlich in 3D gedreht worden sind und viele Kampfszenen, vor allem die zwischen den Transformers, immer wieder mit Zeitlupenszenen aufwarten.
Bei Weitem kein bahnbrechendes 3D Kino wie in Avatar, aber es funktioniert wunderbar als Sahnehäubchen für einen ansonsten eher durschnittlichen Film.

Etwas, nein eigentlich sehr deplatziert ist Megan Fox Ersatz Rosie Huntington-Whiteley. Wiedermal ein Beweise, dass gut aussehen, lasziv in der Gegend rumgucken und in Zeitlupe aus Autos aussteigen einfach nicht reicht. Ja, ok auch Megan Fox brachte in den ersten beiden Teilen keine schauspielerischen Höchstleistungen, aber die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern hat einfach gestimmt, was ich von “Tranformers 3” nicht behaupten kann.

Als abschließendes Fazit ist “Transformer 3” kurz gesagt einfach nur eine Fortsetzung. Und da es bereits die zweite Fortsetzung ist, merkt man dem Franchise an, dass so langsam der Stoff ausgeht. Wenig neues, aber alt bekanntes optisch spektakulär umgesetzt und erstmals in 3D.

6 von 10 Freeks
Darsteller:
Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley,Josh Duhamel, John Turturro, Tyrese Gibson, Patrick Dempsey
Regie:
Michael Bay

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Filmkritik “Transformers 3” (Kino), 7.7 out of 10 based on 21 ratings

3 Replies to “Filmkritik “Transformers 3” (Kino)”

  1. ich hoffe ja mal ganz stark, dass das gerücht jason statham spielt möglicher weise im 4 teil die hauptrolle und spielberg übernimmt die regie bewahrheitet. denn dann würden wir endlich ein schön düsteres und vor allem erwachsenes actionhighlight geboten bekommen, das nicht so schwachsinnig und unfreiwillig komisch daher kommt, wie die drei ersten teile!

    1. Bin da anderer Meinung: ich hoffe, dass an dem Gerücht nichts dran ist und wäre froh, wenn die Reihe ein Ende findet.
      Statham und Spielberg für Transformers?! Niemals!

      Man sollte von einem Film, der auf Kinderspielzeug basiert einfach nicht zu viel erwarten…

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