Facebookfilm „The Social Network“ sorgt wieder für Aufruhr


The Social Network
The Social Network
Bei Filmen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, spielt immer wieder der Stille-Post-Effekt eine tragende Rolle. Sei die zu erzählende Geschichte auch noch so detailliert dokumentiert, viele „Fakten“ beruhen schlicht und einfach auf Erzählungen, die selbstverständlich subjektiv beeinflusst werden. So entfernt man sich unfreiwillig Stück für Stück von der Wahrheit.
Genau das macht den Schaffern des Facebookfilms „The Social Network“ im Moment zu schaffen. Denn es gibt scharfe Kritik von keinen anderen als den Gründern von Facebook selbst.

Der genrelle Hype um „The Social Network“ ist riesig. Die Erwartungen sind groß sowohl auf Seiten der Fachpresse, als auch auf Seiten der Filmfans. Basierend auf diversen offiziellen Unterlagen, Interviews mit Mitgründer Eduardo Saverin und dem Buch „The Accidental Billionaires“ von Ben Merzich, hat Aaron Sorkin das Drehbuch für Regisseur David Fincher geschrieben. Jesse Eisenberg, Andrew Garfield und Justin Timberlake spielen die zentralen Charaktere bei „The Social Network“.

Das anscheinende Problem bei der Verfilmung ist wohl, dass Zuckerberg und der damalige Facebook-Präsident Sean Parker in einigen Szenen in sehr negativem Licht erscheinen, die jedoch laut mehren Quellen komplett erfunden sind.
Es werden noch weitere Punkte genannt, die mehr oder weniger nicht auf der reinen Wahrheit beruhen, die Facebook-Macher werden jedoch weitestgehend Stillschweigen bewaren und keine weiteren Statements mehr geben – zumindest nicht bevor der Film in den Kinos angelaufen ist.
Dennoch lies Zuckerberg verlauten, dass er bei gutem Journalismus normalerweise erwarte, dass die Reporter ausreichend recherchieren und zumindest versuchen die Wahrheit zu erfahren, wenn sie Informationen zu Facebook zusammentragen.
Und entgegen jedem Werbeslogan der Filmemacher behauptet Zuckerberg des Weiteren „Der Film ist Fiktion“.
Ob dies nun einfach nur ein Marketing-Trick ist, um den Film weiterhin im Gespräch zu behalten oder ob an der ganzen Unzufriedenheit tatsächlich etwas dran ist wissen nur die Macher und Gründer selbst.

Vielleicht spielt aber bei diesen Reaktionen tatsächlich auch ein bisschen Angst mit. Denn Facebook ist derzeit ganz klar auf einem absoluten Höhepunkt mit ca 130 Millionen Besuchern am Tag alleine in den USA. Da ist die Gefahr groß, dass es nach Veröffentlichung des Films, der möglicherweise ein paar unangenehme Fakten offenbart und die Gründer in einem nicht ganz so unschuldigen Licht stehen lässt, zu einem Besuchereinbruch kommen könnte.
Antipathien gegen Zuckerberg könnten aufkommen und wir haben schon des öfteren erlebt wie schnell ein neuer Trend auch ganz schnell wieder in der Versenkung verschwinden kann.

Deutscher Trailer zu „The Social Network„:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YensPXeWSFw[/youtube]

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