Filmkritik ‘X-Men: Erste Entscheidung’ (DVD)


X-Men Erste Entscheidung
X-Men: Erste Entscheidung

Sequels, Prequels, Reboots und Spin-offs. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht Franchise auf den letzten Cent auszuwringen.
Nach der durchaus erfolgreichen “X-Men”- Trilogie und des weniger erfolgreichen Spin-Offs “X-Men Origins: Wolverine”, kam zuletzt das Prequel “X-Men: Erste Entscheidung” in die Kinos und am 04.11.2011 feierte der Film seinen DVD und Blu-ray Start.

Für mich standen die “X-Men” Filme bisher für solide Unterhaltung und durchaus gelungene Special Effects. Somit war klar, dass auch “Erste Entscheidung” definitv geguckt werden muss, auch wenn von den altbekannten Schauspielern keiner mit von der Partie ist.
Der Film spielt dieses Mal vor den Ereignissen der Trilogie. Wie er im Vergleich zum Spin-Off “Wolverine” anzusiedeln ist, ist mir etwas schleierhaft, da es hier ein paar Ungereimtheiten in der zeitlichen Abfolge der beiden Filme gibt.

Fasziniert von menschlichen Mutationen und selber in der Lage Gedanken zu lesen und zu kontrollieren, setzt sich Charles Xavier intensiev mit diesem Thema auseinander. Als eines Tages die US Regierung zu ihm kommt und ihn um Unterstützung im Kampf gegen Sebastian Shaw bittet, ist es an der Zeit Gleichgesinnte zu vereinen und sich dem Bösen entgegenzustellen.

Deutscher Trailer zu “X-Men: Erste Entscheidung”
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=u5jT03H7f04&feature=channel_video_title&noredirect=1[/youtube]

Filmkritik zu “X-Men: Erste Entscheidung”

Trotz eines interessanten Story-Ansatzes und daraus resultierendem Potenzial, ist “X-Men: Erste Entscheidung” nicht der beste Film aus der Reihe.
Eines der Probleme die ich mit dem Film hatte sind die Special Effects. Obwohl mittlerweile 5 Jahre zwischen dem aktuellen und dem letzten Teil liegen, sind die Effekte in ihrem Entwicklungsstand irgendwie hängengeblieben. Auf der einen Seite schade, da X-Men geradezu prädestiniert ist für atemberaubende Effekte, aber auf der anderen Seite fühlt sich der Teil dadurch an wie seine Vorgänger und ein Wiedereinstieg in die Welt der Mutanten fällt umso leichter.

Was mich an dem Film jedoch am meisten „gestört“ hat beziehungsweise was negativ aufgefallen ist, ist die Fleischbeschau. Alle Mutanten, vor allem die weiblichen, scheinen dem Hollywood Schönheitsideal perfekt zu entsprechen und das auch durch Miniröcke/-kleider und tiefe Ausschnitte zeigen zu müssen. Das bringt den Film nicht weiter, eröffnet jedoch tiefe Einblicke in die Psyche der Filmmacher.
Klar, es ist eine Comicverfilmung und aus irgendeinem Grund könnten weibliche Comic-Charaktere immer auch als Pornostars durchgehen – rein optisch natürlich, aber ich glaube so langsam “werde ich zu alt für diesen Scheiß”. Oder aber die Macharten werden einfach immer billiger.

Mein Lieblingscharakter im Film ist eindeutig Sebastian Shaw gespielt von Kevin Bacon. Selten wurde ein Bösewicht so schön fies, schmierig und absolut überzeugend dargestellt.
Auch sehr schön gelungen sind die mehr oder weniger versteckten Andeutungen auf altbekannte Charaktere im Film.

X-Men: Erste Entscheidung” ist ein solider Start für eine neue/ ergänzende Reihe von “X-Men” Abenteuern. Der Film erfüllt die Einführung neuer Charaktere, gibt aber gleichzeitig auch Erklärungen für Verhältnisse und Beziehungen, die wir aus der alten “X-Men”- Trilogie kennen.

X-Men - Erste Entscheidung Filmszene
X-Men: Erste Entscheidung Filmszene

6 von 10 Freeks
Dartsteller:
James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence
Regie:
Matthew Vaughn

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