Die große Versuchung

Die große Versuchung


Wieder Mal haben die Vorzüge eines Filmblogs zugeschlagen und mir „Die große Versuchung – Lügen bis der Arzt kommt“ beschert. Eine kleine aber feine Komödie, die ansonsten, mit recht großer Wahrscheinlichkeit, an mir vorüber gegangen wäre. Gut, zugeben, allzu schlimm wäre das auch nicht gewesen, denn wir reden hier nicht von einem Meilenstein der Filmgeschichte, aber auf der anderen Seite, hat mir der Film ein paar absolut schöne Minuten beschert.

Murray French kann sich einfach nicht mit der Lethargie abfinden, die sich auf sein kleines Heimat-Fischerdörfchen niedergelegt hat. Die letzte Chance die Wirtschaft und damit auch die Lebensfreude der Einwohner wieder so richtig anzukurbeln ergibt sich durch die Eröffnung einer neuen Fabrik im Dorf. Die entsprechende Firme zeigt durchaus Interesse, doch die Grundvoraussetzung dafür ist ein ortsansässiger Arzt und daran fehlt es in Tickle Head. Als Doktor Lewis gezwungen ist, eben dort einen Zwischenstopp einzulegen, machen sich die Dorfbewohner an die Arbeit, wirklich alles dafür zu tun, ihn vom Bleiben zu überzeugen.

22 Jump Street

22 Jump Street


Mit “22 Jump Street” stand mal wieder eine Fortsetzung an. Das bringt mich just in diesem Moment auf die Idee, mal kurz einen Blick auf mein Filmjahr 2014 werfen, um zu schauen wie groß nun letztlich der Anteil an Fortsetzungen war. Notiz ist gemacht – mehr zu dem Thema folgt dann also in Kürze.

Laut Box Office Mojo hat „21 Jump Street“ in 2012 weltweit über 201 Millionen Dollar eingespielt. Bei Produktionskosten von 42 Million Dollar ein gar nicht mal zu verachtendes Ergebnis und zumindest aus Marketingsicht eines, das eine Fortsetzung rechtfertigt. „22 Jump Street“ überstieg zwar die Produktionskoten des Vorgängers um 8 Millionen Dollar, spielte dabei aber auch über 331 Millionen Dollar weltweit ein. Unter dem Strich wurde soweit also alles richtig gemacht. Aber ist der Film nun tatsächlich sehenswert?!

The Prince

The Prince


The Prince – Only God Forgives” wirbt mit Filmtiteln, bei der sich jeder auf seine Weise einen Namen gemacht hat. “Lone Survivor”, “96 Hours”, “Stirb Langsam”. Doch “The Prince” ist alles, nur nicht das. Neben den imposanten Filmtiteln werden auch die Nebendarsteller Bruce Willis und John Cusack stark promoted. Gerechtfertigterweise – zumindst aus Marketingsicht. Denn geht man von der Leinwandpräsenz aus, hätten es die beiden vielleicht gerade noch in den Abspann geschafft. Die Erwähnungen auf Filmplakat und DVD Cover, sind da doch etwas hoch gegriffen.

“The Prince – Only God Forgives” erschien am 10.11.2014 auf DVD und Blu-ray.

Nächster Halt Fruitvale Station

Nächster Halt Fruitvale Station


Im Falle von „Nächster Halt: Fruitvale Station“ haben mich weder hochlobende Kritiken, noch Empfehlunegn aus Blogger- oder Freundeskreisen dazu gebracht mir den Film anzugucken. Es war viel mehr eine Kombination aus einem überzeugenden Trailer und dem Mitwirken von Forest Whitaker hinter der Kamera. Auf seine ganz besondere Art und Weise hat er sich bei mir zu einer Art Sympathieträger gemausert und da war es fast schon selbstverständlich, dass ich mir auch sein Regie-Debüt ansehen werde.

Oscar Grant hat in seinem Leben schon ordentlich Mist gebaut. Doch das soll sich ändern. Er will sein Leben nun in den Griff kriegen. Um seiner Tochter und der Liebe zu seiner Freundin willen. Schritt für Schritt kriegt er die Kurve, auch wenn der Weg steinig ist. Doch genau dann, wenn er es am wenigsten erwartet, holt ihn seine Vergangenheit unausweichlich wieder ein und verändert alles.

Screencrush hat kürzlich in ihrem Artikel “Splitting Movies into Parts 1 and 2” sehr gut zusammengefasst, was ich schon die ganze Zeit sage und was an und für sich wohl auch der Meinung der Masse entspricht: das Aufteilen von Hollywood-Blockbustern in zwei finale Teile ist reine Geldmacherei.

Auf den Punkt gebracht, bedeutet es in diesen Fällen in der Regel, dass der Kinobesucher mit einem Film, einem Teil 1, abgespeist wird, dessen einziger Sinn darin besteht, die Zuschauer auf das große Finale vorzubereiten – das dann in Teil 2 folgen wird. Die Folge sind Szenen, auf Überlänge gezogen, in denen eigentlich jeder Haupt- und Nebendarsteller die Chance bekommt, in langgezogenen Dialogen, nochmals seine Motivationen, Bedenken, Ängste, etc etc en detail kundzutun.

Filmkritik “Joe – Die Rache ist sein” (DVD)

Veröffentlicht am 10.11.14 von Filmfreek in Filmkritik, Filmkritik J-P

Joe Die Rache ist sein

Joe Die Rache ist sein


Nicolas Cage hatte die letzten Jahre über gut zu tun. Zu Beginn stand dies definitiv in direktem Zusammenhang mit seinen finanziellen Schwierigkeiten. Ob dies immer noch gilt, kann ich nur schlecht beurteilen. Fakt ist, dass seine Filmprojektauswahl darunter ein wenig gelitten hat und viele seiner Filme erst gar keinen deutschen Kinostart erhalten haben, sondern als Direct-to-DVD Veröffentlichungen über den großen Teich kamen.

Nun feierte sein neuster Streifen, „Joe – Die Rache ist sein“, am 23.10.2014 seinen DVD und Blu-ray Start. Auch dies ist wieder eine Heimkinoproduktion, zumindest für den deutschen Markt, aber wenn man der Presse Glauben schenken darf, ist dieser Film wohl eher eine kleine Perle.