„Duell der Magier“ Filmkritik


Duell der Magier - Nicolas Cage
Duell der Magier
© 2009 Disney Enterprises, Inc.

Es gibt einfach Leute, auf die ist Verlass. “Duell der Magier”- Produzent Jerry Bruckheimer gehört eindeutig zu genau diesen Leuten. Wenn man mal über seine “Ausrutscher” wie “Kangaroo Jack” oder “G-Force – Agenten mit Biss” hinwegsieht, stehen Bruckheimer Produktionen für Top Unterhaltung und perfektes Popcorn-Kino: “Beverly Hills Cop”, “Top Gun”, “Pearl Harbor”, “Fluch der Karibik” oder “Pince of Persia” gehören zu seinem Repertoire.

Duell der Magier” reiht sich nun nahtlos in diese Reihe ein und bietet abermals tolle Effekte, viel Action und ein kurzweiliges Filmvergnügen.

Der Meistermagier Balthazar Blake (Nicolas Cage) versucht im modernen Manhattan die Stadt vor seinem Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina) zu beschützen. Das schafft er jedoch nicht alleine und somit ist Balthazar auf der Suche nach dem auserwählten Jungen, der als Nachfahre des bekannten Zauberer Merlins gilt.
Der etwas schusselige Dave Stutler (Jay Baruchel) scheint eben genau dieser Auserwählte zu sein und wird nun von Balthazar in den Zauberkünsten ausgebildet. Als Zauberlehrling muss er dann all seinen Mut zusammen nehmen, um den Kampf gegen das Böse zu überleben und am Ende das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen.



Es ist nicht schwer zu erkennen, dass “Duell der Magier” nicht von seiner komplexen Story lebt. Auch die Charaktere wurden mit dem charismatischen Lehrmeister, dem schusseligen Anti-Helden, der blonden Schönheit und dem finsteren Bösewicht sehr stereotypisch besetzt. Disney bleibt eben Disney. Was uns zum nächsten Punkt führt.
Duell der Magier” gilt als Neuverfilmung des Disney-Klassikers “Der Zauberlehrling” aus dem Film “Fantasia”. Jedoch hat die moderne Blockbuster-Version bis auf die bekannte Besenszene nichts mehr mit dem liebevoll gezeichneten Original zu tun. Da muss man dem deutschen Filmverleih zugute halten, dass sie den Titel des Films so abgeändert haben, dass dieser sich vom Original distanziert. Im US- Original “The Sorcerer’s Apprentice”, zu deutsch Der Zauberlehrling, ist der direkte Zusammenhang noch klar erkennbar.

Auch manch eine Namensgebung im Film trägt nicht unbedingt zu dessen Aufwertung bei. So hat man sich für die Zauberer der guten Seite, die als Nachfolger Merlins gelten, für den Begriff Merlinianer entschieden. Diese kämpfen gegen die Anhänger der bösen Hexe Morgana, den sogenannten Morganiern. Jetzt mal ernsthaft, aus wessen unkreativer Feder ist das denn bitte entsprungen?!

Ansonsten ist “Duell der Magier” tolles Unterhaltungskino mit viel zynischem Humor und Situationskomik und tollen Effekten. Vor allem die kleinen magischen Dinge im Film sorgen für einen wunderbaren Augenschmaus, an dem man sich einfach nicht satt sehen kann.

Schauspielerisch ist der Film 1A besetzt. Nicolas Cage, Alfred Molina und Monica Bellucci werden von den beiden Jungstars Jay Baruchel und Teresa Palmer unterstützt.
Generell keine großartigen Meisterleistungen aber routiniertes Können reichen für einen Film wie “Duell der Magier” vollkommen aus.

Bei einer Filmkritik zu “Duell der Magier” sollte auch noch die tolle Einbindung des Songs “Secrets” von One Republic in den Film erwähnt werden. Der Titel wird im Laufe des Films immer wieder angespielt und ist eine Art roter Faden über die Geschehnisse hinweg. Obwohl ich kein großer Fan von One Republic bin, eine sehr gute Wahl und toll umgesetzt.

7 von 10 Freeks

Darsteller:
Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina
Regie:
Jon Turteltaub

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